Strampler oder Zweiteiler für ganz kleine Jungs: Vor- und Nachteile

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Strampler oder Zweiteiler für ganz kleine Jungs: Vor- und Nachteile

Ist das eigene Kind erst einmal auf der Welt, verändert sich für die Eltern eine Menge. Von nun an müssen Sie sich über Dinge Gedanken machen, an die Sie vorher noch nicht einmal gedacht haben. Ein sehr großes Thema ist natürlich die Babymode. Was sollen Sie Ihrem Baby wann anziehen? Gibt es Alternativen, die vielleicht auch noch den einen oder anderen Vorteil haben? Es existieren viele Fragen, mit denen Sie sich als Eltern auseinandersetzen müssen. Schließlich wollen Sie für Ihren Nachwuchs nur das Beste. Die Entscheidung, ob Sie sich nun für einen Strampler oder einen Zweiteiler entscheiden, kann Ihnen letztlich keiner abnehmen. Jedes dieser Kleidungsstücke hat seine Vor – und Nachteile. Generell sollten Sie das Thema Babymode aber mit der notwendigen Ernsthaftigkeit angehen. Auf was es wirklich ankommt, erfahren Sie im Folgenden.

Worauf müssen Sie bei Babymode achten?

Die Optik sollte bei der Babybekleidung nicht im Vordergrund stehen. Natürlich sehen Strampler, Zweiteiler und Co. im Idealfall auch gut an Ihrem Baby aus, aber es gibt andere Aspekte, die einfach wichtiger sind. In erster Linie muss die Kleidung für Ihr Baby passen. Das klingt im ersten Moment trivial. Die Realität sieht aber meist ein wenig anders aus. Denn oftmals wird die Kleidung für den Nachwuchs eine Nummer zu groß gekauft. Meist mit der Begründung, dass die Kinder sowieso noch hineinwachsen. Dem ist in den meisten Fällen zwar so, dennoch sind unpassende Arm- oder Beinlängen nicht optimal. Es sieht zum einen nicht besonders schön aus und zum anderen ist das Baby auf diese Weise auch in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Vor allem wenn die Kleinen zu krabbeln oder zu laufen beginnen, sollten Eltern darauf achten, dass die Kleidung richtig sitzt, damit Stolperunfälle vermieden werden. Neben dieser Tatsache wirkt sich zu große Kleidung auch vor dem Hintergrund des Gewichts des Kleidungsstückes aus, wenn auch nur geringfügig. Besonders bei Schlafanzügen, die speziell für den Winter dicker gefertigt sind, trifft dies zu.

Die richtige Kaufentscheidung treffen

Modische Accessoires haben an Babysachen nichts zu suchen. Egal, ob nun an einem Strampler oder an einem Zweiteiler. Kordeln oder Schnallen sind Gefahren, die schwere Verletzungen herbeiführen können. Zudem besteht die Gefahr, dass die Kleinen allzu leicht irgendwo hängen bleiben. Auch Schmucksteine sind an Baby-Sachen fehl am Platze. Kleine Kinder können viel schneller etwas kaputt machen, als Erwachsene denken. Ein anschließend notwendiger Neukauf ist nicht nur aus geld-, sondern auch aus aufwandstechnischen Gründen zu vermeiden. Des Weiteren besteht gerade bei, zum Teil spitz geschliffenen, Schmucksteinen konkrete Lebensgefahr, wenn solche in den Mund gelangen und verschluckt werden.

Natürliche Materialen bevorzugen

Babymode sollte weiterhin möglichst aus natürlichen Materialen sein. Dazu gehören unter anderem Baumwolle oder Seide. Entscheiden Sie sich hingegen für Kleidung aus Polyester, werden Sie ziemlich schnell feststellen, dass Ihr Nachwuchs vermehrt schwitzt. Versuchen Sie dies zu verhindern, da hierunter sowohl der Komfort Ihres Kindes als auch das Material selbst darunter leidet.

