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Die Bestandteile einer erfolgreichen Poolpflege

Unter Poolpflege versteht man eine Kombination verschiedener Wartungs- und Pflegemaßnahmen, um den Pool selbst, aber auch das Poolwasser im optimalen Zustand zu halten. Hierbei fallen an:

  • Filtration des Poolwassers
  • Reinigung des Poolbodens und der Wasseroberfläche
  • Desinfektionsmaßnahmen
  • Reinigung und Wartung des Pools und des Poolzubehörs


Filtration des Poolwassers

Das Wasser sollte von Verunreinigungen befreit werden. Dadurch wirkt der Pool selbst deutlich einladender zum Baden und gleichzeitig können hierdurch hygienische Vorteile geschaffen werden.

Verunreinigungen

Mit der Zeit gelangen durch die Luft, die Umgebung, durch Insekten oder auch durch die Poolnutzer selbst diverse Teilchen und Verunreinigungen in den Pool. Diese Verunreinigungen können sein:

  • Fette, Öle
  • Phosphate
  • Schminke, Sonnencreme und andere Kosmetika
  • Insekten
  • Pollen, Staub
  • Blätter, Äste und andere organische Objekte
  • Haare
  • Verschiedene Stickstoffverbindungen
  • usw.

Sämtliche dieser Objekte, Stoffe und Substanzen können den Chlorverbrauch erhöhen, als Nahrung und/oder Brutstätte für Mikroorganismen dienen und auch unerwünschte Verbindungen mit dem Chlor eingehen.

Versuche die Vermehrung von Mikroorganismen einzuschränken oder am besten ganz zu unterbinden.

Filteranlage als Bestandteil einer effektiven Poolpflege

Zum Entfernen der Verunreinigungen aus dem Poolwasser nutzt man eine Poolpumpe, die man mit einem Poolfilter kombiniert. Im Regelfall sind dies entweder Kartuschenfilteranlagen oder Sandfilteranlagen, welche wiederum als Poolfilter selbst Kartuschen, Sand, Filterglas, Filterbälle oder gar Filterwolle nutzen.

Sofern das Budget nicht sehr knapp ist, empfiehlt sich eine Sandfilteranlage in Kombination mit Sand oder Filterbällen. Filterbälle sind für Anfänger sehr gut geeignet und Sand oder auch hochwertiges Filterglas für Fortgeschrittene. Während Sand dadurch besticht, dass man diesen sehr einfach Rückspülen kann und damit besonders viele Verunreinigungen dauerhaft aus dem Wasserkreislauf entfernt, so bieten Filterbälle bei den meisten Sandfilteranlagen deutlich bessere Schmutzaufnahmeeigenschaften - es landen im Regelfall unter gleichen Bedingungen erheblich weniger Partikel wieder im Pool.


Poolpflege mit Skimmer, Kescher und Sauger

Bei der Reinigung des Poolwassers und der Pools sollten wir drei Bereiche unterscheiden:

  • Poolboden
  • Wasseroberfläche
  • die sogenannte "Schwebezone" dazwischen

Filteranlagen wie Sandfilter und Kartuschenfilteranlagen kommen fast ausschließlich an Partikel in der Schwebezone ran - Teilchen, die auf der Oberfläche schwimmen oder zum Boden abgesunken sind, sind idealerweise durch andere Mittel zu entfernen.

Wasseroberfläche: Hier helfen Skimmer und Kescher

Verwende idealerweise allgemein einen sogenannten Oberflächenskimmer. Dieser nutzt die Sogwirkung des Poolwassers an der Oberfläche und sammelt die schwimmenden Teilchen ein - und zwar so lange, wie deine Pumpe läuft. Lass also deine Poolpumpe vor dem Badegang mindestens 30-60 Minuten laufen und du wirst ein deutlich besseres Badeerlebnis bekommen.

