Mercedes 600 W100: Einstiges Präsentationsfahrzeug von Daimler

Im Laufe der Firmengeschichte brachte Mercedes Benz eine Reihe von Automodellen auf den Weg, die schnell einen Kultstatus erreicht haben und auch heute noch ausgesprochen beliebt sind. Eines der bekanntesten Modelle war der Mercedes 600 W100. Heute ist er überwiegend nur noch als Mercedes 600 bekannt. Die Bezeichnung W100 trug das Fahrzeug lediglich intern. Noch immer ist er bei Oldtimerfreunden und Sammlern sehr beliebt. Dabei findet er insbesondere bei Modellfahrzeugsammlern großen Anklang. Die Modellfahrzeuge gibt es heute in verschiedenen Maßstäben. Seine Blüte erlebte das Modell in den 1960er- und 1970er-Jahren, als es zusehends als Staats- und Repräsentationsfahrzeug verwendet wurde.

Wer hat den Mercedes 600 entwickelt?

Heute ist der Mercedes 600 W100 als Modell kaum mehr wegzudenken. Seine Entwicklung übernahm einst Fritz Nallinger. Nallinger galt bei dem Autohersteller als führender Entwickler und hatte es sich zum Ziel gemacht, mit diesem Modell ein Fahrzeug zu entwickeln, das auf dem aktuellen Stand des technisch Möglichen war. Die daraus resultierenden technischen Innovationen waren beachtlich. Der W100 kam mit Luftfederung und Servolenkung auf den Markt. Außerdem besaß er ein Automatikgetriebe und wurde als eines der ersten Fahrzeuge mit Servobremsen ausgestattet. Ursprünglich sollte dieses Modell auch noch einen verlängerten Radstand besitzen. Trotz der vielen technischen Innovationen, die in diesem Auto vereint wurden, blieb der 600 für den Hersteller ein Zuschussgeschäft.

Was zeichnete den Mercedes 600 optisch aus?

Aus optischer Sicht gehörte der Mercedes 600 zu den Perlen seiner Zeit. Die lang gezogene Motorhaube gehörte dabei zu den Stil gebenden Elementen. Von Anfang an wirkte der W100 ausgesprochen edel und wertig. Das unterstrich schließlich den hohen Preis. Als der 600 nach langer Entwicklungszeit im Jahr 1964 endlich den Sprung auf den Markt schaffte, lag der Preis für das Fahrzeug bei 56.500 Euro. Die Formfindung konnte schon vier Jahre vorher abgeschlossen werden, wobei 12 Varianten auf eine Probefahrt geschickt wurden.

Welche Karosserievarianten gab es?

Suchen Sie den Mercedes 600 W100 in sonstige Oldtimer-Accessoires, werden Ihnen rasch verschiedene Karosserievarianten auffallen. Mercedes Benz hat dieses Fahrzeug mit unterschiedlichen Karosserien versehen. Die wohl bekannteste Variante ist die viertürige Limousine. Sie maß in der Länge 5,54 Meter und war fast 2 Meter breit. Die Pullmann-Variante war dagegen schon deutlich größer. Sie maß 6,24 Meter in der Länge und wurde als sechstürige Variante gebaut. Für viele Menschen entwickelte sich die Pullman-Variante im Laufe der Zeit zu der wohl bekanntesten Staatskarosse, die es gab. Es gibt diese Karosserie-Grundform auch noch als offene Variante, die als Pullman-Landaulet in die Geschichte einging.