Punk live - wo Chaos zum Programm wird

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Punk live - wo Chaos zum Programm wird

Da tanzt der Punk

Es ist laut, es ist dreckig, es ist schonungslos, aber vor allem ist es ein Erlebnis, das man nicht vergisst – Punkrock. Übersetzt man das englische Wort „punk“, zeigt sich ein wenig schmeichelhaftes Bild: es bedeutet Dreck, Abfall oder einfach nur schäbig bzw. armselig. Aber 30 Jahre Punkgeschichte zeigen, es ist mehr als das. Der Punkrock als eine Stilrichtung der Rockmusik stammt aus der Subkultur des Punk, welche sich Rebellion und Provokation auf ihre Fahne geschrieben hat. Entstanden ist diese Art von Musik in den 1970er Jahren, vorwiegend in London und New York. Der Begriff wurde erstmals auf Bands wie The Clash, Sex Pistols und The Damned angewandt, die man heute wohl als Vertreter des Ur-Punkrock bezeichnen kann.

Was erwartet Sie an Musik? Punkrock ist prunklose drei Akkorde-Musik. Das bedeutet nicht, dass er langweilig oder unoriginell ist. Er verzichtet nur auf Unnötiges, um die Botschaft der Lieder zu transportieren. Damit erscheinen die trivialen und einfachen Kompositionen oft wie Schlachtrufe. Dieses Gefühl wird noch unterstützt, indem die Lieder nicht sauber gespielt und die Verstärker übersteuert werden. Die Thematik der Songs reicht von politisch geprägten über aggressive bis hin zu sinnlosen Inhalten. Punk ist nicht gleich Punk. Auch in dieser Musikszene gibt es Subgenres. Von eher wohlklingendem Melodic Hardcore und Pop-Punk bis hin zum derben Hardcore erstreckt sich eine große Bandbreite für jeden Geschmack. Erleben Sie das Gefühl einer wilden Generation und Musiker, die mit Herzblut in ihren Kompositionen aufgehen. Bei anarchischen Bühnenshows kochen hier die Emotionen. Reiner und kompromissloser ist sonst keine Musik. Dies live zu erleben, ist einer der Höhepunkte im Leben eines echten Punkers. Lassen auch Sie sich von den Vorzügen der Punk-Konzerte begeistern und erfahren Sie am eigenen Leib, was es mit der Musik und der Lebenseinstellung der Fans auf sich hat. In jedem Falle ist es ein mitreißendes Erlebnis, das man einmal erlebt haben sollte. Tickets für eine solche Erfahrung kann man sich auf eBay sichern.

Punk: Alles etwas anders

Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie hier nicht nur perfekt gespielte Stücke zu hören bekommen. Das wäre alles andere als Punkrock. Die Musik und die Darbietung leben von ihrer Rohheit und Unsauberkeit. Das Publikum will keine glattgebügelte Show sehen, sondern Musiker, die spielen, wie sie aussehen – verbraucht. Das ist in keinem Fall negativ gemeint. Auch der Konzertbeginn wird nie pünktlich sein. Meist fangen Punkkonzerte bisweilen erst gegen 22:00 Uhr an – und da spielt, wenn vorhanden, erst einmal die Vorband. Finden die Veranstaltungen unter der Woche statt, kann dies für einige, unter anderem Jugendliche, zum Problem werden. Zwar sind die meisten Konzertbesucher sehr freundliche Menschen, trotzdem sei vor Eskalationen gewarnt. Die teilweise raue Stimmung der Band wird durchaus auf das Publikum übertragen.