Du kannst auch sehr schnell und effektiv zusätzlich mit einem Kescher Partikel aus dem Pool entfernen. Insbesondere Poolkescher mit sehr feinen Netzen können bei der Poolpflege sehr gut helfen. Vergesse hierbei nicht, dass nahezu jeder entfernte Partikel deinen Chlorverbrauch senkt und auch deine Wasserstabilität verbessert.

Poolboden: Roboter oder Handsauger?

Verschmutzungen, die zum Poolboden sinken, sind weder schön anzusehen, noch hygienisch wünschenswert. Insbesondere organische Partikel dienen als Brutstätte für ungewollte Mikroorganismen.

Das Beste, was du machen kannst, ist diese Verschmutzungen umgehend und dauerhaft zu entfernen. Wähle Handsauger wie beispielsweise den Intex 28620 Vacuum-Cleaner, wenn dein Budget begrenzt ist und dein Pool nicht mehr als 12m² Grundfläche hat. Zwar ist eine Nutzung von Handsaugern auch bei größeren Pools möglich, aber naturgemäß wird der Reinigungsvorgang dann einiges an Zeit beanspruchen.

Poolroboter hingegen eignen sich dann, wenn dein Budget deutlich über 100€ hinausgeht. Doch Achtung: Viele Poolroboter kommen nur mit bestimmten Pools klar. Lies aufmerksam die Artikelbeschreibungen der jeweiligen Anbieter. Insbesondere für Besitzer von Edelstahlbecken und Überlaufbecken ist die Auswahl nur sehr klein. Bevorzuge Poolroboter, die einerseits stark saugen, aber sich nicht zu schnell fortbewegen, damit ärgerliche Aufwirbelungen von Schmutz durch Eigenbewegungen des Roboters vermieden oder verringert werden. In viele Roboter kann man Filterbälle inkludieren, wodurch man die Feinheit der Reinigungsergebnisse zu Lasten der Schmutzaufnahmekapazität verbessern kann.

 

Poolpflege mittels Desinfektion

Gleich eines vorweg: Die meisten Poolbesitzer setzen zu viel Desinfektionsmittel ein! Du kannst durch besonders gute Filtration und andere mechanische Einwirkungen (beispielsweise Nutzen einer Abdeckplane, eines Pool-Domes oder von sehr lichtundurchlässigen Solarfolien) Mikroorganismen das Leben, aber auch die Vermehrung sprichwörtlich schwer machen. Lasse vor allem deine Poolpumpe an warmen Tagen länger laufen, um die Vermehrung von Bakterien und Co. zu verringern.

Chlor, Sauerstoff oder Salzwasserelektrolyse?

Für viele Poolnutzer stellt sich die Wahl, mit welchem Produkt desinfiziert werden soll. Gleich vorweg: Die perfekte Methode für jeden gibt es nicht. Das liegt einerseits an unterschiedlichen Budgets, an unterschiedlichen Pool-Setups, aber auch an speziellen Vorlieben und zu guter Letzt auch an gesundheitlichen Präferenzen. Generell gilt: Bei Allergien und Hautkrankheiten ist ärztlicher Rat stets einzuholen.

Chlor

Am weitesten verbreitet ist Chlor (vor allem in seiner organischen Form). Dies liegt an den überschaubaren Kosten, der äußerst einfachen Handhabe und der sehr starken Desinfektionswirkung. Deswegen ist Chlor für viele Anfänger bei der Poolpflege eine gute Wahl.

Beachte, dass Chlor mit zunehmenden pH-Wert an Wirksamkeit verliert. Versuche den pH Wert zwischen 7,0-7,4 zu halten. Bitte senke nicht unter 7,0 ab, da hierdurch Hautreizungen, erhöhter Verschleiß und andere ungewollte Effekte entstehen können.

