Eine Person trägt einen Stapel Brennholz im Arm und greift nach einem weiteren Scheit.

Brennholz brauchst du vor allem für dein Kaminfeuer – und das oft in großen Mengen. Daher ist es sinnvoll, immer ausreichend viele Scheite im Schuppen zu lagern. Das Holz dafür kannst du auch selbst in passende Stücke sägen, anstatt es fertig geschnitten im Fachhandel zu kaufen. Wie du Schritt für Schritt am besten vorgehst und dein Brennholz richtig sägst, erfährst du in diesem Artikel.

Wozu benötigst du Brennholz?

Wenn du einen Kamin zu Hause hast oder mit Brennholz heizen möchtest, benötigst du Brennholz. Du kannst Brennholz auch zum Kochen nutzen, zum Beispiel im Holzofen oder auf dem Grill. Brennholz oder Feuerholz fasst man unter dem Begriff „Energieholz“ zusammen, da es hauptsächlich zur Wärmeerzeugung dient.

Brennholz sägen: Welche Säge ist am besten?

Am besten eignet sich eine mittelstarke Ketten- oder Motorsäge zum Sägen von Brennholz. Beide Varianten sind gleichermaßen gut geeignet. Achte in jedem Fall darauf, dass deine Säge ein grob gezahntes Sägeblatt hat, da ein solches schnell und effektiv sägt. Sägeblätter aus Hartmetall, Chrom-Stahl oder Chrom-Vanadium sind besonders langlebig und robust.

Beachte bei der Auswahl außerdem: Je größer die Säge ist, desto schwieriger ist sie für Anfänger in der Regel zu bedienen. Jedoch sollte das Schwert mindestens 5 Zentimeter länger sein, als die Dicke des zu schneidenden Holzes. Als Richtwert kannst du dich an einer Schwertlänge von bis zu 40 Zentimetern orientieren.

Tipp:

Das beste Brennholz für deinen Kamin ist Buchenholz. Denn es brennt am schönsten und lässt sich leicht anzünden.

Wie säge ich Brennholz richtig?

Beim Sägen von Brennholz mit einer Motorsäge, Kettensäge oder Benzin-Kettensäge solltest du Schritt für Schritt vorgehen und unbedingt auf deine Sicherheit achten. Wenn du zuvor noch nie mit einer Kettensäge gearbeitet hast, kann ein Praxislehrgang sinnvoll sein. Die Arbeitsschritte sind bei allen Sägearten jedoch ähnlich. So gehst du beim Brennholzsägen mit der Motorsäge am besten vor:

  1. 1

    Gerät überprüfen:

    Stelle sicher, dass deine Säge in einwandfreiem Zustand ist und mache dich bereits im Vorfeld mit ihren Funktionen vertraut.

  2. 2

    Sicherheitskleidung:

    Vermeide weite Kleidung, da sie sich im Sägeblatt verfangen kann. Trage stattdessen enge Kleidung und immer Schutzkleidung. Dazu gehören eine Hose mit Schnittschutz, Sicherheitsschuhe, ein Helm, Ohrenschützer und Handschuhe.

  3. 3

    Unterlage vorbereiten:

    Säge dein Brennholz entweder auf einer stabilen Unterlage oder direkt im Garten bzw. Wald.

  4. 4

    Stamm fixieren:

    Stelle sicher, dass dein Stamm dir nicht wegrollen kann, indem du ihn mit Keilen oder kleinen Hölzern fixierst.

  5. 5

    Ablängen:

    Schätze oder markiere zum Beispiel mit Sprühfarbe, wo du die Säge ansetzen musst, um später gleichmäßig große Scheite zu erhalten. Aus einem Baumstamm kannst du zunächst sogenanntes Meterholz von einem Meter Länge herstellen, das du dann später weiter zerkleinerst.

  6. 6

    Säge ansetzen:

    Starte die Säge und säge den Stamm zunächst nur zu etwa drei Vierteln durch. Das verhindert, dass du in den Boden sägst und diesen beschädigst oder die Kette stumpf wird. Wiederhole den Vorgang an allen markierten Stellen.

  7. 7

    Stamm drehen:

    Drehe den Stamm um und fixiere ihn erneut sicher. Beim Umdrehen großer Stämme hilft ein sogenannter Fällheber.

  8. 8

    Säge erneut ansetzen:

    Nun startest du die Säge erneut und beendest die Schnitte von der anderen Seite, sodass das Holz vollständig durchgeschnitten ist.

  9. 9

    Spalten:

    Die meterlangen Stücke solltest du nun spalten. Dies funktioniert am besten, wenn du zunächst eine Kerbe sägst und dann einen Spaltkeil setzt. Bei kleineren Stämmen kannst du auch eine einfache Spaltaxt verwenden. Für filigrane Äste reicht eine Astschere.

  10. 10

    Spalten zerkleinern:

    Im letzten Schritt zerkleinerst du die entstandenen Spalten zu handlichen Stücken, die sich als Brennholz eignen. Die Scheite sollten problemlos in deinen Kamin passen und sich gut zum Trocknen stapeln lassen. In der Regel ist eine Länge von etwa 25 bis 30 Zentimetern gut geeignet. Hierfür kannst du wieder deine Säge verwenden. Wichtig ist, dass du das Holz gut fixierst, zum Beispiel indem du es mit einem Spanngummi in einem Sägebock befestigst.

  11. 11

    Aufbewahrung:

    Staple das frisch gesägte Brennholz idealerweise in einem Schuppen oder an einem anderen trockenen Lagerort – denn nasses Holz brennt schlechter und entwickelt weniger Wärme.

Hinweis: Wenn du das Brennholz außerhalb deines Grundstücks sägen möchtest, benötigst du einen kostenpflichtigen Kettensägenschein.

Tipp: Wenn du regelmäßig Brennholz sägst, achte darauf, dass das Sägeblatt scharf bleibt. Ein stumpfes Sägeblatt macht das Sägen schwieriger und langsamer.

Die Inhalte dieses Beitrags werden mit großtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch ist das Auftreten etwaiger Fehler nicht immer auszuschließen. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann daher trotz eingehender Prüfung nicht übernommen werden.

Das könnte dich auch interessieren

Article image
#Gartenpflege#Welche Gartengeräte braucht man

Unkraut entfernen: Die richtigen Werkzeuge

Unkraut ist in fast jedem Garten zu finden, sei es zwischen Pflastersteinen, in Fugen oder auf Beeten. Damit dein Garten gesund bl...

Article image
#Gartenpflege#Welche Gartengeräte braucht man

Boden auflockern: So gehst du am besten vor

Jegliche Pflanzen brauchen einen nährstoffreichen Boden, um gesund zu wachsen. Ist der Boden verhärtet, stellt dies ein Hindernis...

Article image
#Gartenpflege#Welche Gartengeräte braucht man

Welches Benzin eignet sich für die Kettensäge?

Ganz gleich, wofür du sie benutzt: Deine Kettensäge läuft nur, wenn du den richtigen Kraftstoff nutzt. Hier erfährst du, wie du de...