Ratgeber für den Kauf von Krügen, Kaffee- und Teekannen

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Nachschenken? Ratgeber für den Kauf von Krügen, Kaffee- und Teekannen, Milch- und Saftkännchen

Neben Tischdecke, Besteck und Essgeschirr stellen Trinkgefäße einen essenziellen Teil einer jeden Tischgesellschaft dar. Es ist egal, ob es sich um das Frühstück, das Mittagessen oder das Kaffeetrinken handelt. Es bedarf einer ansprechenden Möglichkeit, Getränke aufzubewahren, warmzuhalten und auszuschenken. Zwei Möglichkeiten, dies zu tun, lernen Sie im Rahmen des vorliegenden Ratgebers ein wenig besser kennen. Es handelt sich dabei um Krug, Tee- und Kaffeekanne.

Wichtige Aspekte, die dabei berücksichtigt werden, sind die Form, die vielfältigen Auswahlmöglichkeiten und die Besonderheiten verschiedener Materialien. In einem abschließenden Teil erfahren Sie, wie Sie Ihre Tischdekoration mit passenden Saft- und Milchkännchen vervollständigen.

Der Krug – Tradition in immer neuem Gewand

Der Krug ist ein seit langer Zeit verwendetes Gefäß zur Aufbewahrung von Flüssigkeiten. In der Grundform hat er eine Bauchstruktur mit einem schmal auslaufenden Hals. Damit man ihn besser tragen und neigen kann, stattet man ihn bei der Herstellung mit einem Henkel aus. Je nach Nutzungsbereich erfährt die Gestalt des Krugs spezifische Variationen. So gibt es neben amphorenähnlichen Ausführungen solche, die wie der Bierkrug keinen schmal auslaufenden Hals haben.

Die vergleichsweise unspezifische Gestalt unterstreicht die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten. Der Krug wird zum Transport, zur Aufbewahrung, zum Trinken und zum Gießen verwendet. Je nach verwendetem Material zeichnet er sich durch unterschiedliche Eigenschaften aus. Zur Anwendung kommen Porzellan, Ton, Holz, Glas und Metall. Weiterhin gibt es Modelle, die über einen Deckel verfügen.

Im modernen Haushalt sind Krüge nicht zuletzt Zierelemente. Es gibt zahlreiche Ausführungen mit unterschiedlichen Stilprägungen, darunter Jugendstilkrüge, antike Krüge und Emaille-Ausführungen. Eine verbreitete Variante ist der Bierhumpen. Häufig ist er mit repräsentativen Verzierungen und einem Deckel ausgestattet. Eine andere Nutzungsmöglichkeit ist die Milchkanne. Zur Aufbewahrung von Wein und Trinkwasser nutzt man Krüge ebenfalls noch.

Mit zunehmender Größe kann die Nutzungsbandbreite eines Kruges über die Verwendung als Behälter hinausgehen. Ein Beispiel hierfür sind tönerne Amphoren mit Größen von über 50 cm. Nicht selten finden Sie in Gartenanlagen Anwendung als repräsentatives Gestaltungselement.

Kaffeekannen – die stilechte Art zu servieren

Kaffeekannen sind Gefäße mit einer Größe von 20 - 30 cm. Sie bestehen aus einem bauchigen Grundkörper, einem Deckel und einer sogenannten Tülle. Dabei handelt es sich um den Kannenschnabel, über den der Kaffee ausgeschenkt wird.

Zu ihren Anfangszeiten ähnelte die Kaffeekanne sehr stark der heute verbreiteten Teekanne. Sie war allerdings bedeutend kleiner, da man Kaffee damals noch für gesundheitlich bedenklich hielt. Wie damals stellt man Kaffeekannen heute noch immer aus den gleichen Materialien her. Weit verbreitet sind Steingut und Porzellan. Beide Materialien leiten die Wärme nicht so stark wie Messing und Silber, die bei der Herstellung von Teekannen zum Einsatz kamen. Dadurch bleibt der Kaffee länger heiß. Anders als bei der Teekanne hat sich das Stövchen zur Warmhaltung nicht durchgesetzt. Stattdessen verwendet man Kaffeehauben aus Textilien. Sie steigern die Isolationsfähigkeit der Kaffeekanne, sobald sie darüber gestülpt werden.