Sauerstoff

Sauerstoff, vor allem in Form von Wasserstoffperoxid, ist bei einigen Poolbesitzern sehr beliebt. Es ist vor allem für Allergiker besser verträglich und auch das Thema Chlorgeruch kommt nicht auf. Nachteilig sind die im Regelfall höheren Kosten und dass Sauerstoff sich bei hohen Wassertemperaturen schnell verflüchtigt. Auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass einige Mikroorganismen mit der Zeit Resistenzen gegen Sauerstoff bilden, weswegen oftmals alle drei bis sechs Wochen eine Schockchlorung empfohlen wird.

Salzwasserelektrolyse

Diese Systeme werden oftmals als "Alternative zu Chlor" angepriesen. Genaugenommen ist das falsch, denn bei der Salzwasserelektrolyse wird Natriumchlorid zu Natriumhypochlorit gewandelt. Und Natriumhypochlorit ist eine Chlorverbindung.

Dennoch: In der Praxis funktionieren solch Salzwassersysteme durchaus, wie in der Werbung angepriesen, was an sich bemerkenswert ist. Dem Autor dieser Zeilen kamen trotz zehntausender Kontakte zu Poolbesitzern nie negative Beschwerden hinsichtlich der guten Verträglichkeit von Salzwasserelektrolysegeräten zu Ohren. Auch das ist bemerkenswert.

Worin liegt das Geheimnis? Natriumhypochlorit wirkt bevorzugt mit Chloraminen. Chloramine sind wiederum Abbaustoffe und "Abfallprodukte" aus Reaktionen und auch Verbindungen mit Stickstoff. Und es sind genau jene Chloramine, die den typischen Chlorgestank ausmachen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Besonders erfreulich: Die Handhabe ist einfach und somit eignen sich diese Systeme auch für Anfänger.


Poolpflege: Halte alles in Schuss!

Damit du auch langfristig Freude am Pool hast, musst du auch ab und an Zeit in Wartungsmaßnahmen und auch in Reinigung stecken. Wir empfehlen dir bei diesem Bestandteil der Poolpflege mindestens folgende Maßnahmen:

Sofern in deinem Pool Teile aus Stahl verbaut sind, so solltest du alle monatlich überprüfen, ob irgendwo Schutzschichten wie beispielsweise eine Pulverlackbeschichtung (zum Beispiel durch Kratzer) abgegangen ist. So kannst du Rostschäden vorbeugen, wenn du früh genug wieder eine Schutzschicht aufträgst.

Reinige die Poolfolie einmal im Monat oder alle zwei Monate an Stellen, die trocken werden. So verhinderst du, dass sich Schmutz "einfrisst". Du kannst hierzu je nach Verschmutzung alkalische Reiniger (organische Partikel) oder saure Reiniger einsetzen (anorganische Partikel). Achtung: Saure Reiniger dürfen keinen direkten Kontakt mit Metallen haben, da sonst sofort Rost entsteht!

Am Ende der Saison solltest du deine Sandfilteranlage abbauen: Lass sämtliches Wasser ab und lagere sie an einem Ort, der trocken ist und idealerweise nicht unter 0°C kalt wird.

Poolroboter sind spätestens am Ende der Saison zu überprüfen: Je nach Modell durch eine geschulte Fachkraft (insbesondere bei den hochwertigen Modellen) oder du solltest selbst die Überprüfung vornehmen. Insbesondere Verunreinigungen im Inneren sind gründlich zu entfernen.

Nutzt du zur Desinfektion für die Poolpflege ein Salzwassersystem? Dann überprüfe und reinige bei Bedarf die Elektrolysezelle. Je nach Wasserhärte und Einsatzdauer, aber auch Hersteller sollte eine Überprüfung alle drei bis vier Wochen oder alle zwei bis drei Monate stattfinden. Eine pauschale Empfehlung zwecks Intervalle ist leider nicht möglich.


Gastbeitrag der Poolprofis von Poolpanda und Miganeo

Die Inhalte dieses Beitrags werden mit großtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch ist das Auftreten etwaiger Fehler nicht immer auszuschließen. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann daher trotz eingehender Prüfung nicht übernommen werden.

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