Leider sind in vielen Kleidungen unnötige Pestizide und chemische Substanzen zu finden. Aus diesem Grund muss jede Babykleidung vor dem Tragen unbedingt gewaschen werden. Dabei sollten Sie jedoch auf aggressive Waschmittel verzichten. Generell betrachtet kann es durch chemische Stoffe in den Kleidungsstücken zu schweren Allergien oder anderen Reizungen kommen. Oftmals treten Unverträglichkeitsreaktionen auf. Diese sind in ihrer Ausprägung auf der sensiblen Babyhaut sehr oft anzutreffen und werden in vielen Fällen nicht einmal als solche erkannt.

Second Hand ist auch eine gute Wahl

Nicht nur neuwertige Zwei- und Einteiler können für Sie bei der Kaufentscheidung von Interesse sein, sondern auch Secondhand-Kleidung. Diese ist zumeist nicht nur gut gepflegt, sondern hat auch noch einen weiteren Vorteil. Sie wurde schon mehrfach gewaschen. Entsprechend sind also keine schädlichen Stoffe mehr enthalten. Alternativ können Sie natürlich auch gleich Babybekleidung aus Naturtextilien kaufen. Diese Mode ist fast gar nicht belastet. Insgesamt sollten Sie bei dem Kauf von Babysachen noch ein wenig vorsichtiger sein, als bei Ihrer eigenen Kleidung.

Der Strampler als Klassiker unter den Schlafanzügen

Der Strampler ist immer noch das beliebteste Kleidungsstück für Mädchen und Jungen. Diese modische Erfindung ist nicht nur bequem und praktisch, sondern bietet Ihrem Kind eine Menge Bewegungsfreiheit.

Sie müssen bedenken, dass Babys besonders empfindlich auf Temperaturschwankungen reagieren. Der Körper eines kleinen Kindes kann noch nicht vollständig die eigene Körpertemperatur regulieren und anpassen. Babybekleidung hat unter anderem also die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es die Kleinen weder zu warm, noch zu kalt haben. Besonders in der Nacht bewegt sich Ihr Kind sehr viel. Ein Strampler kann nicht verrutschen und bedeckt zudem noch die Füße. Das ist besonders im Winter ein großer Vorteil.

Strampler aus Nicki-Material

Eltern entscheiden sich in den meisten Fällen für einen Strampler aus dem Nicki-Material. Hierbei handelt es sich um einen leicht dehnbaren gestrickten Stoff, den Hersteller bei Kinderkleidung gerne einsetzen. Ihr Baby profitiert von einem sehr angenehmen Gefühl auf der Haut. Der Stoff ist weich und sehr sanft. Durch die erwähnte Dehnbarkeit ist ein - ohnehin nicht empfehlenswerter - Kauf in einer falschen Größe obsolet. Die Flexibilität der Stoffstücke gewährleistet eine bemerkenswerte Anpassung. Sie sind durch ihre Strapazierfähigkeit die erste Wahl bei hoher Beanspruchung.

Vor allem im Winter ist dieses Material zu präferieren. Darüber hinaus bringt Nicki einen weiteren Vorteil mit sich. Der Stoff nimmt den Schweiß prima auf, sofern dies notwendig ist. Im Sommer hingegen ist ein Nicki-Strampler oftmals zu warm. Ihr Kind benötigt für diese Jahreszeit in der Regel ein Exemplar aus weniger dichtem Material, das besonders atmungsaktiv ist.

Knopfleiste im Windelbereich

Ein Strampler ist in vielen Fällen ideal, weil sich Ihr Kind ohne Einschränkung bewegen kann, ohne dass etwas zu eng ist oder kneift. Verfügt er über keine Knopfleiste im Windelbereich, ist dies nachteilig sowohl für das Kind als auch für Sie. Denn dann muss das Kleidungsstück jedes Mal vollständig ausgezogen werden, wenn Sie beispielsweise die Windel wechseln wollen. Leider gibt es noch nicht allzu viele Modelle mit einer solchen Knopfreihe. Wer aber wachsam die Augen danach aufhält, sollte keine Probleme haben, ein geeignetes Exemplar zu finden. Zumeist bezahlen Sie dafür zwar einen höheren Preis, allerdings wiegen die genannten Vorteile dies problemlos auf.