Die unterschiedlichen Brühvorgänge bei Kaffee und Tee haben Auswirkungen auf die Nutzung der Gefäße. Kaffeekannen sollten die Wärme nicht so stark ableiten wie Teekannen. Dies würde nämlich dazu führen, dass der Kaffee zu stark abkühlt. Bei der Zubereitung von Tee füllt man das gesamte Wasser auf einmal in das Gefäß. Beim Kaffee hingegen kühlt das Wasser bereits beim Durchlaufen des Filters aus.

Die moderne Kaffeekanne ist Teil einer Kaffeemaschine. Als solche besteht sie meistens aus Glas. Der Deckel ist aus Kunststoff gefertigt. Interessieren Sie sich für eine solche Ausführung, bedenken Sie, dass Glas schneller auskühlt als Porzellan. Es ist aus diesem Grund nicht ratsam, die Kanne auf dem Tisch stehen zu lassen. Man stellt sie stattdessen wieder auf die Heizplatte der Kaffeemaschine zurück. Ist Ihnen dies zu umständlich, greifen Sie zu einer Kaffeemaschine mit einer Isolierkanne. Sie ist mit einer speziellen Beschichtung versehen, die verhindert, dass Wärme aus der Kanne abgestrahlt wird. Man kann sie längere Zeit auf dem Tisch stehen, ohne dass der Kaffee auskühlt.

Ist Ihnen der repräsentative Aspekt der Kaffeekanne als Teil eines Services wichtig, greifen Sie zur edlen Variante aus Porzellan oder Steinzeug. Sie stellt den zentralen Blickfang der Kaffeetafel dar. Entsprechend reich sind manche Modelle verziert. Es gibt sie in den verschiedensten Formen und Farben. Bedenken Sie bei der separaten Auswahl allerdings, dass die Kanne zum Rest des Services passen muss. Nicht in allen Geschirr-Sets ist die Kanne enthalten.

Kaffeegeschirr aus Porzellan oder Keramik? Was ist besser?

Neben dem Porzellan ist die Keramik ein häufig bei der Herstellung von Geschirr zur Anwendung kommendes Material. Sind beide Bezeichnungen den meisten Menschen auch geläufig, besteht doch oft Uneinigkeit darüber, welches Material das Bessere ist. Teilweise geht man sogar fälschlicherweise von einer Synonymie aus.

Damit Sie bei der Auswahl Ihrer Kaffeekanne genau die richtige Entscheidung treffen, erkennen Sie im Folgenden, dass es triftige Unterschiede zwischen Porzellan und Keramik gibt. Bei der Auswahl ist vor allem die strukturelle Differenz von Bedeutung. Während Porzellan aus der feinen Kaolinerde besteht, stellt man Keramik aus Ton und Quarz her.

Die Vorteile von Kaffeekannen und -tassen aus Porzellan

Geht man von den Materialeigenschaften aus, ist Porzellan das hochwertigere Material. Dies liegt in der besonders feinen Struktur der Kaolinerde begründet. Diese selten vorkommende Erdart hat einen sehr hohen Schmelzpunkt von 1.450 Grad Celsius. In Zusammenhang mit dem hohen Wassereinschluss in der Erde sorgt er dafür, dass bei dem Brennvorgang ein Verglasungsprozess stattfindet. Er ist für die Bildung der Glasscherben und die damit verbundene Oberflächenbeschaffenheit des Porzellans verantwortlich. Diese ist besonders rein und lichtdurchlässig. Das Aussehen der Kaffeekanne ist weiß und glasig.

Da Kaolinerde so selten ist, ist Porzellan vergleichsweise teuer. Es kann ohne Weiteres den drei- bis vierfachen Preis von Keramik haben. Hierbei ist allerdings auch zu bedenken, dass dieser Preis durchaus gerechtfertigt ist. Jedes andere Material mit niedrigerem Schmelzpunkt würde während des Brennprozesses verfallen. Es würde zu keiner Ausbildung der gläsernen Struktur kommen. Kaolinerde hingegen ist weitaus widerstandsfähiger. Nach der Herstellung ist das Material wesentlich bruchsicherer als Keramik. Als Konsequenz dieses Umstands bieten hochrangige Hersteller wie die Porzellanmanufaktur Meißen ihren Kunden eine Nachkaufgarantie an. Damit können diese im Falle eines Diebstahls oder Unfalls einen Ersatz erhalten.

