
Die Bundesregierung hat sich die Klimaneutralität bis 2045 als Ziel gesetzt. Wenn du für dich die beste Heizung der Zukunft suchst, solltest du deshalb auf erneuerbare Energien als Quelle setzen. Doch bei den verschiedenen Heizungen gibt es gravierende Unterschiede. In diesem Beitrag erfährst du, warum nachhaltiges Heizen in Zukunft immer wichtiger wird, welche Optionen dir zur Verfügung stehen und welche Kosten auf dich zukommen.
Warum nachhaltiges Heizen und neue Heizsysteme immer wichtiger werden
Bei den hohen aktuellen Heizkosten stellt sich die Frage, welche Heizungen in Zukunft preiswert sind. Ab 2024 müssen neue Heizsysteme mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Die Bundesregierung macht deshalb den Wechsel zu nachhaltigen Heizungen durch finanzielle Förderungen attraktiver. Sie ermöglichen es, beim Einbau einer neuen Heizung insgesamt bis zu 70 Prozent zu sparen.
Laut den Prognosen des Heizspiegels werden fossile Brennstoffe auf lange Sicht höhere Heizkosten verursachen als erneuerbare Energien. Deshalb schonen neue Heizsysteme nicht nur die Umwelt, sondern auch den Geldbeutel.
Zu den derzeit besten Heizungen der Zukunft zählen Wärmepumpen, Solarthermie und Biomasseanlagen wie Pelletheizungen. Ab 2024 wird auch der Einbau neuer Gasheizungen gefördert, sofern sie auf Wasserstoff umgerüstet werden können oder zu 65 Prozent Biomasse nutzen. Je nach Heizungsart brauchst du für sie aber entweder viel Platz oder zusätzliche Energie.
Welche Heizungen der Zukunft gibt es und wie viel kosten sie?
Die Optionen an Heizungen bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Je nachdem, wie viel Platz du zu Hause hast, könnte eines dieser Heizsysteme der Zukunft für dich infrage kommen:
- Wärmepumpe: Im Jahr 2022 wurden laut dem Statistischen Bundesamt bereits in 57 Prozent der Neubauten Wärmepumpen eingebaut. Bei ihnen entzieht die Pumpe der Umgebung Wärme und speichert sie. Der Nachteil ist allerdings, dass diese Heizung zum Pumpen selbst Energie in Form von Strom benötigt. Eine Wärmepumpe kostet zwischen 12.000 und 35.000 Euro für ein Einfamilienhaus und erhöht den Stromverbrauch.
- Solarthermie: Kollektoren auf dem Dach nehmen Wärme über eine Flüssigkeit auf und wandeln sie in thermische Energie um. Die gewonnene Wärme wird in einem Pufferspeicher verwahrt. Allerdings hängt diese Form der Energieerzeugung stark von der Sonneneinstrahlung ab. Die Kosten für eine Solarthermie-Anlage inklusive Wasserpumpe belaufen sich auf 8.000 bis 12.500 Euro für ein Einfamilienhaus. Im Schnitt reduziert sie den Energieverbrauch insgesamt um rund 20 Prozent.
- Pelletheizungen: Sie werden mit nachwachsenden Rohstoffen wie Holz- und Pflanzenfasern betrieben. Dabei haben Pelletheizungen einen höheren Wirkungsgrad als beispielsweise eine Ölheizung. Sie sind allerdings sehr groß. Zusammen mit den gelagerten Rohstoffen nehmen sie viel Platz in Anspruch. Außerdem fällt beim Verbrennen viel Asche an, wodurch die Feinstaubbelastung steigt. Die Kosten liegen bei durchschnittlich 25.000 Euro inklusive Montage.
- Hybridsysteme: Beim Heizen bieten Hybridsysteme in der Zukunft eine hohe Effizienz, weil sie verschiedene Heizungen miteinander kombinieren. Eine Wärmepumpe könnte als Heizung der Zukunft beispielsweise mithilfe von Solarthermie betrieben werden. Je nach Kombination kosten solche Systeme zwischen 10.000 und 35.000 Euro.
Die Neuanschaffungen dieser Heizungen sind zunächst einmal mit hohen Kosten verbunden, lohnen sich jedoch langfristig. Im Vergleich zum Heizen mit Öl lassen sich laut Heizspiegel pro Jahr mit einer Wärmepumpe etwa 140 Euro Heizkosten einsparen, mit einer Pelletheizung sind es 350 Euro. Welche die beste Heizung der Zukunft für dich ist, solltest du anhand der Kosten und des vorhandenen Platzes abwägen.
Quellen:
- Gesetz für erneuerbares Heizen https://www.bundesregierung.de/breg-de/schwerpunkte/klimaschutz/neues-gebaeudeenergiegesetz-2184942#:~:text=Ab%20dem%201.,die%20st%C3%A4rker%20sozial%20ausgerichtet%20ist. (Abgerufen am 19.10.2023)
- Förderprogramm im Überblick https://www.bafa.de/DE/Energie/Heizen_mit_Erneuerbaren_Energien/Foerderprogramm_im_Ueberblick/foerderprogramm_im_ueberblick_node.html (Abgerufen am 19.10.2023)
- 57 % der im Jahr 2022 gebauten Wohngebäude heizen mit Wärmepumpen https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/06/PD23_N034_31121.html (Abgerufen am 19.10.2023)
- Heizspiegel für Deutschland 2023 https://www.heizspiegel.de/heizkosten-pruefen/heizspiegel/ (Abgerufen am 19.10.2023)
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