Tipps zur Auswahl von Kompletträdern

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Einkaufsleitfaden für Kompletträder

Der Kauf von Kompletträdern für einen Pkw hat einige Vorteile gegenüber dem Einzelkauf von Rädern und Felgen. Der erste Vorteil besteht darin, dass die Kompletträder im Allgemeinen preisgünstiger sind. Dies ist vor allem deswegen der Fall, weil der Kaufpreis beim Einzelkauf von Rädern und Felgen zu zusätzlichen Kosten für Montage und Wuchten führt. Die Bestellung der einzelnen Elemente beinhaltet zudem Extrakosten für Ventile und weitere Kleinteile, die zur Befestigung benötigt werden. Beim Kauf von kompletten Rädern ist es hingegen möglich, die Produkte selbst zu montieren. Falls ein gebrauchter Felgensatz vorhanden ist, können gegebenfalls neue Reifen aufgezogen werden oder der Felgensatz kann weiter verkauft werden. Jetzt online die passenden Reifen kaufen.

Welche Informationen Sie für die Räderwahl benötigen

Bei der Auswahl von Kompletträdern müssen Sie jedoch darauf achten, dass Sie sich für das geeignete Modell entscheiden, da die Räder nicht auf jeden Pkw zu montieren sind. Hier spielt nicht nur die Art der Befestigung eine Rolle, sondern auch die verwendete Größe. Zollangaben über Breite und Tiefe müssen berücksichtigt werden, damit die Räder auch genau passen. Von zahlreichen Markenfabrikaten bis zu speziellen Kennzeichnungen hinsichtlich Winterbereifung, Sommerrädern usw. gibt es ein vielfältiges Sortiment von Kompletträdern.

Verschiedene Fabrikate bei Kompletträdern

Bis Anfang des Jahres 2000 gab es in zahlreichen Fahrzeugpapieren noch eine eindeutige Vorgabe von Reifenherstellern, die für das jeweilige Fahrzeug zugelassen waren. Sowohl die Auto- und Reifenhändler als auch Privatleute mussten sich an diese festgeschriebenen Fabrikate halten. Im Anschluss an ein europäisches Bewerteverfahren wird bei Neuwagen seit dem 1. März 2000 auf diese Eintragungen verzichtet. Die in älteren Fahrzeugscheinen eingetragene Fabrikatsbindung hat rechtlich gesehen keine Gültigkeit mehr, sondern wird lediglich als Empfehlung betrachtet. Der Halter des Fahrzeugs muss jedoch sicherstellen, dass sein Pkw sicher ist und durch die verwendeten Reifen, falls diese nicht empfohlen wurden, auch verkehrssicher bleibt. Ohne ein sachkundiges Unbedenklichkeitsgutachten bzw. eine kompetente Beratung handelt er fahrlässig.

Eintragungen im Kfz-Schein

Mit einem Blick in den Kfz-Schein sieht der Fahrzeughalter die relevanten Daten zu den Reifen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Die Angaben sind bei den Ziffern 20 bis 23 zu finden. Dabei beziehen sich die Zahlen auf die Reifendimension, die pro Achse angegeben wird, auf die Tragfähigkeit, die maximale Geschwindigkeit sowie gegebenenfalls auf verstärkte Reifen, die beispielsweise bei Kleinbussen oder Kombis verwendet werden. Unter Ziffer 33 gibt es weitere Angaben zur Möglichkeit der Bereifung sowie Angaben zu den Dimensionen von Leichtmetallrädern. Bevor neue Räder gekauft oder bestellt werden, sollten die Interessenten die ausgewählten Kompletträder mit den Daten im Kfz-Schein vergleichen. Nur wenn die Dimensionen übereinstimmen, können die Räder ohne Bedenken gekauft und montiert werden. Falls dies nicht der Fall sein sollte, benötigen Sie ein Unbedenklichkeitsgutachten, um die Räder, die Sie ausgesucht haben, verwenden zu können. Dieses Gutachten ist im Allgemeinen relativ einfach zu bekommen.

