Ratgeber zum Kauf von Ski-Langlauf-Bekleidung für Damen, Herren und Kids

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Ratgeber zum Kauf von Ski-Langlauf-Bekleidung für Damen, Herren und Kids

Nicht nur Skifahren ist eine beliebte Wintersportart, auch der Ski-Langlauf kommt wieder in Mode. War er lange Zeit als altmodisch und unzeitgemäß verschrien, finden immer mehr Kinder und Jugendliche zum Ski-Langlauf. Zwar erscheint die Sportart auf den ersten Blick nicht mit soviel Spaß ausgestattet zu sein wie das Skifahren, ist aber mit mehr Kraftanstrengung und Sinn für die Natur verbunden. Dadurch, dass es sehr viele unterschiedliche Ausführung im Ski-Langlauf gibt, spricht der Sport viele begeisterte Sportler an. Und auch die olympischen Disziplinen tragen ihren Teil dazu bei, Ski-Langlauf populär zu machen.

Wer sich entschieden hat, die Sportart auszuprobieren, muss, ebenso wie beim Skifahren, einiges an Geld in die Hand nehmen. Nicht nur die Langlaufski, auch die Bekleidung kostet. Doch auf hochwertige Ausstattung in Sachen Kleidung sollte nicht verzichtet werden. Wie diese im Einzelnen aussieht, wird Ihnen der folgende Ratgeber etwas näher erläutern.

Der Ski-Langlauf – ein kurzer Abriss zur Geschichte

Zur Grundausstattung des Ski-Langlaufs gehören Langlaufski, Langlaufschuhe und Langlaufstöcke. Alle diese Gegenstände kommen paarweise vor. Die Ski an sich wurden bereits seit vielen tausend Jahren zur Fortbewegung benutzt. Hierbei sah man weniger den sportlichen Zweck als den des Vorankommens. Im Jahre 1892 aber wurde der Langlaufsport zuerst als Wettbewerb am Holmenkollen in Oslo ausgetragen. Olympisch wurde der Ski-Langlauf dann 1924 zu den ersten Olympischen Winterspielen überhaupt.

Der Langlauf wurde zu dieser Zeit in der sogenannten klassischen Form ausgeführt. Das meint, dass die Loipe parallel gespurt ist und man als Läufer den sogenannten Doppelstockschub ausführt. Auch andere Grundelemente wie die Abfahrtstechniken, die unterschiedlichen Bremsweisen und die Kurveneinsätze gehören diesem Stil an.

Ende der 1970er-Jahre kam dann die Skating-Form auf. Zwar wurde die Art des Laufens bereits in den 1930er-Jahren beschrieben, jedoch fehlten hierbei die Mittel, um die Loipen derart zu präparieren. Skating ist schneller als das klassische Laufen, da man den Schlittschuhschritt anwendet. Dieser erfolgt, wie beim Laufen auf einem Schlittschuh, durch einen einseitigen Abstoß, wodurch sich der Ski zu bewegen beginnt.

Heutzutage sind, offiziell durch den Weltverband FIS, der klassische Stil oder der freie Stil erlaubt. Vorreiter für die Anerkennung der letztgenannten Form waren die Länder Italien, Frankreich, Österreich oder auch die Schweiz. Diese passten die Loipen derart an, während viele deutsche Pisten in der Mitte der 1990er Jahre mit dem Schild „Schlittschuhschritt verboten" aufwarteten. Bis heute wird der Skating-Schritt in Skandinavien kaum verwendet.

Warum sollte man auf das Ski-Langlaufen umsteigen?

Wie bereits erwähnt, gilt der Langlaufsport nicht bei jedem als eine Trendsportart. Warum sich diese Einstellung aber ändern kann, können folgende Punkte erläutern. Dies sind nur einige Vorteile, die mit dem Ski-Langlauf einhergehen.

