Verbesserungsvorschlag des Bewertungssystems bei eBay

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Hallo eBay-Community,
 
ich bin erneut unzufrieden mit den Lücken der Plattform!
 
In diesem Fall geht es um die Bewertung eines Käufers. Dies ist dementpsrechend kein richtiger Ratgeber, sondern eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Bewertungssystem.
 
Negative Bewertungen von Käufern sind seit einiger Zeit nicht mehr möglich. Es besteht jedoch die Möglichkeit mit einer positiven Bewertung die anderen Mitglieder vor dem "betrügenden" Mitglied zu warnen, indem man den Text entsprechend gestaltet.
 
Problem ist jedoch, dass das betreffende Mitglied sein Bewertungsprofil als "privat" anlegen kann, so dass die Bewertungskommentare von anderen Nutzern nicht eingesehen werden können.
Entsprechend kann man den betrügerisch vorgehenden Käufer nicht "markern" und somit seine zukünftigen Transaktionspartner warnen - da seine Bewertungen ja alle positiv sind, auch wenn der Kommentar was anderes aussagt!
 
Es wäre wirklich sinnvoll diese Lücke zu schließen!
 

Dieses Vorgehen von eBay, das Käufer von Verkäufern nicht mehr negativ bewertet werden können, ist ein Resultat dessen, dass Käufer vor einer "Rachebewertung" im Falle einer negativen Bewertung fürchteten und deshalb den Verkäufer entweder gar nicht oder positiv bewertet haben, trotz vorhanden gewesener Probleme.
Was wir jetzt allerdings erleben, ist ein Umdrehen der Geschädigten-Position, keineswegs die Lösung des Problems. Der Käufer mit seiner benachteiligten Position und der Verkäufer mit seiner dominanteren Position, tauschen einfach die Plätze. Denn nun ist der Verkäufer benachteiligt und der Käufer, im Falle einer Nichtbezahlung im klaren Vorteil und kann nun seine "Rachebewertungen" nach Lust und Laune abgeben!

Ich weiß nicht, wer solch eine Lösung, wie sie jetzt gilt, entwickelt hat, aber sie setzt am vollkommen falschen Ende an.
 
Mein Verbesserungsvorschlag wäre wie folgt.
Zunächst die Zurücknahme der aktuellen Regelung zu der "alten" indem jeder jeden mit positiv, neutral oder negativ bewerten kann.
Als nächstes sollte man an der Ursache des Problems und nicht an der Folge ansetzen.
Dies ist hier die vernachlässigte Bewertung des Verkäufers, nachdem er das Geld des Käufers erhalten hat.
Der Ansatz ist einfach.
Der Verkäufer soll dazu gebracht werden, den Käufer nach der Zahlung zu bewerten. Dies kann z.B. durch eine Verzögerung der gegenseitigen Bewertung des Käufers geschehen, in der Gestalt, dass der Käufer ERST nach der Bewertung des Verkäufers bewerten kann. Diese Regelung setzt keine falschen Anreize und hat keine - nicht lösbaren (dazu später)- Nebenwirkungen! Der Verkäufer hat sein Geld erhalten und demnach steht der positiven Bewertung des Käufers nichts im Weg. Nach der Bewertung des Käufers durch den Verkäufer, wird für den Käufer erst die Möglichkeit eröffnet, den Verkäufer zu bewerten.
Bei diesem Vorgehen hat der Verkäufer einen Anreiz den Käufer zu bewerten, da seine eigene Bewertung davon abhängt. Der Käufer braucht hier keine Angst mehr vor "Rachebewertungen" zu haben, da der Verkäufer bereits bewertet hat.
Auf ein kleines Problem bei diesem Vorgehen möchte ich noch eingehen.
Die Möglichkeit der Bewertungsabgabe durch den Käufer, im Falle eines Nichterhalts der Ware oder anderer Probleme, bei denen der Verkäufer, sich seines Verschuldens bewusst, die Bewertung nicht abgibt und damit die Bewertungsmöglichkeit des Käufers nicht gegeben ist.
Das Problem kann mit dem aktuellen Dienst der Problemklärung gelöst werden.
Trifft solch ein Fall ein, so hat der Käufer nach einer festgesetzten Frist z.B. 14 Tage, die Möglichkeit das Problem zu melden. Dem Verkäufer wird die Möglichkeit eingeräumt, darauf zu reagieren. Reagiert dieser nach einer bestimmten Frist nicht, so wird die Bewertungsmöglichkeit des Käufers auf diese Weise frei geschaltet und er kann den "betrügerischen" Verkäufer entsprechend bewerten. Die Frage des verlorenen Geldes lässt sich allerdings so, wie auch aktuell bei Überweisungen, nicht klären. Daher stellt dies keine Verschlechterung der Konditionen, sondern den Erhalt des status quo in diesem Zusammenhang dar.
 
Damit wäre das aktuelle Problem, der Verschleierung negativer Bewertungen aus der Welt.
Die privaten Bewertungen der Mitglieder können aufrecht erhalten werden und der negative Anreiz, der aus der Ausblendung der Kommentare resultiert, ist nicht mehr vorhanden.
Die Vorgehensweise ist, meiner Meinung nach, leicht umsetzbar und ein Vorteil für ALLE Beteiligten - ausser für Betrüger :)
 
Bei eBay besteht darüber hinaus die Möglichkeit Ergänzungskommentare zu den abgegebenen Kommentaren zu schreiben, so dass Unwahrheiten relativiert werden können. Unwahre oder glatt gelogene Bewertungen können im äußersten Fall gerichtlich entfernt werden lassen.
 
 
Anschließend zu Großanbietern, die ihre Bewertungen aufgrund ihrer Größe nur automatisiert, als Antwort auf eine erhaltene Bewertung abgeben können.
Es ist so, dass diese Anbieter meist ein Kaufabwicklungssystem wie afterbuy benutzen, welches automatisch den Erhalt des Geldes erkennt.
Dies ist bereits die Lösung. Nach Erhalt des Betrages, gibt das System automatisch eine Bewertung ab. Der einzige Unterschied besteht nur darin, dass die Bewertung nach Gelderhalt und nicht als Reaktion auf eine erhaltene Bewertung abgegeben wird.
 


Ich freue mich auf Eure, hoffentlich konstruktiven Kommentare.
 
Paul

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