Unbedenklichkeitsbescheinigung für neue Kompletträder

Falls Sie andere Räder montieren möchten als diejenigen, die im Kfz-Schein eingetragen wurden, benötigen Sie eine entsprechende Unbedenklichkeitsbescheinigung. Diese ist entweder beim Fahrzeughersteller oder im Reifenfachhandel erhältlich. Sobald Sie die Bescheinigung vorliegen haben, dürfen die Räder montiert werden. Auch ohne Eintragung in die Kfz-Papiere entspricht das Fahrzeug den Vorschriften. Es ist vorteilhaft, das Dokument bei den Fahrzeugpapieren unterzubringen, die man als Fahrzeughalter ständig mit sich führt. Eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht. Die Unbedenklichkeitsbescheinigung für Autoreifen gehört mit zu den Teilegutachten, die für besonderes Zubehör an Pkw benötigt werden. Neben Rad-Reifen-Kombinationen zählen Gutachten für Anbauteile wie Spoiler, für Fahrwerkteile sowie für Tuning dazu. Die TÜV-Teilegutachten bieten Sicherheit beim Fahren und zeigen an, dass das Fahrzeug verkehrssicher ist.

Teilegutachten für Räder

Die Teilegutachten für Räder bescheinigen dem Fahrzeughalter, dass auch andere Dimensionen als diejenigen, die in den Fahrzeugpapieren angegeben sind, verwendet werden dürfen. Dies bezieht sich sowohl auf den Durchmesser der Räder als auch auf die Breite und die Einpresstiefe. Bei den Gutachten wird spezielles Augenmerk darauf gerichtet, dass festgelegte Werte nicht überschritten werden. So bleibt der Pkw verkehrssicher und die Reifen weichen nur in geringem Maß von der serienmäßigen Bereifung ab. Weitere Auflagen, die bei der Erstellung des Gutachtens zu berücksichtigen sind, können teilweise durch Rücksprache mit dem Autohersteller geklärt werden. Falls sich der Fahrzeughalter unsicher ist, kann er beim Hersteller oder direkt beim TÜV nachfragen, um spätere Probleme zu vermeiden.

Kompletträder auswählen

Vor der Auswahl der Räder müssen natürlich einige Fragen geklärt werden: Werden Winterreifen, Sommerreifen oder etwa Ganzjahresreifen benötigt. Wie sieht es mit den Felgen aus? Sollen es robuste Stahlfelgen oder eher sportliche Alufelgen sein? 

Die Unterschiede zwischen Sommer-, Winter- und Ganzjahresrädernreifen

Sommerreifen werden so konstruiert, dass sie dem Fahrzeug bei wärmeren Temperaturen, bei Trockenheit und auch bei Nässe den optimalen Halt auf der Fahrbahn bieten. Dazu sind Sommerreifen mit einem speziellen Profil ausgestattet, welches die Nässe der Fahrbahn schnell wieder vom Reifen ableitet. In diesem Zusammenhang wird auch häufig vom „Wischkanteneffekt“ gesprochen. Zugleich verfügen Sommerreifen im Gegensatz zu Winter- und Ganzjahresreifen über eine deutlich geringere Anzahl an Lamellen, denn diese sind bei Eis und Schnee für die gute Bodenhaftung wichtig. Falls Sie diese Witterungsbedingung bändigen möchten, finden Sie bei eBay eine Vielzahl von Winterreifen mit Felgen.

Auch sehr interessant ist die Technologie des Runflat Reifen, die auch unter der Bezeichnung Self Supporting Tires bekannt sind und bei einer Reifenpanne durch verstärkte Flanken auch ohne Luft eine Strecke von etwa 80 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h zurücklegen können. Dadurch vermeiden Sie riskante Aktionen am Seitenstreifen und haben gegebenenfalls noch die Möglichkeit zur Werkstatt Ihres Vertrauens zu fahren.

Weitere Unterschiede liegen in der Zusammensetzung

Ein weiterer Unterschied der Sommerreifen zu Winter- und Ganzjahresreifen liegt in der Zusammensetzung selbst. So enthalten die Sommerreifen einen besonders geringen Anteil an Naturkautschuk, wodurch das Material wesentlich härter ist. Das sorgt bei warmen Temperaturen für eine optimale Bodenhaftung. Bei kalten Temperaturen würde das Material zu stark aushärten, sodass die notwendige Elastizität für eine gute Bodenhaftung verloren gehen würde. Deshalb werden Winterreifen aus einem deutlich weicheren Material hergestellt. Der Unterschied ist so deutlich, dass Käufer ihn auch selbst fühlen können. Ganzjahresreifen sind im Vergleich zu Winterreifen nur etwas härter, aber merklich weicher als Sommerreifen.
Je nach Reifenmodell und Hersteller sind Sommerreifen durch die Materialzusammensetzung und das Profil bestens für Temperaturen zwischen zehn und 30 Grad geeignet. Die vorteilhaften Eigenschaften der Winterreifen zeigen sich hingegen bei deutlich kühleren Temperaturen, die etwa zwischen zehn Grad plus und 20 Grad minus betragen. Ganzjahresreifen werden hingegen so verarbeitet, dass sie bei allen Temperaturen gute Fahreigenschaften aufweisen, sodass je nach Wetterlage kein Wechsel der Winter- und Sommerreifen notwendig ist.

