So finden Sie online die passenden Helme

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So finden Sie online die passenden Helme

So finden Sie online die passenden Helme

Besitzer von Motorrädern, Mopeds, Mofas und allen sonstigen motorisierten Zweirädern sind flexibel, schnell und unabhängig unterwegs in der Stadt und auch auf dem Land. Im Gegensatz zu einem Auto bedarf es auf dem Motorrad aber immer einer besonderen Schutzausrüstung für den Fahrer, denn er sitzt relativ ungeschützt auf dem geliebten Motorrad. Neben dem Schutz des Torsos, der Hände und der Füße mit der entsprechenden Schutzkleidung ist vor allem eines ganz wichtig: der Helm. Er schützt seinen Träger vor schweren Kopfverletzungen bei Stürzen oder Unfällen.

Dieser Ratgeber hilft Ihnen, den passenden Helm online zu finden. Wir geben einen Überblick über die verschiedenen Arten von Helmen, erklären, was es mit der ECE-Norm für Helme auf sich hat und wie beim Kauf von gebrauchten Helmen vorzugehen ist. Damit Sie einen passenden, gut sitzenden Helm mit optimaler Schutzfunktion finden können.

Die richtige Helmart auswählen: Von Integralhelmen bis zu Klapphelmen

Wenn Sie sich online schon einmal nach Helmen umgesehen haben, wird Ihnen aufgefallen sein, dass es eine ganze Reihe von verschiedenen Bauformen im Angebot gibt. Das Aussehen dieser Helme ist allerdings mehr als nur ein Unterschied in modischem Design. Die Bauform des Helms wirkt sich ganz entscheidend auf seine Schutzeigenschaften aus und sollte daher auf keinen Fall nur nach ästhetischen Punkten oder nach Modegeschmack gewählt werden. Es gibt vier verschiedenen Bauarten, die wir hier näher vorstellen wollen:

  • Integralhelm: verfügt über eine Kinnpartie und ein verschließbares Visier.
  • Klapphelm: eine Abwandlung des Integralhelms mit hochklappbarer Kinnpartie.
  • Halbschalenhelm: ohne Kinnpartie und mit tiefem Visier, auch Jethelm genannt.
  • Enduro-Helm: ohne Visier, oft aber mit fester Kinnpartie in großem Abstand

Die sicherste Helmart ist der Integralhelm. Auch Klapphelme schneiden bei Tests aber gut ab und sind nur wenig schlechter als Integralhelme. Von Helmen ohne Kinnpartie oder solchen die den Nacken, die Stirnpartie oder die Ohren freilassen wird von Organisationen wie dem ADAC abgeraten. Da sie bei einem Unfall diese empfindlichen Partien des Kopfes nicht schützen, kann es zu schweren Verletzungen kommen.

Hilfe beim Kauf: Die ECE-Norm für Schutzhelme und das ECE-Siegel

Ein Motorradhelm schützt bei einem Sturz enorm. Die Todesrate bei Helmträgern ist 40 % geringer als die bei Fahrern ohne Helm. Und der Anteil an Kopfverletzungen ist sogar um 70 % niedriger. Es ist daher in Deutschland Pflicht einen sogenannten Sturzhelm zu tragen - und zwar für alle Zweiradfahrer. Lange Zeit war nicht festgelegt, welche Eigenschaften solch ein Sturzhelm haben sollte, um optimale Schutzwirkung entfalten zu können. Seit dem Jahr 2006 gibt es aber die Vorschrift einen Helm zu tragen, der der ECE-22-Norm entspricht. Diese Norm prüft ganz konkret nach folgenden Sicherheitskriterien:

  • Resistenz der Außenschale
  • Stoßdämpfwerte durch Falltest
  • Belastbarkeit des Kinnriemens
  • Durchdringungswiderstand des Visiers
  • Form der Dämpfungsschale
  • Größe des Sichtfeldes
  • Kinnaufschlag

