Karmann Ghia – klassischer Oldtimer mit sanften Rundungen

Der Karmann Ghia ist ein klassischer Oldtimer, dessen Name an Italien erinnert. Tatsächlich ist der Karmann Ghia ein deutscher Wagen, der in zwei Typen in Deutschland, genauer in Osnabrück und Rheine, gebaut wurde. Die runden Formen dieses Klassikers haben ihren Ursprung wahrscheinlich in Italien, obwohl möglicherweise auch Designer in den USA den Entwurf beeinflussten. Der schwache Motor des Wagens brachte ihm den Spitznamen Hausfrauen-Porsche und Sekretärinnen-Ferrari ein. Die Produktion in Serie begann 1955. Heute ist der Karmann Ghia ein beliebter Oldtimer, dessen Ersatzteile gefragt sind. Neben dem Wagen selbst finden Sie bei eBay Karmann Ghia in Oldtimer-Karosserieteile, Karmann Ghia in Oldtimer-Innenausstattungen sowie Karmann Ghia in Oldtimer-Motoren, -Getriebe & -Achsen. Darüber hinaus erhalten Sie Karmann Ghia Pkw-Modelle.

Wie entstand der Karmann Ghia?

Der Karmann Ghia ist ein Produkt des Automobil- und Karosseriebauherstellers Wilhelm Karmann GmbH. Der Generaldirektor von Volkswagen, Heinrich Nordhoff, hatte bereits 1951 mit Wilhelm Karmann über einen Sportwagen auf Käferbasis gesprochen. Erste Entwürfe ähneln stark dem Käfer. Italienisches Design aus Turin beim Prototyp begeisterte Karmann und Nordhoff 1953 jedoch so sehr, dass sie den Wagen spontan absegnen. Das erste Auto vom Typ 14 lief 1955 in Osnabrück vom Band. Die runden Formen der Karosserie wurden ursprünglich dem Italiener Luigi Segre zugeschrieben, der die Karosserie als Mitarbeiter der Carrozzeria Ghia in Turin entworfen haben soll. Tatsächlich schufen Felice Mario Boano und sein Sohn Gian Paolo das ikonische Design. Dabei ließen sie sich von einem Prototyp inspirieren, den Vigil Exner für Chrysler angefertigt hatte. Obwohl der Typ 14 nur einen Motor mit 30 PS hatte, wurde der Wagen ein Erfolg. Die Stärke des Motors belegt die Nähe zum Käfer, hat also mit einem Sportwagen nichts zu tun. Neben Werken in Osnabrück und Rheine entstand der Wagen in zahlreichen Produktionsstätten auf der ganzen Welt, unter anderem in Japan, USA und Brasilien.

Was ist der Unterschied zwischen Typ 14 und Typ 34?

Die Technik des Typ 14 stimmt fast genau mit dem VW Käfer überein. Deshalb wird dieser Wagen auch kleiner Karmann Ghia genannt. Der große Karmann Ghia dagegen basiert auf dem Modell des VW 1500/1600 und ging 1961 in Serienproduktion. Daneben gab es noch den Typ TC (Touring Coupé), der allerdings nur in Brasilien gebaut wurde und in Europa kaum bekannt ist. Der große Karmann Ghia war meist ein Coupé-Sportmodell mit zwei oder vier Sitzen und hatte Heckantrieb. Der Motor leistete 45 oder 54 PS. Seine 6-Volt-Elektrik wurde 1966 auf 12 Volt umgestellt. Zur gleichen Zeit stattete man die Vorderräder mit Scheibenbremsen aus.