So gestalten Sie eine kunstvolle Blutbuchen-Hecke

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
So gestalten Sie eine kunstvolle Blutbuchen-Hecke

Die Blutbuche ist eine Mutation der Rotbuche; sie hat purpurfarbene Blätter und sieht dadurch besonders schön aus. Sie können die Blutbuche zu einem imposanten Baum wachsen lassen; aber auch als Hecke kann sie ein Schmuckstück für Ihren Garten sein. Mit der Blutbuchenhecke werden Sie Ihre Freude haben, da es sich um ein relativ pflegeleichtes Gehölz handelt, das kaum Ansprüche stellt. Als Hecke bietet die Blutbuche den Vorteil, dass Sie das ganze Jahr über mit ihr einen guten Sichtschutz haben, da sie auch die braunen Blätter nicht verliert; in der Regel fallen diese ab, wenn im Frühjahr die neuen Triebe kommen. Als nachteilig könnten Sie es empfinden, dass Sie im Frühjahr noch einmal Laub rechen müssen. Buchen verlieren sehr viel Laub, und je mehr Blätter der Baum oder die Hecke hat, umso mehr Arbeit werden Sie damit haben. Scheuen Sie diese relativ aufwendige Arbeit, dann ist dieser Laubbaum nicht für Sie geeignet – stört Sie die Rechenarbeit jedoch nicht, dürfen Sie sich über ein echtes Schmuckstück in Ihrem Garten freuen. Die Blutbuche bietet vielen Vögeln und Insekten ein schönes Zuhause, sodass sich auch in Ihrem Garten die Vögel sehr wohl fühlen werden.

So pflanzt man die Blutbuche

Die Blutbuche hat keine großen Ansprüche, Sie sollten aber auf eine gute Erde achten. Diese Pflanze braucht einen kalkhaltigen Boden, der locker sein sollte. Bei Bedarf schütten Sie den Boden um den Stamm mit ein wenig Humus auf, das versorgt die Pflanze mit Nährstoffen und bietet zugleich auch wieder einen lockeren Boden. Kontrollieren Sie jedes Jahr den Kalkgehalt im Boden und kalken Sie gegebenenfalls nach. Mit der Blutbuche haben Sie eine Pflanze erworben, die in der Sonne, aber auch im Schatten gedeihen kann. Die Sonne ist allerdings wesentlich zuträglicher, und der Baum wächst dort auch deutlich besser. Sogar im Winter hat die Blutbuche keine großen Ansprüche, sie verträgt selbst sehr kalte Temperaturen gut. In den warmen Sommermonaten müssen Sie die Buche immer gut wässern, da sie gerne eine feuchte Erde hat. Beim Pflanzen achten Sie darauf, dass Sie auf einen Meter zwei Buchen einpflanzen, so wird die Hecke schön dicht. Setzen Sie mehr Pflanzen auf einen Meter, werden diese nicht gut wachsen und sich gegenseitig erdrücken. Zum Zaun halten Sie mindestens einen Meter Abstand ein, da die Buche sehr buschig wachsen kann. Ein zu dünner oder schmächtiger Zaun würde von der Blutbuche umgedrückt werden. Bei der Tiefe des Loches müssen Sie ausreichend genug graben, dass der Wurzelballen in dem Loch verschwindet. Gießen Sie den Baum gut ein und drücken Sie die Erde um den Wurzelballen noch ein wenig fest, damit er auch hält. Pflanzen Sie einen Baum, müssen Sie diesen mit zwei Stämmen rechts und links des Baums sichern und mit einem Tau festbinden. Der Baum muss sich erst gut verwurzeln, sonst wird er vom nächsten stärkeren Wind umgerissen.

Der Weg zu einer schönen Hecke

Neben dem richtigen Pflanzabstand und dem regelmäßigen Schnitt brauchen Sie für eine schöne Hecke nicht viel zu tun. Der Schnitt ist aber auf keinen Fall zu vernachlässigen, denn gerade bei einer jungen Hecke legen Sie den Grundstein dafür, dass sie auch dicht wird und schön aussieht. Die Buche wächst relativ schnell und dicht; das hat für Sie den Vorteil, dass Sie auch tolle Ideen ausleben können. Pflanzen Sie zum Beispiel eine Hecke aus Blutbuchen und pflanzen Sie hinter der Hecke im Abstand von etwa zwei Metern größere Blutbuchen, diese lassen Sie aber zu Bäumen heranwachsen. Wer über Ihren Gartenzaun sieht, schaut dann wie durch ein Fenster. Unten ist der Fenstersims, den die Hecke bildet, und die Fensterrahmen werden von den Baumstämmen dahinter gebildet. Sie können die Hecke auch bunter werden lassen, indem Sie neben einer Blutbuche eine andere grüne Heckenpflanze setzen. In einem solchen Fall ist aber darauf zu achten, dass die andere Pflanze die gleichen Voraussetzungen wie die Blutbuche hat. Schön wirkt die Blutbuche hinter einem weißen Holzzaun oder hinter einer Steinmauer; die Blätter kommen dann sehr gut zur Geltung. Vor der Hecke ein Blumenbeet anzulegen ist keine schlechte Idee, wählen Sie dafür Blumen, die gut im Kontrast zur Blattfarbe der Hecke stehen; weiße Blumen sehen zum Beispiel sehr gut aus, aber auch Blüten in einem intensiven Blau.

