Ducati 1198 und Termignoni – eine Verbindung, bei der es ausschließlich Gewinner gibt

Es ist leicht, das Herz eines Motorrad-Enthusiasten höherschlagen zu lassen. Hierfür reicht die Erwähnung der Markenbezeichnung Ducati aus. Was für Autofanatiker der Ferrari mit seiner einzigartigen Verbindung aus italienischer Eleganz und beeindruckenden Rennsporterfolgen bedeutet, stellt für Motorrad-Fans die Ducati dar.

Bei Ducati handelt es sich um ein 1926 in Bologna gegründetes Familienunternehmen. Im Jahr 1946 begann man bei Ducati, zusätzlich Motorräder zu produzieren. 1953 folgte die Aufteilung des Unternehmens in eine Elektrosparte, die Radioteile herstellte, die zum ursprünglichen Geschäft gehörten, und in eine Motorrad-Sparte.

Schnell machte sich Ducati durch technische Innovationen einen Namen. Ducati zählt zu den Pionieren, bei deren Fahrzeugen erstmalig eine als Königswelle bezeichnete Zwischenwelle die Nockenwellen antrieb. Der Gitterrohrrahmen der Ducati 851, der das zentrale Vierkantrohr ersetzte, stellte eine mutige Neuerung dar, die mit der Vorstellung der Ducati Monster, eines sogenannten Naked Bikes, eines Motorrads ohne Verkleidung, im Jahr 1983 zu einem herausragenden Erfolg wurde.

In den 70er-Jahren hatte Ducati den L-Twin-Motor entwickelt, einen Zwei-Zylinder-V-Motor mit einem liegenden und einem stehenden Zylinder. Dieser Motor erbrachte eine Leistung, die vor allem im Rennsport begeisterte und die man einem Zwei-Zylinder-Motor in Fachkreisen bisher nicht zugetraut hatte. Zu dieser beachtlichen Leistung trug die Desmodromik bei. Bei dieser Bauart zwingt eine zweite Nocke auf der Nockenwelle die Ein- und Auslassventile in die Ausgangsposition zurück, was man vorher durch einen Federmechanismus bewirkte. Mit dieser Innovation errang Ducati im Jahr 2003 erstmalig den Grand-Prix-Sieg in der Motorrad-Weltmeisterschaft, dem noch viele weitere folgten.

Welche Rolle spielt Termignoni in diesem Zusammenhang?

Bei Luigi Termignoni handelt es sich um einen Ingenieur und Mechaniker, der 1969 eine speziell auf die Motorräder von Honda, Kawasaki und Ducati ausgerichtete Werkstatt eröffnete. Von seiner Leidenschaft für Motorräder und den Rennsport getrieben, begann er, Tuningsätze zu entwickeln. Als einer der Vorreiter in Italien schaffte Termignoni 1971 einen Rollenprüfstand an. Dieser ermöglichte es ihm, jederzeit zu überprüfen, welchen Erfolg seine Tuningmaßnahmen hatten. Bald darauf spezialisierte er sich auf Auspuffsysteme zur Leistungssteigerung.

Termignoni produzierte erstmalig einen Schalldämpfer für Auspuffanlagen, der komplett aus Aluminium bestand. Von Termignoni getunte Motorräder gewannen ab 1988 sechzehn World Superbike-Meisterschaften, zehnmal das MotoGP-Rennen, zweimal die Rallye Paris-Dakar und einmalig die Rallye Raid World Championship.

Was zeichnet eine Ducati mit einem Termignoni-Auspuff aus?

Termignoni-Auspuffanlagen nutzt man, um aus dem L-Twin noch mehr Leistung herauszukitzeln. Die zahlreichen Siege bei Weltmeisterschaften gelten als eindeutige Beweise für den Erfolg.

Wo sind Termignoni-Teile erhältlich?

Das Sortiment von eBay beinhaltet sämtliche Auspuff-Modelle für jede Ducati-Maschine.