
Schnell, unkompliziert und mit dem typischen Raucharoma: Das Grillen mit Holzkohle ist völlig zu Recht eine weit verbreitete Methode und gehört zur klassischen Grillsaison einfach dazu. In diesem Artikel erfährst du, wie das Holzkohle-Barbecue am besten gelingt, welche Tipps dir dabei helfen und was der Unterschied zum Grillen mit Briketts ist.
So viel Holzkohle brauchst du zum Grillen
Du möchtest dich auf deinen Grillabend optimal vorbereiten? Pauschal lässt sich die Frage nach dem „Wie viel” nicht beantworten – denn die Menge der Kohle hängt von der Größe des Holzkohle-Grills, den Personen und davon, wie lange du grillen möchtest, ab. In der Regel rechnest du aber mit etwa 1,5 bis 2 Kilo Kohle pro Grillvorgang. Wir geben dir ein Beispiel: Wenn du einen Kugelgrill mit 57 Zentimetern Durchmesser verwendest, reichen in der Regel zwei Kilo Holzkohle aus.
Wie grillt man mit Holzkohle: Tipps und Tricks
Das Grillen mit Holzkohle ist grundsätzlich auch für Anfänger*innen geeignet. Mit nur ein paar Fakten sowie Tipps und Tricks gelingt dir die ideale Zubereitung deines Grillguts:
- Anheizen: Achte darauf, deine Holzkohle richtig anzuheizen. Schichte sie dazu zu einer Pyramide und verwende einen Grillkohleanzünder.
- Anzündkamin: Ein Anzündkamin ist ein Metallbehälter, mit dem du Holzkohle oder Briketts schnell und gleichmäßig zum Glühen bringen kannst, bevor du sie in den Grill schüttest.
- Anfachen: Vor dem Grillen muss die Holzkohle vollständig durchglühen. Verwende ein Stück Pappe oder einen Blasebalg, um die Glut anzufachen, bis die Kohle heiß genug ist.
- Zeit: Behalte die Zeit im Auge. So braucht eine Ladung Kohle im Schnitt 20 bis 30 Minuten zum Durchglühen. Plane also genug Zeit ein, bevor du mit dem Auflegen des Grillgutes beginnst.
- Glutposter: Vor dem Grillen lohnt es sich, ein Glutpolster anzulegen, auf das später zusätzliche Kohle gelegt werden kann, um die Hitze aufrechtzuerhalten. Klopfe dafür die verbrannte Kohle nieder, bevor du das Grillgut auflegst. So entsteht ein gleichmäßiges Polster.
- Nachlegen: Nach etwa 30 Minuten legst du Kohle nach, wenn du den Grill weiter benutzen willst.
Der Sommer-Schmaus: So gelingen Fisch und Fleisch beim Grillen mit Holzkohle
Für jegliches Grillgut gilt: Lege es erst auf, wenn die Kohle flammenlos und weiß gefärbt ist. Die Luft sollte über der Kohle augenscheinlich vibrieren. Für sehr großes Grillgut eignen sich außerdem Briketts besonders gut. Wenn du Steak, Fisch oder Hähnchen mit Holzkohle perfekt auf den Punkt grillen möchtest, beachte zusätzlich folgende Hinweise:
- Steaks: Steaks sind am schnellsten fertig, deshalb grillst du für ein optimales Ergebnis am besten gleich zu Anfang oder zum Schluss und lässt sie am kühleren Rand des Grills ruhen.
- Forelle: Die Forelle grillst du bei mittlerer Hitze für ca. 15 bis 20 Minuten.
- Hähnchen: Das Hähnchen grillst du am längsten. Plane also genug Zeit ein. Hähnchenteile benötigen etwa 30 Minuten, ein ganzes Hähnchen bleibt sogar je nach Größe bis zu 90 Minuten auf dem Grill. Behalte zudem die Temperatur im Auge, am besten mit einem Thermometer. Lege das Hähnchen zuerst an den Rand, wo die Kerntemperatur um die 75 Grad Celsius betragen sollte. Für eine knusprige Kruste bewegst du es gegen Ende in die Mitte des Grills, wo üblicherweise 200 Grad Celsius herrschen.
Was ist besser zum Grillen: Holzkohle oder Briketts?
Die Wahl zwischen Holzkohle und Briketts hängt davon ab, wie und was du grillen möchtest, da beide ihre eigenen Vorteile bieten:
Holzkohle: Perfekt für schnelles Grillen kleinerer Portionen, da sie sich schnell entzündet und hohe Temperaturen erreicht – ideal für Steaks, Würstchen oder Gemüse.
Briketts: Optimal für langes, gleichmäßiges Garen von größeren Speisen. Sie brennen langsamer und sorgen für eine beständige Hitze – perfekt für große Fleischstücke oder ganze Hähnchen.
So kannst du je nach Grillvorhaben die passende Brennstoffart wählen.
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