Die Norm wird in regelmäßigen Abständen erneuert und bekommt dann eine Nummer: zum Beispiel kann diese „ECE 22/05“ lauten. Ob ein Helm nach ECE-Norm optimalen Schutz liefert, können Sie am ECE-Siegel erkennen. Im Futter des Helms befindet sich dann ein Aufnäher, der laut Norm mit Klarsichtfolie überzogen sein muss und den Helm als sicher nach der Norm ausweist. Solche Aufnäher befinden sich oft auch am Kinnriemen, gelten dann aber nur für den Kinnriemen, nicht den ganzen Helm. Das Siegel kann aus einem „E“ innerhalb eines Kreises bestehen oder die jeweilige Prüfnummer sein.

Besonders bei der Suche nach einem Helm online, ist es wichtig, auf das ECE-Siegel zu achten. Können Sie auf dem Bild des Helms nicht erkennen, ob er ein Siegel hat, schauen Sie in der Beschreibung des Helmes nach. Bei Unsicherheiten kann es nützlich sein, den Verkäufer anzuschreiben und nachzufragen. Ein Helm ohne Prüfsiegel sollte generell mit Vorsicht betrachtet werden. Helme mit Prüfsiegel sollten Sie beim Kauf bevorzugen.

Wichtiger Faktor: Die Größe des Helms passgenau auswählen und keine Kompromisse eingehen

Ein ebenfalls äußerst wichtiger Faktor beim Kauf eines Helmes ist seine Größe. Dies wird häufig unterschätzt, macht aber bei der Schutzfunktion enorme Unterschiede aus. Ist ein Helm zu groß, kann er bei einem Sturz so verrutschen, dass Sie nicht mehr richtig geschützt sind und schwere Verletzungen davontragen. Ist ein Helm zu klein, wird er kneifen und Kopfschmerzen machen und Sie bei der Fahrt ablenken. Bekanntermaßen hat auch die Konzentration auf den Straßenverkehr erhebliche Auswirkungen auf die Unfallgefahr. Da Sie als Motorradfahrer ohnehin schon gefährdeter sind als ein durchschnittlicher Autofahrer, sollten Sie beim Helm unbedingt auf eine genaue Passgröße achten.

Wenn Sie einen Helm online kaufen wollen, dann ist dies besonders wichtig. Wenn Sie einen Helm nicht direkt im Laden anprobieren können, sondern online kaufen, achten Sie genau auf die Größenangaben. Normalerweise wird hier eine Größe von XS bis XL angegeben oder der Umfang in Zentimetern oder beides. Messen Sie Ihre eigene Kopfgröße mit einem Maßband, das Sie vom Hinterkopf über die Ohren zur Stirn führen. Wählen Sie anschließend einen Helm, der zu Ihrer Kopfgröße passt. Bei einem Kopfumfang von 55 Zentimetern passt Ihnen zum Beispiel am ehesten ein Helm der Größe S, bei einem Kopfumfang von 59 Zentimetern die Größe L. Dennoch können Helmgrößen bei verschiedenen Herstellern unterschiedlich ausfallen und Sie sollten nach Erhalt des Helms erst einmal zu Hause und nicht gleich auf dem Motorrad den Tragekomfort und die Verrutschbarkeit testen.

Wenn Sie den Helm hin- und herbewegen können, egal ob von links nach rechts oder von oben nach unten, dann ist er zu groß. Wenn Sie nach 10 Minuten Tragen einen unangenehmen Druck hinter der Stirn oder anderen Teilen des Kopfes spüren, dann ist der Helm Ihnen zu klein. In solchen Fällen sollten Sie davon absehen diesen Helm tatsächlich auf dem Motorrad zu tragen, denn er ist so nicht sicher. Bestellen Sie lieber die nächstgrößere oder nächstkleinere Größe nach.

