Qual der Wahl - Geiz ist geil !

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Hallo Leute,
Geiz ist geil...-das scheint nicht nur bei einer großen Elektronikkette ein Slogan zu sein. Immer wieder sehe ich, wie die Billigflieger z.B. bei Real und Discountern wie warme Semmeln über´n Ladentisch gehen, nachdem Sohnematz den Vater solange belatschert hat, doch noch rund 50 Euro auszugeben. Toll, wie die Ladenketten so viel Geld so schnell verdienen können.
Denn weder Vater noch Sohn haben Ahnung davon, wie man ein Flugzeug fliegt.
Umso größer ist der Frust, wenn der Flieger, (50cm Spannweite, ready to fly,) gleich beim ersten oder zweiten Flugversuch abschmiert! Ersatzteile sind selten für diese Kassenschlager zu bekommen, und wenn, dann immens teuer.
Guter Rat: laßt die Finger von diesen Dingern und spart lieber noch eine Zeitlang, geht in ein Modellbaufachgeschäft Eurer Wahl & kauft was Richtiges. Vorteil: Sichere, austauschbare und erweiterbare Technik, Ersatzteilversorgung, mehr oder weniger gute Beratung. (Dieser Aspekt ist extrem wichtig für einen Anfänger, da oftmals auch in den etwas teureren Ladengeschäften nur der Umsatz zählt und schwarze Schafe in Punkto Beratung auch hier zu finden sind.) (Ich werde übrigens leider nicht gesponsert!) Einkäufe im Internet oder aus Katalogen sollte man erst tätigen. wenn man einige Erfahrung hat und ganz genau weiß, was man will.
Sicherlich sind rund 500 Euro für eine komplette Grundausstattung, incl. Modell, schon recht ordentlich, aber es lohnt sich. Für Einsteiger sei ein Segler mit Elektromotor empfohlen. Er sollte eine Spannweite zwischen 180cm und 220cm & die Flügel sollten eine V-Form haben. (Eventuell kämen unter bestimmten Voraussetzungen auch die Park-& Slowflyer in Betracht.) Diese Modelle, (E-Segler) eignen sich relativ gut zum erlernen der Flugbasics und der Pilot hat bei diesen nicht allzu schnellen Fliegern immer noch genug Reaktionszeit um einiges in der Luft auszutesten, sich an sein Modell zu gewöhnen und das Modell mehr oder weniger sicher zu landen.
Die Fernbedienung sollte nicht das allerbilligste Modell sein, da Selbige selten erweiterbar sind und auf analoger Basis arbeiten. Mit der Zeit steigen die Ansprüche an das Fliegen und somit auch an die Umsetzung der Wünsche auf das Modell. Es sollte eine Digitale Anlage einer Analogen FB vorgezogen werden.
Wichtig: es sollte Kontakt zu einem Modellflugclub gesucht werden, um sich Tips zum Fliegen zu holen. Modelle mit kürzeren Spannweiten sind definitiv NICHT Anfängertauglich, da sie meistens extreme Reaktionen bei deutlich höherer Geschwindigkeit des Modells erfordern, die ein Anfänger mit den entsprechenden Koodinationsschwierigkeiten nicht gebacken bekommt.
Größere oder auch kleinere und somit schnellere Modelle sollten man sich erst zulegen, wenn eine Grundlegende Sicherheit im Umgang mit Flugmodellen gegeben ist. Dazu gehört auch das sichere Beherrschen des Modells, wenn es auf den Pilot zukommt, somit also spiegelseitig gesteuert wird.
Weiterhin möchte ich anmerken, das auf jeden Fall eine entsprechende Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden sollte (z.B. beim DMFV). UND: es darf nicht überall geflogen werden, was nach einem Feld aussieht! Vorher informieren oder die Genehmigung holen, dann kann nicht allzu viel schief gehen. Bei Fragen oder Anmerkungen würde ich mich über Mails freuen. Aber bitte sachlich bleiben.... Na dann Holm- & Rippenbruch...das.Gertl@gmail.com

Nachtrag: Aus heutiger Sicht würde ich als Einsteigermodell den Motorsegler "Cularis" der Firma Multiplex empfehlen. Er besteht aus Elapor (eine Art Styropor) und verzeiht kleine Fehler bei der Landung erstaunlich gut. Im Notfall kann vor Ort mit normalem, dickflüssigen Sekundenkleber und Aktivatorspray schnell repariert werden - und ab geht es wieder in die Luft! Ich konnte den Flieger jetzt selbst testen und war über seine Gutmütigkeit sowie seinem großen Geschwindigkeitsbereich und das Handling allgemein sehr erstaunt - also absolut EMPFEHLENSWERT. Selbst "Langzeitflieger" werden an diesem Kofferraumfreundlichen Modell ihren Spass haben und ihn vielleicht auch schätzen lernen...
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