  • Wer im Sommer gerne läuft oder dies auch professionell betreibt, hat im Winter oft seine liebe Not. Vereiste Straßen und auf den ersten Blick nicht einsehbare Eisplatten machen das Laufen zu einer schwierigen Angelegenheit. Deshalb raten Experten, im Winter auf das Skilanglaufen umzusteigen und somit auf nichts zu verzichten. Die Muskeln und die Ausdauer werden weiterhin trainiert und auch das gesamte Stütz- und Bewegungssystem wird stabilisiert. Letzteres ist bei einem normalen Lauf häufig nicht in diesem Ausmaß der Fall. So kann man durch das Skilanglaufen sogar seine Lauftechnik verbessern und eine schnellere Regeneration vorantreiben.
  • Skilanglauf kann sehr lange betrieben werden. Während das Skifahren oder auch Joggen eine sehr starke Belastung für die Gelenke sind, ist der Langlauf demgegenüber sehr freundlich. Der Läufer kommt trotz der Anstrengung weniger schnell in einen Erschöpfungszustand. Dadurch, dass der Sportler immer mindestens einen Fuß am Boden hat und dahingleitet, kommt es dadurch zu einer sanfteren Beanspruchung der Muskeln.
  • Der Fettstoffwechsel wird angetrieben. Fette werden im Körper besser verarbeitet, sodass eine optimalere Bereitstellung der Energie im Bedarfsfall eintritt. Das meint nicht nur beim Langlaufen selbst. Der Körper weiß auch in anderen Situationen, Fett angemessener zu verbrennen. So kann man mit weniger Aufwand einen ansehnlichen Körper gewinnen.

Die passende Bekleidung für das Langlaufen muss praktisch, leicht und nicht einschränkend sein

Sind Sie auf den Geschmack gekommen, das Langlaufen auszuprobieren, stellt sich neben der Ausrüstung die Frage, welche Kleidung man tragen kann. Im Folgenden wird hierbei auf Jacken, Hosen, Socken, Handschuhe und Mützen eingegangen, die sowohl für Männer, Frauen und Kinder geeignet sind. Auch die optimale Unterbekleidung wird diskutiert.

Viele Jogger und Läufer, die relativ professionell ausgestattet sind, nehmen ihre Kleidung mit in den Winter. Diese Variante ist kostengünstig, gleichzeitig fühlt man sich darin wohl.

Funktionswäsche ist das A und O, um nicht zu frieren

Da man beim Langlaufen äußerst schnell, trotz kalter Außentemperaturen, ins Schwitzen kommt, ist der Zwiebellook zu empfehlen. Das meint, dass mehrere Schichten übereinander Wärme isolieren und Schweiß abtransportieren. Wird es einem zu warm, kann dabei Lage um Lage ausgezogen werden.
Der Funktionswäsche kommt die Aufgabe zu, nah am Körper anzuliegen, die Feuchtigkeit aufzunehmen und nach außen hin zu leiten. Polyester ist dabei ein empfehlenswerter Stoff. Gleichzeitig soll sie den Körper auch wärmen. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass die Wäsche gut sitzt, aber nicht einengt. Dabei gilt, dass auch ein kleiner Anteil Elastan mit verarbeitet werden soll. Dies gewährleistet das Stretchen des Materials.

Die passenden Pullover oder Longsleeves für das Langlaufen

Über die Funktionswäsche ziehen viele Läufer gerne einen dicken Pullover. Dieser sollte allerdings nicht aus Baumwolle bestehen. Dieses Material saugt sich sehr schnell mit Schweiß, aber auch mit Regen oder Schnee voll. Dadurch kühlt der Körper aus und die Freude am Langlaufen ist dahin. Der Stoff Fleece ist besser geeignet als Baumwolle. Dieser ersetzt zumeist auch eine Jacke darüber.

Besser als ein Pullover sind im Allgemeinen Longsleeves. Diese sind dünner und tragen damit dem Zwiebeleffekt besser bei. Achten Sie darauf, dass diese Lage ebenso gut sitzt wie die Wäsche. Sie dient der Isolation der Wärme nach innen und schützt vor der kalten Luft und ungünstigen Wetterbedingungen außen. Wem es schnell zu warm wird, dem werden Longsleeves mit einem durchgehenden Reißverschluss empfohlen. Dieser kann nach Bedarf geöffnet werden und kann so Luft an den Körper heranlassen.

