
Die Küche ist ein Ort, an dem gekocht, gelacht und gelebt wird. Gebrauchsspuren sind da vorprogrammiert. Von Zeit zu Zeit solltest du daher die Küche streichen – damit dieser wichtige Raum stets in bestem Zustand ist. Ein neuer Anstrich verbessert das Erscheinungsbild und schützt gleichzeitig die Wände und Möbel vor Einflüssen wie Fett- und Wasserspritzern sowie Verschmutzungen. Erfahre mehr darüber, wie du deine Küche in neuem Glanz erstrahlen lässt und welche Schritte es dabei zu beachten gibt.
Materialien und Oberflächen: Darauf solltest du achten
Ganz gleich, ob du deinem Zuhause einen frischen Look verpassen oder deine Küchenmöbel einfach aufwerten möchtest: Die unterschiedlichen Materialien und Oberflächen benötigen individuelle Behandlung, um das beste Ergebnis beim Streichen der Küche zu erzielen. Küchenfronten beispielsweise sind oft aus Holz oder Kunststoff und benötigen eine spezielle Vorbehandlung.
Vor dem Streichen solltest du Küchenmöbel aus Holz abschleifen. Dadurch schaffst du eine Oberfläche, die guten Halt für die spätere Farbe bietet. Falls das Holz bereits ölbehandelt wurde, gestaltet sich der Lackiervorgang anspruchsvoller. In diesem Fall ist es wichtig, die Oberfläche besonders sorgfältig zu schleifen, da das eingezogene Öl sonst die Haftung der Holzfarbe beeinträchtigt.
Küchenmöbel aus Kunststoff zu streichen, ist etwas aufwändiger. Auch hier wird zuerst die gesamte Oberfläche geschliffen. Anschließend trägst du eine Grundierung auf. Bevor du die erste Farbschicht aufträgst, folgt ein Zwischenschliff. Ist die Farbe getrocknet, ist ein weiterer Zwischenschliff notwendig, bevor die abschließende Lackschicht aufgetragen wird.
Die passende Farbe verwenden
Gerade die Küche wird tagtäglich beansprucht. Die passende Farbe ist daher entscheidend, um die schönen Ergebnisse langfristig zu erhalten. Wähle den Lack entsprechend dem Material deiner Küchenmöbel:
- Acryllack: Er ist der robuste Allrounder unter den Farben. Ganz gleich, ob aus Holz, Kunststoff oder Metall – mit Acryllack lassen sich Küchenmöbel ganz einfach streichen und er trocknet schnell.
- Kreidefarbe: Auch mit Kreidefarbe verpasst du verschiedenen Oberflächen mühelos einen neuen Anstrich. Sie eignet sich besonders gut fürs Streichen von furnierten Küchenmöbeln. Beachte jedoch, dass diese Farbe durch eine zusätzliche Schicht Klarlack geschützt werden muss.
- Fliesenlack: Für sehr glatte Oberflächen wie Fliesen gibt es spezielle Fliesenlacke. Damit lässt sich der Fliesenspiegel deiner Küche besonders gut streichen.
- Kunststofflack: Für Materialien wie PVC eignet sich ein spezieller Kunststofflack am besten. Dieser haftet auf leicht rauen Oberflächen besonders gut. Es ist daher ratsam, die Küchenmöbel aus Kunststoff vorher anzuschleifen.
Küche streichen – so gehst du vor
- Vorbereitung: Du kannst die Küchenmöbel streichen, ohne sie abzubauen. Klebe nur sorgfältig die Ränder ab, sodass du nicht versehentlich die angrenzenden Wände lackierst. Achte außerdem darauf, mit dem in Farbe getränkten Pinsel keine ungewollten Flecken an anderer Stelle zu hinterlassen.
- Schutzmaßnahmen: Decke die Arbeitsplatten mit einem Vlies ab, um sie vor Farbspritzern zu schützen. Montiere die Küchenfronten und Griffe ab. Alternativ kannst du sie auch abkleben.
- Reinigung: Putze deine Küchenmöbel an den zu bearbeitenden Stellen vor dem Streichen sorgfältig. Sie sollten frei von jeglichem Schmutz, Fett oder Schleifstaub sein.
- Schleifen: Um alte Lacke oder Unebenheiten zu entfernen, schleife die Oberflächen vor dem Lackieren gründlich ab.
- Werkzeugwahl: Verwende das passende Werkzeug. Für große Flächen eignen sich Lackrollen, wohingegen die schwer zu erreichenden Stellen am besten mit einem Pinsel gestrichen werden.
- Grundierung: Je nach Material trägst du zunächst eine Grundierung auf und lässt diese trocknen, bevor die Farbe aufgetragen wird.
- Farbauftrag: Trage eine erste dünne Schicht Farbe auf. Für eine gleichmäßige Verteilung lackierst du stets der Längsseite nach. Ist diese erste Schicht getrocknet, trägst du eine weitere Farbschicht auf. Gegebenenfalls ist eine weitere, dritte Lackierung nötig, um die gewünschte Deckkraft zu erzielen. So können auch feine Poren im Grundmaterial der Möbel gut gefüllt und abgedeckt werden.
Weitere Ideen für dein Küchen-Makeover
Ob ein neuer Anstrich oder Deko-Elemente: Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie du deine Küche renovieren und neu gestalten kannst. Wähle diejenigen, die am besten zu deinen persönlichen Bedürfnissen passen - und verwandle deine Küche in einen Raum, der zum Entspannen und Genießen einlädt.
- Küche folieren statt streichen: Statt sie neu zu streichen, kannst du deine alte Küche auch folieren. Das spart einerseits Zeit, weil das Schleifen wegfällt. Außerdem kannst du aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Mustern wählen – von Marmoroptik bis hin zu ausgefallenen Vintage-Mustern.
- Wände streichen: Eine neue Farbe an den Küchenwänden kann die Atmosphäre des Raums positiv beeinflussen. Während helle Wandfarben direkt für mehr Frische sorgen, strahlen dunkle Farben moderne Eleganz aus. Kräftige Farben kaschieren zudem fettige Flecken an den Wänden.
- Neue Griffe und Knäufe: Manchmal reicht bereits der Austausch von Schrankgriffen und -knäufen aus, um das Erscheinungsbild deiner Küche zu verändern. Wähle Griffe in modernem Design oder Vintage-Stil – je nachdem, welchen Look du bevorzugst.
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