Vielseitig kombinierbar

Ein weiterer klarer Pluspunkt für den Strampler ist, dass dieser mit anderen Bekleidungselementen zum Über- oder Unterziehen kombiniert werden kann. Im Sommer ziehen Sie unter den Strampler nur einen Body. Im Winter kann er mit einem Jäckchen getragen werden. Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Möglichkeiten - seien Sie kreativ. Darüber hinaus ist der Strampler ein Kleidungsstück für Babys, das zu jedem Anlass getragen werden kann. Besonders in den ersten Lebensmonaten werden kleine Erdenbürger auf diese Weise angemessen eingekleidet.

Overall

Eine zusätzliche Form ist übrigens der Overall. Dieser verfügt über eine durchgängige Knopfleiste im vorderen Bereich. Sie trägt offenkundig dazu bei, dass das An- und Ausziehen noch einmal wesentlich schneller vonstattengehen kann. Dies kann sich gerade in den ersten Monaten bezahlt machen, wenn dieser Vorgang mehrmals am Tag wiederholt werden muss.

Zweiteiler generell eine bessere Alternative?

Mittlerweile gibt es eine Menge Zweiteiler für Jungen in unterschiedlichen Ausführungen. Die Varianten reichen von Nicki-Zweiteilern bis hin zu Modellen aus Jeans, die logischerweise eine weniger anschmiegsame Alternative darstellen. In den meisten Fällen besteht der Zweiteiler aus einer Hose und einem Shirt oder einer Jacke. Je nachdem für welche Saison der Zweiteiler sein soll, sind die Ausführungen kurz oder lang. So können kleine Jungs in der warmen Jahreszeit beispielsweise in eine kurze Hose und ein T-Shirt schlüpfen. Für den Winter hingegen bestehen die Sets meist aus einem langen Pendant und einem entsprechenden Shirt oder einer Jacke.

Das Schöne an einem Zweiteiler sind die unbegrenzten, internen Kombinationsmöglichkeiten. Sie können zwischen zahlreichen Designs dasjenige auswählen, das Ihnen am besten gefällt. Alternativ können Sie mit Ihrem Kind, sofern es schon im entsprechenden Alter ist, gemeinsam einkaufen gehen und dessen Meinung mit einbeziehen.

Vorteile beim Wickeln

Beim Wickeln macht sich ein Zweiteiler noch besser als ein Strampler mit Knopfleiste. Während Sie bei einem Strampler aufgrund der wenigen Modelle mit Knöpfen das komplette Kleidungsstück ausziehen müssen, ist es bei einem Zweiteiler nur die Hose. Diese lässt sich ziemlich schnell entfernen, auch, wenn es einmal schneller gehen muss als sonst.

Nachteile des Zweiteilers

Nachteile existieren dennoch. Zum einen sind bei Zweiteilern in aller Regel die Füße nicht von schützendem Stoff bedeckt. Sie müssen also darauf achten, dass Ihr Kind noch entsprechende Söckchen trägt. Zum anderen kann es ziemlich schnell passieren, dass der Bereich des Rückens und der Nieren freiliegt, was insbesondere aus gesundheitstechnischen Gesichtspunkten ein keinesfalls zu vernachlässigendes Risiko darstellt. Auch wenn die meisten Babys einen Body oder ein Hemdchen darunter tragen, kann dies in der kalten Jahreszeit ernst zu nehmende Folgen haben. Kleine Kinder liegen selten still, da sie die Bewegung für ihre Entwicklung brauchen. Entsprechend schnell kann bei einem Zweiteiler alles ein wenig verrutschen. Die Bewegungsfreiheit ist dafür exzellent.

Der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel

Ist Ihr Kind noch ganz klein, sollten Sie wirklich genau überlegen, ob ein Zweiteiler die richtige Wahl ist. Wenn Sie sich dafür entscheiden, stellen Sie am besten sicher, dass Ihr Kind einen ausreichenden Schutz darunter trägt. Mit etwa einem Jahr oder sogar etwas früher können Sie Ihrem Kind dann ohne größere Bedenken einen Zweiteiler anziehen. Bis dahin sind Strampler nicht nur eine sehr gute, sondern auch komfortable Lösung, Ihr Baby zu kleiden.

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