Dadurch zeichnet sich eine Kaffeekanne aus Keramik aus

Die Bezeichnung Keramik leitet sich vom griechischen 'keramos' her. Das steht für Ton, den Ausgangsstoff des Herstellungsprozesses. Anders als beim Porzellan gibt es zwei Herstellungsverfahren, die in vielen Kulturen seit vielen Hunderten Jahren bekannt sind. Das Erste davon ist die Feinkeramik. Dabei stellt man Dinge für den Sanitärbereich her. Neben Fliesen betrifft dies Toilettenschüsseln, Waschbecken und Badewannen. Die zweite Art ist die Grobkeramik. Sie wird bei der Herstellung von Übertöpfen, Ziegeln und Klinker genutzt.

Keramik ist deshalb für viele Menschen interessant, da sie wesentlich günstiger ist als Porzellan. Es gibt an jedem Ort der Welt große Vorkommen dieses Materials. Es kann ohne Probleme abgebaut und weiterverarbeitet werden. Interessant ist es für all diejenigen, deren Küchengestaltung in erster Linie pragmatischen Gesichtspunkten folgt. Keramik ist günstig und praktisch. Wer auf eine besonders edle Gestaltung und eine sehr hohe Widerstandsfähigkeit verzichten kann, ist hier gut beraten.

Die Teekanne 

Teekannen sind bauchige bis zylindrische Gefäße, in denen man Tee zubereitet, warmhält, transportiert und serviert. Von der Kaffeekanne unterscheidet sie sich durch drei besondere Eigenschaften.

  • Teekannen sind wenigstens so breit als hoch. Mitunter übersteigt die Breite sogar die Höhe. Hintergrund dieser Form ist es, das Aroma des Tees voll zur Geltung kommen zu lassen. Farb- und Geschmacksstoffe können sich im Wasser wesentlich besser verteilen, wenn die Kanne breit ist. Sie bleiben eher am Boden und zirkulieren besser als in einer länglichen Kanne.
  • Der zweite Unterschied betrifft den Schnabel der Teekanne (die Tülle). Er geht sehr weit unten in die Kanne über, oftmals erst knapp über dem Boden. Hintergrund dieser Konstruktion ist die Verteilung der Aromen. Sie sammeln sich im unteren Bereich der Kanne und nicht oben an. Indem sich der Schnabel weit unten befindet, gelangen die Geschmacksstoffe in hoher Konzentration in die Tasse. Bei der Kaffeekanne ist die Tülle höher, damit kein Kaffeesatz in die Tasse gelangt.
  • Der dritte Unterschied besteht in einer Konstruktion, die die Teeblätter davon abhält, nach dem Aufbrühen in die Tasse zu gelangen. In vielen Fällen handelt es sich hierbei um einen durchlöcherten Verschluss. Teilweise werden konische Filtereinsätze von oben in die Kanne eingehangen.

Milch- und Saftkännchen für die vollendete Tafel

Viele Menschen trinken ihren Kaffee gern mit Milch. Ein kleiner Schuss kommt in die Tasse, um den herben Geschmack etwas abzumildern. Da hierfür nicht viel Milch benötigt wird und der Eigengeschmack des Kaffees nicht zu sehr abgewandelt werden soll, verwendet man hierzu lediglich ein kleines Behältnis. Der Klassiker ist die weiße Porzellanvariante mit Tülle. Sie hat den Vorteil, dass sie sich jedem Service anpasst. Wenn Sie es etwas moderner mögen, wählen Sie ein Modell aus Edelstahl aus. Mit seinem neutralen Glanz ist es auf jeder Tafel ein Blickfang. Darüber hinaus ist es leicht zu reinigen und robust.

Für die Nachmittags- und Abendgesellschaft empfehlen sich Saftkännchen. Sie werden in Keramik, Porzellan, Kunststoff und Glas angeboten. Zusammen mit den richtigen Bechern sind sie ein individuelles Gestaltungselement, das nicht nur zum Saft-, sondern auch zum Weingenuss einlädt.

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