Tanzstil des Punk

Sie wollen einen gemütlichen Abend verbringen und das womöglich noch sitzend? Da sind Sie hier an der falschen Stelle. Auch der Tanzstil der Punkrockgemeinde ist ein ganz besonderer, welcher nicht gerade einem romantischen Paartanz entspricht. Schließlich ist man von Kopf bis Fuß destruktiv und so gar nicht gesellschaftskonform. Hier muss man durchaus mit Verletzungsgefahr rechnen. Je nach Subgenre gibt es aber auch Unterschiede. Sie dürfen nicht davon ausgehen, dass überall das aggressive „Violent Dancing“ oder „Wrecking“ ausgeübt wird. Diese beiden Varianten sind die härteren Tänze, die alle unter den Oberbegriff des „Pogos“ fallen. Diese Art zu tanzen, stammt aus einer Gegenbewegung zum Disko-Tanz. Man wollte sich eben nicht nur durch die Musik abgrenzen, sondern auch durch die Bewegungen. Alles in allem sollte der Tanz dem allgemeinen Lebensgefühl, den Texten und der Musik Ausdruck verleihen. Am Anfang bestanden die Bewegungen vor allem aus dem In-die-Luft-springen und dem Skanken, wobei man sich zunächst nicht absichtlich weh tat. Erst im Laufe der Zeit kamen die raueren Tanzstile wie Moshing, Fighting, Slamdance oder die Wall of Death auf. Möchten Sie sich vor Verletzungen schützen, gehen Sie diesen offensichtlichen Tänzen aus dem Weg. Normalerweise finden sich die tanzenden Gruppen ab der dritten Reihe bis hin zur Mitte des Veranstaltungssaals/-geländes ein. Entschließt man sich doch dazu, einmal ein Tänzchen zu wagen, sollte man den allgemeinen „Ehrenkodex“ einhalten. Dieser besagt, dass man beim Pogo gestürzten Personen wieder aufhelfen muss. Außerdem ist besonders auf weibliche und schwächere Personen zu achten. Was auch aus der Punk-Szene kommt und sich später vor allem bei Rock-Konzerten etabliert hat, ist das Stagediving und Crowdsurfing. Dabei springt der Künstler oder ein Konzertbesucher von der Bühne und lässt sich vom Publikum auffangen. Wird man tatsächlich aufgefangen, wird man anschließend, auf dem Rücken oder Bauch liegend, von der Menge über das Publikum hinweg getragen. Dies gleicht einem Surfen auf den anwesenden Konzertgängern.

Kleidung beim Punk

Beim Besuch eines Punkrockkonzerts sollte man sich vorher überlegen, was man anziehen oder wie man dort erscheinen möchte. Natürlich ist es möglich, im Hawaii-Hemd oder im schicken Anzug zu kommen, allerdings müssen Sie dann mit schiefen Blicken rechnen. In den wenigsten Fällen wird man aber von anderen Konzertbesuchern deswegen angesprochen oder gar angegriffen. Der Kleidungsstil der Punker und Subszenegänger ist für die meisten Menschen eher gewöhnungsbedürftig. Von klassischen nietenbesetzten Jacken und Gürteln über Patronengurte, Schottenröcke und Uniformteile, bis hin zu zerrissenen Netzstrümpfen und derben Sicherheitsschuhen ist alles vorhanden. Vielleicht finden Sie im Schrank eine Lederjacke – dieses Accessoire passt zu jeder Punkveranstaltung.

Veranstaltungsorte von Punk-Konzerten

Die Orte und Räumlichkeiten variieren von Band zu Band und Größe der Veranstaltung. Die meisten Punk-Konzerte finden aber auch heute noch in kleineren Clubs und Bars statt. Viele Clubs haben sich auf diese Musikrichtung spezialisiert. Eine der bekanntesten in Deutschland ist wohl das SO36 in Berlin. Wenn man Tickets für Veranstaltungen sucht, bietet sich ein Blick auf eBay an. Seit 1978 spielen im SO36 verschiedenste hochrangige Punk-Bands ihre Sets. Diese Bar ist daher äußerst geschichtsträchtig und ein Zentrum der Szene. Aber auch größere Hallen werden heutzutage mit Punkmelodien gefüllt. Besonders bekannte Bands aus den USA wie zum Beispiel NOFX oder Rancid können in Arenen bestaunt werden. Hier treffen oft die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, um dann gemeinsam mit der Band das Stadion zum Kochen zu bringen. Lassen Sie sich von der Stimmung berauschen. Wem eine oder zwei Bands am Abend nicht reichen, dem seien Open-Air-Festivals zu empfehlen. Hier kann man unter freiem Himmel und über mehrere Tage verschiedenste Bands aufspielen hören und sehen. Das Besondere ist hier der sozio-kulturelle Aspekt der Veranstaltung, da neben den eigentlichen Konzerten vor allem das Campen im Vordergrund steht. Oft reist man schon mehrere Tage vor Festivalstart an, um dann seinen Zeltplatz mit Flaggen, Pavillons und anderen Utensilien zu verschönern. Das gemeinsame Erleben von Musik und gleichen Interessen ist das ultimative Erlebnis. Egal ob Sonnenschein oder Regen, die Stimmung ist definitiv ein Genuss. Trotzdem sollte man auf beides vorbereitet sein – Regenkleidung und Sonnencreme sollten zu jedem Festival-Repertoire gehören.

