Nahaufnahme von mehreren Kabeln, die Strom von einer Solaranlage in einen Speicher führen

Eine Photovoltaik-Anlage (oft auch als PV-Anlage abgekürzt) allein kann den Energiebedarf deines Hauses nicht jederzeit decken. Ein Stromspeicher hilft dir, den selbst produzierten Solarstrom auch dann zu nutzen, wenn die Sonne nicht scheint. Doch wie groß sollte der Speicher optimalerweise sein? In diesem Artikel erfährst du, wie ein Speicher genutzt wird, welche Größe für ein durchschnittliches Einfamilienhaus ideal ist und wie lange ein 10-kW-Speicher ausreicht.

Wofür wird ein Stromspeicher in einer Photovoltaik-Anlage genutzt?

Ein Stromspeicher dient dazu, überschüssige Solarenergie zu speichern, die deine Photovoltaik-Anlage produziert, aber aktuell nicht benötigt wird. Besonders abends und in der Nacht, wenn die Sonne nicht scheint, kannst du so auf gespeicherte Energie zurückgreifen. Das hat mehrere Vorteile:

  • Höherer Eigenverbrauch: Du nutzt mehr von deinem selbst produzierten Strom und bist weniger auf Strom aus dem Netz angewiesen.
  • Unabhängigkeit vom Stromanbieter: Ein gut dimensionierter Speicher ermöglicht es dir, weniger Strom zuzukaufen.
  • Kostenersparnis bei einem dynamischen Stromtarif: Durch die Nutzung des gespeicherten Stroms vermeidest du hohe Strompreise in den Abendstunden.

Der Einsatz eines Stromspeichers kann also maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit deiner Photovoltaik-Anlage beitragen.

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Welche Speichergröße ist optimal für eine Photovoltaik-Anlage?

Die optimale Größe eines Stromspeichers hängt von deinem täglichen Stromverbrauch und der Leistung deiner PV-Anlage ab. Hierzu gibt es eine Faustregel: Die Kapazität des Speichers sollte etwa so groß sein, dass er deinen Tagesverbrauch abdeckt.

Um die richtige Größe des PV-Speichers zu berechnen, solltest du folgende Faktoren berücksichtigen:

  • Dein täglicher Strombedarf: Der durchschnittliche Stromverbrauch eines Einfamilienhauses liegt bei etwa 10 bis 12 Kilowattstunden pro Tag.

  • Speichergröße der PV-Anlage und Eigenverbrauch: Eine Photovoltaik-Anlage mit etwa 5 Kilowatt Peak (kWp) erzeugt an sonnigen Tagen durchschnittlich 20 bis 25 Kilowattstunden. Da Haushalte den meisten Strom morgens und abends nutzen, wenn wenig bis keine Sonne scheint, liegt der Eigenverbrauch des direkt genutzten PV-Stroms meist nur bei etwa 25 bis 30 Prozent. Der überschüssige Strom kann mithilfe eines Batteriespeichers gespeichert und später genutzt werden, um den Eigenverbrauch zu steigern und die Unabhängigkeit vom Netz zu erhöhen.

Als Orientierung empfiehlt sich ein Speicher mit einer Kapazität von etwa 4 bis 6 Kilowattstunden für kleinere Haushalte und 8 bis 10 Kilowattstunden für größere Haushalte mit einem höheren Energiebedarf. 

Ein PV-Speicher, der größer ist als die PV-Anlage, kann in speziellen Fällen sinnvoll sein, etwa wenn eine besonders hohe Autarkie angestrebt wird, wie bei einem abgelegenen Ferienhaus. Dennoch sollte das Verhältnis zwischen Speichergröße und Anlagenleistung gut abgestimmt sein: Bei einer 5-kWp-Anlage und einem 20-kWh-Speicher würde die PV-Anlage kaum genug Strom erzeugen, um den Speicher zu füllen, was die Wirtschaftlichkeit beeinträchtigt. Die hohen Anschaffungskosten des Speichers lassen sich in solchen Fällen durch die eingesparten Stromkosten kaum ausgleichen.

Welche Speichergröße ist für ein durchschnittliches Einfamilienhaus geeignet?

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit einem Stromverbrauch von etwa 4.000 Kilowattstunden pro Jahr eignet sich ein Stromspeicher mit einer Kapazität von etwa 4 bis 8 Kilowattstunden. Diese Speichergröße ermöglicht es, den selbst erzeugten Strom zu speichern und in den Abendstunden oder bei schlechtem Wetter zu nutzen.

Falls du eine größere Familie hast oder viele stromintensive Geräte betreibst, könnte ein Speicher mit 8 bis 12 Kilowattstunden Kapazität sinnvoll sein. Hier einige allgemeine Richtlinien:

  • Single- oder Zwei-Personen-Haushalt: 4–6 Kilowattstunden
  • Familienhaushalt mit durchschnittlichem Stromverbrauch: 6–10 Kilowattstunden
  • Haushalt mit hohem Stromverbrauch: 10–12 Kilowattstunden

Durch diese Größenordnung kannst du eine Autarkiequote von etwa 70 bis 80 % erreichen, was bedeutet, dass du in diesem Umfang unabhängig vom Netzstrom bist.

Wie lange reicht ein 10-kW-Speicher bei einer Photovoltaik-Anlage?

Ein 10-kW-Speicher kann im Durchschnitt etwa ein bis zwei Tage deinen Energiebedarf decken, abhängig von deinem Verbrauch und den Wetterbedingungen. Bei einem durchschnittlichen Tagesverbrauch von 10 Kilowattstunden, wie er bei vielen Einfamilienhäusern vorliegt, reicht der Speicher also genau für einen Tag.

Das heißt:

Wenn die PV-Anlage an einem bewölkten Tag weniger Strom produziert, hast du durch den Speicher genug Energie für den nächsten Tag, ohne auf Netzstrom angewiesen zu sein. In den Wintermonaten, wenn die Sonneneinstrahlung geringer ist, kann ein größerer Speicher vorteilhaft sein, um auch in dunklen Monaten möglichst viel Solarenergie selbst zu nutzen.

Fazit: Die richtige Speichergröße für deine Photovoltaik-Anlage hängt von deinem Stromverbrauch und der Leistung deiner Anlage ab. Ein Speicher mit etwa 8 bis 10 Kilowattstunden Kapazität reicht für ein durchschnittliches Einfamilienhaus gut aus. Ein größerer Speicher ist sinnvoll, wenn dein Strombedarf höher ist oder du unabhängiger vom Netz sein möchtest. Mit der richtigen Speichergröße kannst du nicht nur deinen Eigenverbrauch erhöhen, sondern auch langfristig Energiekosten senken.

Die Inhalte dieses Beitrags werden mit großtmöglicher Sorgfalt recherchiert. Dennoch ist das Auftreten etwaiger Fehler nicht immer auszuschließen. Eine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität kann daher trotz eingehender Prüfung nicht übernommen werden.

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