Passive Bassboxen für den professionellen Betrieb: Welches Gerät ist der Preis-Leistungs-Sieger?

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Passive Bassboxen für den professionellen Betrieb im Test: Welches Gerät ist der Preis-Leistungs-Sieger?

Wenn Sie sich heutzutage eine Hi-Fi-Anlage kaufen, erhalten Sie in der Regel gleich mehrere Lautsprecher dazu. Viele Anlagen werden mit zwei, einigen mit drei und manche sogar mit fünf Boxen ausgeliefert. Diese werden von einem sogenannten Subwoofer – auch als Bassbox bezeichnet – angesteuert, der die Erzeugung von Bässen übernimmt. Zwar wurden früher zu einer Hi-Fi-Anlage gleich die passenden Bassboxen mitgeliefert, heute wird aus Platz- und Kostengründen jedoch in aller Regel auf nur eine Bassbox zurückgegriffen. Diese wird wahlweise als aktive oder passive Variante geboten. Die passive Bassbox hat dabei einige Vorteile, welche im weiteren Verlauf dieses Ratgebers näher beleuchtet werden.

Doch vielleicht reicht Ihnen eine passive Bassbox für Einsteiger nicht aus, und Sie möchten zu einem Gerät greifen, das auch für den professionellen Betrieb geeignet ist? Dann können Sie diesem Ratgeber entnehmen, welches Gerät eine sehr gute Preis-Leistung zu bieten hat. Zudem erfahren Sie, welche Geräte besonders für den mobilen Einsatz und welche eher für den stationären Einsatz geeignet sind. Die Top 10 der passiven Bassboxen für den professionellen Betrieb soll Ihnen dabei helfen, Ihre Kaufentscheidung zu treffen.

Was sind überhaupt passive Bassboxen und wo liegen die Vorteile?

Ein aktiver Subwoofer ist mit einem eingebauten Verstärker ausgestattet. Von Ihrer Hi-Fi-Anlage bekommt der aktive Subwoofer nur das reine Nutzsignal und verstärkt dieses selbstständig. Das hat zur Folge, das der Subwoofer separat mit Strom versorgt werden muss. Diese externe Stromversorgung kann teilweise einen Einfluss auf die Audioqualität haben, denn der fließende Strom sorgt nicht selten für ein Rauschsignal, das sogenannte Netzbrummen.

Mit diesem Nachteil müssen Sie bei der Verwendung einer passiven Bassbox nicht leben. In dieser befindet sich kein eingebauter Verstärker, daher muss der passive Subwoofer mit der Anlage mit dem entsprechenden Signal versorgt werden. Das Netzbrummen oder sonstige Störungen sind bei einer passiven Bassbox nicht zu erwarten.

Die Top 10 der passiven Bassboxen

Erfahren Sie nun, welche passiven Bassboxen sich bereits bewährt haben und einen näheren Blick Wert sind.

Der Preis-Leistungs-Sieger – der Behringer VP 1800 S

Mit einer Nennleistung von 400 Watt ist diese passive Bassbox aus dem Hause Behringer ein besonders leistungsstarkes Gerät, das bestens für den professionellen Einsatz geeignet ist. Zwar liest sich die Leistung auf den ersten Blick für ein Gerät im Profi-Bereich etwas mager, in der Praxis allerdings überzeugt der Sound dieser Bassbox.

Mit einer Impedanz von 8 Ohm und einer Spitzenleistung von satten 1600 Watt sorgt der Behringer VP 1800 S für einen extrem kraftvollen und lauten Sound. Trotz seiner Leistungsfähigkeit ist das Gerät mit seinen Abmessungen von 530 x 650 x 615 mm nicht zu groß ausgefallen und kann so problemlos transportiert werden. Aufgrund seines im Verhältnis zur Soundqualität geringen Preises ist dieses Produkt ein würdiger Preis-Leistungs-Sieger.

Ein guter zweiter Platz – der Behringer B 1800 X Pro

Ebenfalls aus dem Hause Behringer stammt der Behringer B 1800 X Pro. Dieser ist in der Anschaffung jedoch fast doppelt so teuer wie das vorher genannte Gerät. Allerdings steht er diesem in Sachen Leistung in fast nichts nach. Der Behringer B 1800 X Pro erreicht eine Belastbarkeit von 450 Watt RMS und eine Höchstleistung von 1800 Watt. Damit sorgt die Bassbox für einen kraftvollen Sound, der auch bei größeren Räumlichkeiten richtig gut zur Geltung kommt. Die Impedanz liegt bei 8 Ohm, der Schalldruck beträgt 100 dB 1W/1m. Die empfohlene Trennfrequenz wird vom Hersteller mit 175 Hz benannt. Falls Sie den Behringer B 1800 X Pro für den mobilen Einsatz verwenden möchten, können Sie die Bassbox mit einer passenden Schutzhülle ausstatten. Diese ist zwar nicht im Lieferumfang enthalten, kann jedoch für relativ kleines Geld nachgerüstet werden.

