Heizungsthermostat mit digitaler Anzeige auf weißer Wand

Viele träumen von einem intelligenten Zuhause, das mehr Komfort und Sicherheit bietet. Daneben soll Smart-Home-Technik helfen, Energie zu sparen. Die Möglichkeiten sind vielfältig und reichen von cleveren Steckdosen bis hin zu kompletten Smart-Home-Systemen. Doch was die meisten vergessen: Auch die Smart-Home-Geräte selbst benötigen Strom. Wie also kann durch ein Smart Home langfristig Energie eingespart werden? Hier erfährst du mehr über die Voraussetzungen und erhältst praktische Tipps für dein Smart Home.

Kann man mit Smart Home Strom sparen?

Das Konzept von Smart Home basiert auf programmierten oder mittels App gesteuerten Geräten, die reguläre Maßnahmen zum Energiesparen automatisieren. Indem beispielsweise Smart-Home-Beleuchtungen deine Lampen automatisch ausschalten oder du sie auch von unterwegs ausschalten kannst, falls du mal vergessen solltest, sie auszumachen. Auch bei einer sinnvollen  Beleuchtung bei Abwesenheit helfen dir intelligente Systeme, die sich nur einschalten, wenn es sinnvoll ist und somit unnötigen Verbrauch zu reduzieren: Aber worauf solltest du bei Smart Home Systemen im Allgemeinen achten:

  1. Der zusätzliche Stromverbrauch durch die intelligenten Gadgets darf nicht zu hoch ausfallen. Nur wenn deine smarten Geräte weniger Strom verbrauchen, als du mit ihnen sparst, geht die Rechnung zu deinen Gunsten auf.

  2. Die Geräte müssen Aufgaben übernehmen, die du nicht ausführen möchtest oder kannst. Hast du beispielsweise keine Lust, vor dem Verlassen der Wohnung stets den Stecker des Fernsehers zu ziehen, nehmen dir Smart-Steckdosen diese Aufgabe ab.

Wenn du diese beiden Aspekte beachtest, kannst du mit einem Smart Home tatsächlich Strom sparen.

Welche Möglichkeiten bietet ein Smart Home, um den Energieverbrauch zu senken?

  • Temperaturregulation: Einer der drei Bereiche, in denen du mit einem Smart Home Energie sparen kannst, ist die Temperaturregulation. Smart Home Thermostate kannst du so einstellen, dass die Heizungskörper nachts und während du außer Haus bist, abkühlen. Außerdem registrieren die Geräte an- oder absteigende Wärme und passen die Raumtemperatur an, so wie digitale Heizungsthermostate. Scheint beispielsweise die Sonne durch das Fenster, passt ein smartes Thermostat die Temperatur richtig an. Automatisierte Vorhänge und Rollläden, die sich beim Öffnen und Schließen den Lichtverhältnissen anpassen, bieten ebenfalls eine Möglichkeit, die Temperatur automatisch zu regulieren.

  • Stromregulierung: Mit Smart-Home-Beleuchtungen lässt sich leicht Energie sparen. Hierzu zählen beispielsweise Glühbirnen, die sich von alleine ausschalten, wenn niemand im Raum ist. Sie lassen sich per Sprachbefehl oder App steuern. Auch die Lichtsteuerung über klassische Bewegungsmelder zählt dazu.

  • Intelligente Steckdosen: Geräte wie Fernseher, Kaffeemaschine oder Trockner, die unmittelbar Strom verbrauchen und in der Regel permanent an das Stromnetz angeschlossen sind, verbrauchen Energie. Intelligente Steckdosen, welche die Geräte entweder automatisch abstellen, wenn sie gerade nicht in Gebrauch sind, oder für die du Zeitpläne erstellen kannst, sind in diesem Fall sehr nützlich.

Energiesparen mit einem Smart Home: Erkenntnisse aus Studien

Wie viel Strom ein Smart Home verbraucht, hängt vor allem von der Zielsetzung ab, mit der die betreffenden Geräte angeschafft werden. In einer Studie zum Energiesparen mit dem Smart Home stellt das Ökoinstitut fest: Schon die Kaufabsicht von Smart Home Geräten zum Zweck des Energiesparens zeigt, dass die Verbraucher Energie sparen möchten und führt in den meisten Fällen auch zum Erfolg  – unterstützt von einsparenden Systemen. Ist das Ziel eines Haushalts von Anfang an, mithilfe der neuen Technik Strom zu sparen, gelingt das Vorhaben in der Regel auch. In entsprechenden Wohnungen konnte das Institut einen um bis zu 9 Prozent gesenkten Stromverbrauch feststellen. In Einfamilienhäusern waren es sogar bis zu 14 Prozent.

Ging es den Haushalten hingegen eher um Sicherheit oder Komfort, verbrauchten sie teilweise bis zu 19 Prozent mehr Energie als vergleichbare Haushalte ohne smarte Technik. 

Weniger Energie verbrauchen mit Smart Home: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Gehst du die Sache richtig an, kann es sich also durchaus lohnen, einige Euro in die Installation von Smart-Home-Geräten zu investieren. Möchtest du die Energieeffizienz in deinem Haushalt mithilfe intelligenter Vorrichtungen steigern, achte am besten auf folgende drei Punkte:

  1. 1

    Behalte dein Ziel vor Augen:

    Mit einem Smart Home Energie zu sparen, muss stets dein oberstes Ziel sein. Der Wunsch nach Komfort und Sicherheit hat auch seine Berechtigung, wird dich aber in diesem Zusammenhang nicht weit bringen.

  2. 2

    Informiere dich über die Technik:

    Sich mit der Technik zu beschäftigen, mag herausfordernd  sein. Unterm Strich hilft dir ein besseres Verständnis aber bei der richtigen Auswahl der Geräte und somit beim Stromsparen.

  3. 3

    Setze auf Klasse statt auf Masse:

    Das gilt nicht nur für die Qualität, sondern auch für die Anzahl an Geräten. Denn jedes Smart-Home-Gerät wird letztlich im Dauerstrom-Modus betrieben. Fange lieber erstmal mit dem Sinnvollsten an. Oft sind das smarte Steckdosen.

Daneben kann es sinnvoll sein, mit einem Smart-Home-System den Verbrauch im Blick zu behalten und fortwährend zu analysieren, welche Geräte besonders viel Strom verbrauchen. Im Endeffekt entscheidet vor allem eines über deinen Erfolg beim Energiesparen mit Smart Home: wie gut du dich mit den Möglichkeiten auskennst und wie bewusst du diese einsetzt.

Die Inhalte dieses Beitrags werden mit großtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch ist das Auftreten etwaiger Fehler nicht immer auszuschließen. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann daher trotz eingehender Prüfung nicht übernommen werden.

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