Sommerreifen dürfen durch die spezielle Materialzusammensetzung deutlich schnelleren Geschwindigkeiten ausgesetzt werden als Winterreifen. Wie hoch die zulässige Höchstgeschwindigkeit mit Sommerreifen ist, hängt allerdings nicht nur vom Reifen, sondern vom Fahrzeug selbst ab, sodass diese Angabe im Fahrzeugschein abgelesen werden kann.

Alufelge oder Stahlfelge?

In der Regel werden Felgen aus Stahl hergestellt. Dieses Material ist preisgünstig und widerstandsfähig. Kleinwagen und auch Fahrzeuge der Mittelklasse werden normalerweise mit Stahlfelgen ausgeliefert. Zum Schutz der Felgen werden diese mit einer Radkappe aus Kunststoff versehen. Dadurch werden die Räder nicht nur optisch aufgewertet. Die Radkappen schützen die Felge auch vor Kratzern und Schlägen. Im Schadensfall ist es auch deutlich günstiger anstelle der gesamten Felge nur die Radkappen austauschen zu müssen. Die Stahlfelgen eignen sich auch für schwierige Offroad-Strecken. Dem Material und der Attraktivität entsprechend liegen die Kosten für Stahlfelgen eindeutig niedriger als für Alufelgen.

Die Vor- und Nachteile von Alufelgen

Alufelgen sehen attraktiver und sportlicher aus, sind jedoch empfindlicher als Stahlfelgen. Daher werden sie zumeist für Sommerreifen verwendet, während die stabileren Stahlfelgen optimal für den Winter sind. Leichtmetallfelgen punkten durch ihr geringeres Gewicht. Dadurch kann das Gewicht an ungefederter Masse, das heißt von jenen Bauteilen des Fahrzeugs, die nicht durch die Stoßdämpfer abgefedert werden, verringert werden. Mittlerweile werden im Autobau aber immer leichtere Stähle eingesetzt, weshalb der Unterschied immer weiter abnimmt. Bei eBay können Sie auch Tiefbettfelgen kaufen, wodurch Ihr Auto definitiv zum Hingucker wird.

Ein Nachteil von Leichtmetallfelgen ist sicherlich ihre geringere Widerstandfähigkeit. Da die Leichtmetallfelgen nicht über den Schutz der Radkappe verfügen, sind sie empfindlicher gegenüber Kratzern und der dabei entfernte Lack kann die Korrosion fördern.

Mit gebrauchten Kompletträdern Geld sparen

Eine gute Möglichkeit, um beim Kauf von Kompletträdern Geld zu sparen, besteht darin, gebrauchte und runderneuerte Reifen zu kaufen. Hier sollte neben den Abmessungen vor allem auf ein ausreichendes Reifenprofil geachtet werden, damit die Gebrauchträder noch eine Weile genutzt werden können. Reifen sind in der Regel so konzipiert, dass sie einige physische Warnzeichen geben, die deutlich machen, dass ein neuer Satz notwendig ist. Generell gilt, dass das Profil nicht abgefahren sein darf. Wenn man eine Zehn-Cent-Münze nimmt, muss diese noch mehr als zur Hälfte im Profil verschwinden, damit dieses noch akzeptabel ist. Falls das Profil schließlich doch zu gering ist, ist es nicht nötig, dass der Verbraucher die Räder entsorgt. Häufig interessieren sich Reifenhändler für gebrauchte Kompletträder, auch wenn die Reifen nicht mehr gefahren werden können, sondern gewechselt werden müssen. Die Felgen sind trotzdem noch zu verwenden

Fazit

Wer neue Kompletträder für seinen Pkw kaufen möchte, muss sich zuerst darüber informieren, welches Fabrikat und welche Reifengröße er benötigt. Der Fahrzeughalter ist für die Verkehrssicherheit seines Wagens verantwortlich und die ist nur mit den richtigen Reifen gewährleistet.

 

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