Punk-Subgenres

Sie wollen ein Punkrock-Konzert besuchen, sind sich aber nicht sicher, welche Stilrichtung Sie bevorzugen? An dieser Stelle sollen die populärsten Subgenres etwas näher erläutert werden.

Deutsch-Punk

Der Deutschpunk drang vor allem um 1980 mit Bands wie den Toten Hosen oder Die Ärzte, in den Mainstream-Bereich vor. Beide Musikgruppen füllen heute Stadien und sind immer noch sehr beliebt, sowohl bei Punks als auch bei den normalen Musikkonsumenten. Ein Besuch einer solchen Kultband ist immer ein Erlebnis. Auch kleinere Deutsch-Punk-Bands treten auf größeren und kleineren Bühnen auf. Die deutschen Texte sind meist eingängig und lassen sich schnell mitsingen. Die deutschen Punkrock-Bands sind neben Pop- und Spaß-Punk vor allem dem Hardcore- und Streetpunk nahe.

77er Punk

Der 77er Punk ist die ursprüngliche Form des Punkrock, wie ihn z.B. die Ramones oder The Clash gespielt haben. Auch heute gibt es Bands, die dieser Linie treu geblieben sind. Möchten Sie sich also den Wurzeln des Punk hingeben, ist so etwas genau das Richtige.

Hardcore-Punk

Der Hardcore-Punk ist schneller und aggressiver als der ursprüngliche 77er Punkrock. Bands aus den Anfängen dieser Szene, wie zum Beispiel Black Flag, spielen auch heute noch. Wenn Sie Fan von Metal sind, könnte Sie auch das Subgenre des Post-Hardcore interessieren. Aus dem Hardcore-Punk haben sich im Laufe der Zeit noch weitere Subgenres wie zum Beispiel Emo-Core (Emotional Hardcore) und Screamo herausgebildet. Diese beiden Zweige sind sehr gefühls- und emotionsgeladen.

Horrorpunk

Der Horrorpunk geht von der - in der Punkrockszene oft besungenen - politischen Thematik weg und widmet sich einem komplett neuen Motiv, dem Horror. Die Texte sind vor allem auf Horrorfilme und den sogenannten „Trash“ (engl. für Müll/Abfall) bezogen. Der Stil ist eine Mischung aus punkigen Elementen und denen des Rockabilly. Urgestein dieser Szene sind The Misfits, welche auch heute noch Konzerte geben. Bei solchen Aufführungen ist es nicht unüblich, sich schaurig zu verkleiden oder zu schminken. Man kann also bei etwaigen Veranstaltungen durchaus auf Skelette und blutüberströmte Gesichter stoßen. Lassen Sie sich dadurch aber nicht verunsichern, das gehört, wie auch die Maskerade der Band, zur Show. Man sollte immer beachten, dass ein Konzert von der Interaktion zwischen Publikum und Band lebt.

Internationaler und Pop-Punk

Internationale Größen, welche auch dem Nicht-Punker bekannt sind, werden aufgrund der großen Beliebtheit dem Pop-Punk zugeschrieben. Die Klänge sind hier zwar punkig bis rockig, aber auf eine melodische und sauber gespielte Weise. Die Konzerte sind geordneter und größer angelegt als die ursprünglichen Veranstaltungen der Szene. Wer sich also an die Konzerte herantasten möchte oder den punkigen Einschlag in Melodien mag, ist hier genau richtig. Als bekannte Stars der Szene gelten hier Avril Lavigne, Blink182 oder Green Day. Bei eBay lassen sich Tickets für diese Bands erwerben. Gerade größere Festivals wie zum Beispiel das High Field oder Rock am Ring / Rock im Park bieten die Chance, viele verschiedene internationale Bands live erleben zu können.

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