Zinngefäße und Gesundheitsrisiko

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Zinngeschirr war früher übliches Geschirr für die Nahrungsuafnahme. Auch heute noch kann man bedenkenlos von Zinngeschirr essen und trinken. Es ist dabei nur folgendes zu beachten:

Für Zier- und Gebrauchsgegenstände wurde und wird Zinn mit Blei gestreckt. Der Bleianteil kann dabei bis zu 40,0% betragen. Dieses Geschirr ist für Nahrungsmittel selbstverständlich nicht geeignet.

Wenn NICHTS auf dem Zinngeschirr über den Reinheitsgehalt vermerkt ist, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass Blei in nicht unerheblicher Menge beigemischt ist.

Zinngeschirr mit einem Zinngehalt von mindestens 93,0% sind lebensmitteltauglich. Dieses Zinngeschirr ist zumeist wie folgt gekennzeichnet:

"Reinzinn" oder "reines Zinn": Bedeutet, mindestens 93,0% Zinn, jedoch nicht zwingend 100,0%
"Lebensmittel-Zinn"
"93%" (oder höher)
Auch nur die bloße Zahl "93" weist auf den Reinheitsgehalt hin.



Da die Lebensmitteleignung ein herausragendes Qualitätsmerkmal ist, verzichtet so gut wie kein Hersteller darauf, seine Reinzinnprodukte deutlich zu kennzeichnen. Im Umkehrschluss darf man also zu recht vermuten:"Keine Qualitätsangabe - kein Reinzinn"

Es ist ein ernster Verstoß gegen das Lebensmittelgesetz, verbleites Zinngeschirr mit einem der o.g. Qualitätsmerkmale zu versehen (auch das bloße Anbringen der Zahl "93" ohne Bezug ist untersagt).
Auch wer Reinzinngeschirr abformt und abgießt, ist verpflichtet, etwaige mitkopierte Qualitätsangaben zu entfernen.
Deswegen darf hier - mit einiger Vorsicht - vermutet werden: "Qualitätsangabe drauf - Reinzinn drin".
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