Heinrich Kobalt – klassisches Porzellan aus deutscher Herstellung

Fast jeder kennt jemanden, der sich für Porzellan begeistert und es vielleicht sogar sammelt. Waren das früher immer eher alte Frauen, begeistern sich heute auch wieder junge Menschen für Porzellan. Dabei muss es nicht unbedingt so altmodisch aussehen wie noch vor einigen Jahren – manche Menschen möchten auch bei ihrem Porzellan ihre Modernität zeigen. Aber nicht wenige begeistern sich für Porzellan im alten Stil, das etwas moderner wirkt als das wirklich alte Porzellan, aber trotzdem noch genügend Erinnerungen an die Vergangenheit weckt. Eine der Linien, die sich in diesem Trend großer Beliebtheit erfreuen, ist die Kobalt-Linie von der bayrischen Firma Heinrich. Dabei gibt es natürlich die unterschiedlichsten Porzellanstücke, von Tellern über Tassen und Untertassen bis hin zu Teekannen und Serviertellern. Zudem sind auch die Stücke in dieser Linie nicht unbedingt auf einen einheitlichen Stil festgelegt, sodass hier noch immer viele Geschmäcker bedient werden.

Wie sieht das Geschirr aus der Heinrich Kobalt Serie aus?

Wie der Name schon vermuten lässt, eint das Geschirr aus der Serie Kobalt von Heinrich vor allen Dingen die verwendete kobaltblaue Farbe. Einige Geschirrstücke werden auch damit beworben, dass sie mit echtem Kobaltblau bemalt worden sind. Das soll wohl darauf hindeuten, dass der Farbstoff nicht synthetisch hergestellt worden ist, sondern aus abgebauten Erzen gewonnen worden ist, wie es schon in der Antike möglich war. Zudem ist zum Verständnis des Heinrich Kobaltblau Geschirrs ein wenig Hintergrundwissen zu Heinrich von Nöten. Franz Heinrich gründete das Unternehmen in Selb im Jahre 1896 und baute es bald aus, sodass es in der Blütezeit des Porzellans zu den drei Unternehmen gehörte, die für fast die Hälfte der deutschen Porzellanproduktion verantwortlich waren. Auch heute besteht das Unternehmen noch und ist inzwischen Teil des Firmenverbandes von Villeroy & Boch – dem Traditionshersteller mit dem bekannten Markennamen. Das Geschirr aus der Kobalt-Serie von Heinrich sieht dabei recht klassisch aus. Es ist weiß mit blauen Blumen – neuere Generationen verzichten zum Teil auch auf die blauen Blumen und arbeiten mehr mit Linien.

Welche Ausnahmen gibt es von dieser Regel in der Heinrich Kobalt Serie?

Wie bereits beschrieben, ist der größte Teil des Porzellans in der Heinrich Kobalt Serie überwiegend weiß. Davon weichen natürlich auch einige Teile ab, die als Grundfarbe das Kobaltblau haben. Das sind zum Beispiel einige Blumenvasen, aber auch andere Teile. Es ist gut vorstellbar, dass diese Teile ursprünglich einmal deutlich teurer waren als die anderen Geschirrstücke von Heinrich – schließlich war Kobaltblau in der Herstellung deutlich teurer als Weiß.