Die Jacke als äußerste Isolationsschicht für den Körper

Die Jacke sollte soviel Platz lassen, dass Sie unter ihr noch einige Schichten Kleidung anziehen können. Zudem darf sie die Bewegungsfreiheit nicht einschränken. Zugleich muss sie die Abläufe beim Langlaufen, den Stockeinsatz, gewährleisten können. Beim Kauf gilt es darauf zu schauen, dass die Jacke wasserabweisend ist. Vor allem ungeübte Läufer und Kinder fallen schnell. Softshell bietet sich hierbei als Material gut an. Das Innenfutter wird damit gut abgeschirmt, sodass der Läufer ein durchweg trockenes Hautgefühl hat. Jedoch ist Softshell nicht wasserdicht. Um dies zu gewährleistet, sollte man auf Regenjacken zurückgreifen, die beschichtet sind. Auch die Atmungsaktivität ist wichtig. Dafür eignen sich Polyester oder Polyamid. Die Nähte sollten hierbei derart gut verarbeitet sein, dass sie auch mit Schweißbändern abgedichtet sind.

Eine Kapuze ist zusätzlich ratsam. So kann man sich vor leichtem Niederschlag schützen. Auch das Gesicht wird nicht unangenehm feucht. Vor allem für Brillenträger ist ein Cape eine zu empfehlende Anschaffung, da man so Spritzer auf den Gläsern vermeiden kann.

Die passende Hose für das Langlaufen

Die Hose sollte vor allem elastisch sein. Viele Läufer setzen hierbei auf sehr enganliegende Beinbekleidung, die aus Jersey besteht und durch einen Kordelzug in der Weite verstellbar ist. Gleichzeitig muss die Hose atmen und somit die Feuchtigkeit gut vom Körper wegtransportieren können. Auch muss die Hose wasserdicht sein, sodass auch ein Fall nicht zu Feuchtigkeit auf der Haut führt. Die Besonderheit einer solchen Hose ist, dass sie sehr dünn ist, gleichzeitig aber gut wärmt und im notwendigen Fall auch die Temperatur regulieren kann.

Männer, die keine derart körperbetonten Tights bevorzugen, können auf etwas weitere winddichte Beinbekleidung zurückgreifen. Dabei sind die Beine meist etwas weiter geschnitten, der Sitz und die Bewegungsfreiheit bleiben die Gleiche. Diese Hosen können auch beim Wandern getragen werden, da das Material auch Belastungen von außen ohne Probleme übersteht.

Die richtigen Socken sind wichtig für den Fahrspaß

Legen Sie besonderen Wert auf die Socken. Beim Langlaufen können schnell Blasen und Schrunden entstehen, die ein vorzeitiges Ende des Ausflugs bedeuten. Diese können auch zu einer längeren Pause zwingen. Ein Polster im Ristbereich und auch am Schienbein macht hierbei eine gute Socke aus, denn dort schützt sie besonders vor Druckstellen. An den Seiten sollten ausreichend viele Luftkanäle eingebaut sein, die eine perfekte Atmungsaktivität gewährleisten. Polyarcyl, Schurwolle, Polypropylen und Elastan bewirken ein trockenes Gefühl auf der Haut. Zudem legt sich das Material nicht in Falten, sondern unterstützt die Laufbewegung durch perfekte Anpassung an den Fuß. Wichtig ist, dass die Socke trotz der Ausstattung nicht zu dick ist. Der Langlaufschuh ist in der Regel dünn gearbeitet, deshalb muss der Socken eine ebensolche Dichte vorweisen. Die Kunst ist dabei, eine dünne, aber dennoch wärmende Socke zu finden.

Mütze und Handschuhe für den optimalen Abschluss der Bekleidung

Über den Kopf verliert der Mensch die meiste Wärme. Beim Langlaufen sollte man deshalb auf die Kopfbedeckung nicht verzichten. Auch Stirnbänder sind eine Alternative. Hierbei kann man auf Funktionsmaterial oder auch Baumwolle mit einem gewissen synthetischen Anteil zurückgreifen, um ohne Kratzen und Feuchtigkeitsbildung Langlaufen zu können.

Bei den Handschuhen sollte man auf spezielle Langlaufhandschuhe zurückgreifen. Ein handelsüblicher Handschuh kann die Bewegungen nicht so gut abfangen. Blasen sind die schmerzliche Folge. Sie sollten deshalb an der Innenseite mit Leder verstärkt sein. Für den perfekten Halt gilt es, auf dünne Handschuhe zurückzugreifen, die nicht gefüttert sind. Polyester wird die Hände trotzdem warmhalten.

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