
Deine Wand braucht eine frische Tapete mit einem neuen Motiv? Es gibt einige Tipps und Tricks, die das Anbringen einer nagelneuen Tapete erleichtern. Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie das Tapezieren für Anfänger*innen am besten gelingt.
Wie tapeziert man richtig? Die wichtigsten Utensilien
Bevor du mit dem Tapezieren loslegst, solltest du sicherstellen, dass du alle notwendigen Werkzeuge und Hilfsmittel zur Hand hast. Für den neuen Look an deiner Wand benötigst du unter anderem:
- Maler-Abdeckfolie
- Tapeziertisch
- Tapete
- Haftgrundierung
- Tapetenkleister / -kleber
- Tapezierbürste
- Wasserwaage
- Tapezierspachtel
- Cuttermesser
Du hast sämtliche Werkzeuge und Utensilien beisammen? Erfahre im Folgenden Schritt für Schritt, wie du als Anfänger*in bei Tapezieren am besten vorgehen kannst.
Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Tapezieren für Anfänger*innen
Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitungen gelingt dir das Tapezieren auch als Anfänger*in:
1. Vorbereitungen
Bevor du loslegst, solltest du zunächst deinen Raum vorbereiten. Stelle den Strom ab, um Steckdosen und Lichtschalter abzumontieren. Und auch die Fußleisten dürfen weichen. Diese sind sonst im Weg und können dich beim Tapezieren behindern. Dann deckst du deinen Raum und den Boden mit Abdeckfolie ab, um deine Möbel nicht zu beschädigen. Achte außerdem darauf, dir genug Arbeitsfläche freizuräumen. Zu den Vorbereitungen gehört ebenfalls, dass du deine Wand auf Unebenheiten überprüfst. Selbst kleine Unebenheiten in der Wand können potenziell zu einem unsauberen Ergebnis führen.
2. Grundieren
Das Grundieren ist gerade beim Tapezieren für Anfänger*innen optional. Jedoch sorgt die richtige Grundierung dafür, dass der Untergrund optimal vorbereitet und die Saugfähigkeit des Klebers an allen Stellen ebenmäßig ist. Beachte bei deiner Planung, dass eine Grundierung in etwa sechs bis acht Stunden trocknet.
3. Zuschneiden und Ausmessen
Beim Zuschneiden deiner Tapete arbeitest du in Bahnen. Die Bahnlänge berechnest du mit folgender Formel: Raumhöhe + Verschnitt = Bahnlänge. Dabei beschreibt der Verschnitt den Teil, der am Ende übrig bleibt. Denn Tapeten können nicht perfekt passend zugeschnitten werden.
Mache dir außerdem Markierungen an der Wand: Eine im oberen Bereich, eine in der Mitte und eine unten. Nimm dir eine Wasserwaage zur Hilfe, um ein gerades Ergebnis zu erhalten. Lasse beim Zuschneiden jeweils oben und unten etwa fünf Zentimeter Rand übrig, den du später einfach abschneiden kannst. So kannst du sicherstellen, dass du ausreichend Tapete für die Wand zur Verfügung hast.
4. Tapetenkleister auftragen
Du kannst sowohl Tapetenkleister als auch Kleber zum Anbringen der Tapete verwenden. Kleber musst du im Gegensatz zu Kleister jedoch nicht erst anmischen. Lege die Tapete ebenmäßig auf einen Tapeziertisch aus, bevor du entweder den Kleister oder Kleber mit einer Farbrolle aufträgst und arbeite dabei in Bahnen. Andernfalls schlägt die Tapete Wellen bzw. bildet Falten. Achte darauf, dass du von Kleister oder Kleber genug benutzt, damit deine Tapete haftet.
5. Das eigentliche Tapezieren
Als Nächstes geht es an das eigentliche Tapezieren. Hierfür suchst du dir ein Ende als Startpunkt aus und streichst dich dann von oben nach unten an der Wand entlang. Den Kleister trägst du optimalerweise auf jeder Bahn auf. Du kannst ihn auch vorher komplett auf die Wand auftragen, allerdings wird das Ergebnis in dem Fall eventuell nicht so ebenmäßig und du musst schneller arbeiten. Im Anschluss drückst du alle Tapetenstreifen mit dem Tapezierwischer ordentlich an.
Um die Ecken zu tapezieren, schneidest du dir ein Reststück mit ordentlich Überstand zu. Dieses drückst du daraufhin mit einem Spachtel in die jeweilige Ecke.
Tapezieren für Anfänger*innen: Vlies- und Raufasertapete
Bei Vlies- und Raufasertapete gilt es zusätzlich ein paar Tipps zu beachten. Wenn du als Anfänger*in Vliestapete tapezieren möchtest, denke daran, dass sie deutlich schwerer als andere Tapeten ist. Verwende daher einen Kleister mit einer hohen Haftfähigkeit.
Bei einer Tapete aus Raufaser hingegen liegt der Fokus besonders auf den Ecken. Arbeite deshalb immer mit zwei Zentimeter Überstand. Außerdem muss diese Tapete zunächst eingeweicht werden, denn das macht sie geschmeidiger. Bringe deshalb den Kleister direkt auf die Bahnen, lass ihn vollständig einweichen und schlussendlich an der Wand trocknen.
| Die Inhalte dieses Beitrags werden mit großtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch ist das Auftreten etwaiger Fehler nicht immer auszuschließen. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann daher trotz eingehender Prüfung nicht übernommen werden. |


