
Eine Mischkultur beschreibt ein Gestaltungskonzept, bei dem du mehrere Nutzpflanzen auf einer Fläche anbaust. Wie du Mischkulturen in deinem Garten am besten anlegst und welche Gemüsesorten sich besonders gut vertragen, erfährst du in diesem Ratgeber.
Vorteile beim Anlegen von Mischkulturen im Garten
Solltest du dir noch unschlüssig darüber sein, welche Vorteile so ein Mischbeet eigentlich mit sich bringt, haben wir ein paar Gründe für dich, die dafür sprechen:
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Vielfalt: Mischkulturen im Garten bieten eine große Auswahl an Gemüse, Kräutern und/oder Pflanzen aus dem Eigenanbau.
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Wachstum: Die Pflanzen beeinflussen sich durch diese Art des Anbaus gegenseitig positiv in ihrem Wachstum und stützen sich vereinzelt.
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Schädlingsabwehr: Schädlinge und Pflanzenkrankheiten können durch die positive Beeinflussung der Pflanzen untereinander besser abgewehrt werden.
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Bodenqualität: Die Bodenqualität bleibt durch den richtigen Anbau von Mischkulturen optimal – so hast du länger einen fruchtbaren Boden.
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Effiziente Platznutzung: Du erwirkst eine bestmögliche Nutzung deiner Beetfläche.
Du kennst nun die Vorteile – jetzt geht es an die Planung. Im Folgenden erfährst du alles, was du bei einem effektiven Pflanzplan beachten musst.
Anleitung: So legst du deine Mischkultur im Garten an
Bevor du eine Mischkultur im Garten anlegst, solltest du dir einen Anbauplan zurechtlegen. Dafür gilt es, den richtigen Beetplan zu erstellen. Die wichtigsten Startpunkte dafür erhältst du hier:
Pflanzplan: Der richtige Standort
Bei der Wahl des geeigneten Standortes für deine Mischkulturen gibt es einiges zu beachten. Je nachdem, was du anbauen möchtest, eignet sich ein sonniger bis halbschattiger Platz in der Regel am besten. Außerdem sollte dein Beet windgeschützt sein, damit junge Pflanzen nicht so leicht umknicken. Achte auch auf die Wahl des richtigen Bodens. Deine Pflanzen ziehen sich aus verschiedenen Bereichen des Bodens Nährstoffe. So ist eine hochwertige, humusreiche Pflanzenerde mit vielen Nährstoffen von Vorteil. Der Einsatz von Pflanzendünger empfiehlt sich ebenfalls von Zeit zu Zeit. Zur gezielten Düngung solltest du deshalb eine regelmäßige Bodenanalyse durchführen – diese gibt dir Infos zum Humusgehalt und pH-Wert sowie zu anderen Nährwerten in deinem Boden.
Die richtige Nährstoffverteilung: Stark-, Mittel- und Schwachzehrer
Um eine ideale Verteilung der Nährstoffe zu erlangen, solltest du dein Beet in drei Nährstoffbedarfs-Kategorien deiner Pflanzen einteilen:
- Starkzehrer
- Mittelzehrer
- Schwachzehrer
Achte dabei auf eine gute Mischung, denn wenn du beispielsweise zu viele Starkzehrer auf einem Haufen anpflanzt, nehmen sie sich gegenseitig die Nährstoffe weg. Des Weiteren solltest du die einzelnen Pflanzenfamilien mit in deine Planung einbeziehen. So gilt Gleiches wie bei den Nährstoffverteilungen: Es sollten nicht zu viele Pflanzen aus einer Pflanzenfamilie an einem Ort stehen.
Anbauplan: Wurzelraum und Wuchsformen beachten
Beachte unbedingt den Wurzelraum, damit all deine Pflanzen in den Mischkulturen ausreichend Platz haben, um problemlos zu wurzeln. Gleiches gilt für die unterschiedlichen Wuchsformen: Bedenke bei deinem Anbauplan für Mischkulturen, wie die Pflanzen später wachsen werden und wie viel Platz du von Anfang an einplanen solltest.
Auswahl an Pflanzen: Mischkultur aus Gemüse
Du kannst sämtliche Kombinationen für deine Mischkultur finden. Ein Zusammenspiel von verschiedenen Gemüsesorten ist jedoch besonders beliebt. Im Folgenden erfährst du, welche Gemüsepflanzen sich in Kombination besonders gut vertragen. Denn: Die richtigen Beetnachbarn unterstützen sich untereinander und können so beispielsweise ungewollte Pflanzen-Krankheiten abwehren.
Mischkulturen im Garten: Welche Gemüsepflanzen passen zusammen?
Du fragst dich nun sicherlich: Was kann ich im Garten nebeneinander pflanzen? Wir haben eine Liste von Gemüsesorten für dich zusammengestellt, die sich besonders gut verstehen:
- Sellerie, Gurken und Bohnen
- Möhren, Zwiebeln und Gurken
- Kartoffeln, Spinat und Kohl
- Kohl, Erbsen und Radieschen
- Paprika, Radieschen und Salat
- Spinat, Tomaten und Kohl
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