Einen gebrauchten Helm online kaufen? Fakten zu Gebrauchthelmen und Risiken

Gerade online werden viele bereits gebrauchte Helme zu einem günstigeren Preis angeboten, als neue Helme. Das kann natürlich verführerisch sein. Bei gebrauchten Helmen sollten Sie allerdings Vorsicht walten lassen. Helme, die heutzutage angeboten werden, sind so hergestellt, dass Sie bei einem Schlag oder Sturz die Verformungsenergie umwandeln. Die Dämpfung in solch einem Fall wird nicht etwa von der Außenschale übernommen, sondern von der Innenschicht, die komprimierbar ist. Diese Schicht wird unsichtbare für den Außenbetrachter verformt und bleibt dann in dieser Verformung. Das hat zur Folge, dass ein Helm nach einem Sturz von außen noch völlig unbeschädigt aussehen kann, innen aber so verformt ist, dass er keine Schutzwirkung mehr hat. Aus diesem Grund sollen Helme nach einem Sturz nicht mehr verwendet werden oder einer Prüfung durch den Hersteller unterzogen werden.

Beim Kauf eines gebrauchten Helmes ist es daher nur schwer einzuschätzen, ob dieser noch eine taugliche Schutzfunktion hat. Sind schon an der Außenschale Risse, kleine Löcher oder Beulen, sollten Sie vom Kauf ohnehin absehen. Helme, die schon einmal einen Sturz hinter sich haben, egal wie gut sie noch aussehen, sollten Sie online nicht kaufen.

Helme für Kinder: Passgenaue Helme auch für die Kleinsten

Beim Kauf von Helmen für Kinder sollten Sie besondere Vorsicht walten lassen, sowohl was die Größe als auch den Zustand betrifft. Bei der Passgröße eines Kinderhelmes gilt ähnliche Vorsicht wie bei der Auswahl von Schuhen für Kinder. Häufig sind Kinder noch nicht in der Lage selbst richtig einzuschätzen, ob ein Helm richtig passt oder nicht. Sie sollten daher besonderen Wert auf ein genaues Kopfmaß legen und beim Aufsetzen gut überprüfen, ob der Helm vielleicht verrutscht. Auch bei Kindern ist von Gebrauchthelmen eher abzuraten.

Eine Frage des Geschmacks: Lackierung, Farbe und Marke des Helms

Neben den wichtigen Kriterien der Helmart, der Passgröße und der Sicherheitsnorm, möchten Sie natürlich auch einen Helm kaufen, der Ihnen gefällt. Hier haben Sie online eine große Auswahl an Kriterien, aus denen Sie den schönsten Helm auswählen können. Unter anderen gehören dazu die Farbe des Helms, die Lackierungsart und natürlich auch die Marke. Es gibt viele Hersteller, die Motorradhelme anbieten und womöglich haben Sie bereits einen Favoriten.

Zu den bekanntesten Herstellern gehören:

Viele dieser Hersteller haben sich auf bestimmte Arten von Helmen spezialisiert und bieten dann vorwiegend diese an. So etwa die Firma Braincap, welche diese Art von Enduro-Helmen anbieten.

Auch das Aussehen des Helmes in Farbe und Lackierung ist wichtig. Es gibt Helme mit matter Lackierung oder mit Glanzlack, aber auch Helme mit Metallic-Lackierung und Helme mit Airbrush-Muster. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Die Farbe des Helm ist ebenfalls in großer Auswahl wählbar. Selbst ausgefallene Farbwünsche wie pink, lila oder bunt können Sie hier finden.

Fazit: Erst nach Sicherheitsaspekten einen Helm wählen, dann nach Geschmack

Wie Sie gesehen haben, ist es wichtig, einen Helm zuerst nach gewissen Sicherheitskriterien auszuwählen. Vor allem, wenn Sie online kaufen und keine Möglichkeit haben den Helm vor dem Kauf genauer zu inspizieren oder ihn anzuprobieren. Haben Sie erst einmal einen Helm gefunden, der der ECE-Norm entspricht, eine sichere Form hat und die richtige Passgröße für Sie aufweist, dann kommt Ihr Geschmack ins Spiel. Nach den Sicherheitskriterien sind Ihren Modewünschen keine Grenzen gesetzt, Sie können den Helm wählen, denn Sie farblich am tollsten finden.

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