Die Pflege der Blutbuche

Den Schnitt der Äste sollten Sie zweimal im Jahr vornehmen. Der Hauptschnitt erfolgt im Frühjahr, noch bevor die neuen Knospen austreiben. Dünne oder kranke Äste müssen Sie entfernen, schneiden Sie die Hecke so weit zurück, bis sie die gewünschte Höhe erreicht hat. Beim Entfernen einzelner Äste brauchen Sie etwas Übung, weil es für Laien nicht immer zu erkennen ist, welche Äste zu schwach oder krank sind. Aber selbst, wenn Sie versehentlich ein gesundes Ästchen abschneiden, stellt das bei einer gesunden, kräftigen Buche kein großartiges Problem dar. Achten Sie darauf, dass Sie nach unten hin breiter schneiden und nach oben hin spitzer. So bekommen auch die untersten Äste genügend Licht und werden schön dicht. Je mehr Sie schneiden, umso mehr wird die Blutbuche nachtreiben. Für den Anfang ist der Rückschnitt somit ganz wichtig, um eine dichte Hecke zu bekommen.
Zum Schneiden empfehlen sich eine elektrische Heckenschere und eine Gartenschere für die dünneren Zweige. Die Schere muss aber immer gut scharf sein, damit die Äste sich nach dem Schneiden gleich verschließen können. Ist die Schere zu stumpf, wird der Ast gequetscht und hat an der Schnittstelle eine Wunde, die nur langsam heilt. Bakterien und Keime können sich dann in der Buche einnisten, und die Pflanze kann krank werden und verdorren. Den zweiten Schnitt nehmen Sie gegen Ende des Sommers vor. Sie schneiden dann aber nur ein paar Äste ab, die überstehen und das Bild der Hecke stören. Ist die Hecke zu sehr in die Höhe geschossen, können Sie sie auch noch ein wenig kürzen, in der Regel ist das aber im Herbst nicht nötig. Stören Sie sich nicht daran, dass im Herbst die braunen Blätter an den Ästen hängen bleiben, diese fallen spätestens im Frühjahr ab, wenn die ersten Knospen sprießen.
Die Blutbuche lässt sich sehr gut beobachten, sie wirft im Frühjahr von einem Tag auf den anderen alle braunen Blätter ab, so etwas sieht man nicht oft in der Natur. Sie müssen sich notgedrungen die Arbeit machen und auch unter der Hecke Unkraut entfernen, machen Sie das nicht, kann es passieren, dass sich andere Pflanzen dazugesellen. Gerade Quitten umwickeln gerne die Stämme der Blutbuche. Zwar ist das nicht schlimm, weil die Blüten, die sie tragen, sehr schön sind, allerdings stört es das Bild der perfekten Hecke. Zudem sind die Ranken der Quitte so stark und lang, dass man sie nur noch schwer entfernen kann, wenn sie sich erst in der Hecke breitgemacht haben.

Auch Skulpturen sind mit einer Blutbuchen-Hecke möglich

Der Formschnitt ist eine Kunst, um aus Büschen und Bäumen Skulpturen oder Formen zu machen. Wenn Sie durch einen Schlosspark gehen, können Sie häufig solche Meisterwerke bewundern. In Ihrem Garten ist das aber auch machbar. Dazu pflanzen Sie die Blutbuche an einen eigenen Platz oder in einen Topf. Damit sie ihre Form bekommt, setzen Sie eine Schablone über die Pflanze. Solche Schablonen sind ein Gittergestell, in der Regel gibt es diese als Kugel, Kegel oder Quadrat. Sie schneiden mit einer scharfen Gartenschere alle Äste ab, die aus der Schablone ragen. Dabei ist darauf zu achten, die Äste immer oberhalb eines Blattes abzuschneiden: Wenn Sie das nicht machen und Blätter durchtrennen, werden die Ränder der Blätter welken, und Ihre Skulptur würde nicht mehr schön aussehen. Natürlich können Sie auch Figuren schneiden, dazu brauchen Sie aber viel Übung; es kann sich lohnen einen Gärtner zu bestellen, der eine Skulptur schneidet. Sie machen dann nur den Nachschnitt und entfernen immer die überstehenden Äste, so bleibt die Skulptur lange in Form. Wenn Sie erst einmal ein wenig üben möchten, kaufen Sie sich einen Bonsai und vielleicht ein Buch über die Schnitttechniken beim Bonsai. Sie werden erstaunt sein, wie schwierig es am Anfang ist, so zu schneiden, dass es am Ende schön aussieht. Es gibt auch Blutbuchen im Bonsaiformat – das Binden des Stammes hat bei diesen Pflanzen keinen Vorrang, der Schnitt aber schon.

Eine alte Hecke wieder herrichten

Haben Sie einen Garten erworben, in dem eine Hecke aus Blutbuchen steht, kann es sein, dass diese schon sehr verwildert ist. In diesem Fall graben Sie die Hecke nicht gleich aus, oftmals kann sie noch gerettet werden. Wichtig ist, dass Sie die Hecke zurechtschneiden. Kürzen Sie sie auf die gewünschte Höhe und entfernen Sie alle Äste, die aus der Hecke herausragen. Versuchen Sie auch, die Hecke innen etwas auszudünnen, indem Sie alte Äste, die keine Blätter tragen, wegschneiden. Häufen Sie um den Stamm etwas Humus auf und kalken Sie den Boden um den Stamm. Mit etwas Glück wird die Hecke im nächsten Jahr wieder schöne Blätter tragen. Manche alten Hecken sind aber so ungepflegt, dass man sie kaum noch retten kann. Sollte das der Fall sein, müssen Sie sich nicht erst die Arbeit machen, meist ist die Blutbuche dann um den Stamm schon so verholzt, dass die unteren Äste keine Blätter mehr nachtreiben. Im Grunde ist das zwar nicht schlimm, es kann für Sie aber störend sein, wenn der Stamm unten kahl ist.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden