Eine Rückschlagklappe dirigiert den Wasserfluss

Leitungen und Rohre werden überall dort verwendet, wo Flüssigkeiten oder Gase von einem Ort zum anderen geleitet werden müssen. Besonders, wenn die Pumpe abgeschaltet wurde, folgt gepumptes Wasser seinen eigenen Regeln. Gegen den unkontrollierten Rückfluss hilft eine Rückschlagklappe, die Schaden verhindert und das Wasser in die gewünschte Richtung leitet und einen Rücklauf verhindert.

Wo kann ich ein Rückschlagventil einsetzen?

Grundsätzlich kann und sollte man ein solches Ventil immer dann einbauen, wenn eine Flüssigkeit durch eine Pumpe bewegt wird. Damit Heizwasser auch da ankommt, wo es soll, nämlich im Heizkörper, können Sie den Weg zurück in den Boiler mit einer Rückschlagklappe versehen. Generell empfiehlt es sich, alle Wasserleitungen mit solch einem Ventil auszustatten. Nicht nur Privatanwender haben Bedarf an solch einem Ventil. Auch und gerade im industriellen Bereich ist es essenziell, den Fluss von Gasen und Flüssigkeiten zu kontrollieren und ein Rückschwemmen zu verhindern. Auch in Industrie-Klimageräten sind sie sehr häufig zu finden.

Wie ist die Funktionsweise einer Rückschlagklappe?

Eine Rückschlagklappe oder auch Rückschlagventil funktioniert ganz simpel dadurch, dass der Rückfluss selbst den Weg verstopft. Dabei existieren unterschiedliche Bauformen. Die einfachste ist das Tellerrückschlagventil, das auch in Fahrradreifen verbaut ist. Bei diesem presst der Luftdruck eine kleine Scheibe gegen die Öffnung und dichtet sie so ab. Dies ist bei größeren Ventilen allerdings nicht praktikabel, da eine solche Scheibe schnell zu schwer oder träge wird, um effektiv zu schließen. Eine andere Bauweise ist das Kugelrückschlagventil. Hier wird eine Kugel durch eine Feder gegen die Öffnung gepresst. Fließt Wasser oder Gas, wird die Kugel weggedrückt und öffnet den Weg. Sinkt der Druck wieder, verschließt die Kugel die Öffnung sofort. Von der anderen Seite kann nichts mehr hindurchströmen.

Wieso sind Rückschlagventile manchmal nicht vollkommen dicht?

Bei thermischen Anlagen wie Warmwasser-, Heizungs- oder Lüftungsanlagen sind die Ventile nur darauf ausgelegt, einen größeren Austausch in die falsche Richtung zu unterbinden. Ganz dicht sind sie jedoch nicht. Der Grund dafür liegt darin, dass sich das Fließmaterial durch die Wärmeunterschiede ausdehnen und zusammenziehen kann. Dadurch entsteht bei Stillstand ein teilweise erheblicher Druckunterschied. Damit sich dieser ausgleichen kann, ohne Geräte und Dichtungen zu beanspruchen, wird dem Medium erlaubt, in geringen Mengen das Ventil zu passieren. Während Gase noch komprimierbar sind, ist dies bei Flüssigkeiten nicht der Fall, sodass im schlimmsten Fall Dichtungen gesprengt werden könnten, wenn ein anderweitiger Ausgleich nicht möglich ist. Daher ist eine vollständige und hermetische Abdichtung durch ein Rückschlagventil nicht erwünscht und wäre sogar absolut kontraproduktiv.