Platz 3 geht an – The Box pro TP 118/800

Als besonders leistungsstarke und gleichzeitig kompakte Bassbox gilt die The Box pro TP 118/800. Mit ihren Abmessungen von 55 x 61,8 x 68 cm ohne Rollen passt das Gerät mühelos in jeden Kofferraum und kann so auch bei Veranstaltungen verwendet werden. Das Gehäuse besteht aus einem robusten Material und ist damit unempfindlich gegen äußere Einflüsse. Auch in Sachen Leistung macht The Box pro TP 118/800 eine sehr gute Figur. Die Belastbarkeit liegt bei 600 Watt RMS, die Spitzenleistung beträgt sogar 2400 Watt. Falls Sie also Wert auf einen besonders kraftvollen Bass legen, ist dieses Gerät eine sehr gute Wahl.

Platz 4 – EV ELX 118

Der 18-Zoll-Woofer von Electro Voice misst 661 x 507 x 574 mm und ist mit einem Gewicht von 31,8 Kilogramm nicht zu schwer, um auch für den mobilen Einsatz geeignet zu sein. Der passive Subwoofer ist mit einer integrierten Hochständerflansch ausgestattet und ist dank seines robusten Gehäuses auch ausreichend stabil.

Der EV ELX 118 verfügt über einen Frequenzgang von 35 bis 200 Hz und erreicht einen maximalen Schalldruck von 134 dB. Damit sind satte Bässe problemlos möglich. Die Leistung liegt bei 400 Watt RMS bei einer Höchstleistung von 1600 Watt. Der Einsatz in den eigenen vier Wänden ist mit dem EV ELX 118 ebenso möglich wie der Einsatz im Profi-Bereich.

Der Fünfte im Bunde – HK Audio Premium PR:O 18 S

Diese passive Bassbox überzeugt mit einer hohen Belastbarkeit und einem satten Schalldruck. Die Belastbarkeit liegt bei 500 Watt RMS, die Höchstleistung beträgt 1000 Watt in der Spitze. Zwar hätte der HK Audio Premium PR:O 18 S dafür eine bessere Platzierung im Test verdient, allerdings ist das Gerät in der Anschaffung im Verhältnis zur Leistung relativ teuer. Dennoch hat der HK Audio Premium PR:O 18 S einiges zu bieten, was einen Kauf attraktiv macht. Neben verschiedenen Anschlüssen bietet die Bassbox einen integrierten TP/HP-Filter und eine passive Weiche. Für die Verwendung einer Distanzstange verfügt diese Bassbox über einen M20-Schraubgewinde.

Platz 6 – Barth Acoustic Systems BSL-15.X

Möchten Sie etwas tiefer in den Geldbeutel greifen, so ist der Barth Acoustic Systems BSL-15.X einen näheren Blick Wert. Zwar ist diese Bassbox mehr als doppelt so teuer wie die Geräte auf den ersten 5 Plätzen dieses Tests, doch dafür hat die Bassbox für das Geld auch einiges zu bieten. Vorhanden sind unter anderem ein 15-Zoll-Neodym-Magnet und ein M20-Stativflansch. Dank der zwei Speakon-Anschlüsse kann diese Bassbox mühelos mit anderen Geräten verbunden werden. Die Belastbarkeit liegt bei 1000 Watt bei einer Höchstbelastung von 2000 Watt. Damit gibt diese Bassbox einen besonders kraftvollen Sound aus und ist für den professionellen Einsatz durchaus ein guter Kauf.

Für Sparfüchse – Omnitronic BX-1550

Viel Leistung für wenig Geld gibt es beim Omnitronic BX-1550. Der hart aufgehängt Subwoofer liefert auch bei starker Beanspruchung einen kräftigen Bass. Die integrierte Bassreflexröhre unterstützt den satten Sound. Mit einer Belastbarkeit von bis zu 800 Watt ist der Omnitronic BX-1550 sowohl für den Bühneneinsatz als auch für den Einsatz als Gesangs- oder Discobox geeignet. Die Abmessungen von 585 x 470 x 455 mm und das Gewicht von nur 18 Gramm machen aus dem Omnitronic BX-1550 ein kompaktes Gerät für unterwegs.

Platz 8 – Seeburg Acoustic Line G Sub 1501

Für Anwender, die auf der Suche nach dem besonderen Extra an Leistung sind, ist der Seeburg Acoustic Line G Sub 1501 eine gute Wahl. Dieser passive Hochleistungssubwoofer verfügt über ein Bassreflex-Gehäuse und einen 15-Zoll-Neodym. Die Belastbarkeit von 1000 Watt wird durch eine maximale Belastbarkeit von satten 3000 Watt ergänzt. Mit einem Schalldruck von beeindruckenden 131 dB ist der Seeburg Acoustic Line G Sub 1501 für den professionellen Bühneneinsatz eine sehr gute Wahl. Selbst größere Räumlichkeiten können mit dieser Bassbox problemlos beschallt werden. Natürlich sind auch ein M20-Hochständeranschluss und ein Rollenbrett-Anschluss mit von der Partie. Dank der integrierten Tragegriffe lässt sich der Seeburg Acoustic Line G Sub 1501 bequem von einem Ort zum anderen transportieren.

Platz 9 – Dynacord PSE 218

Relativ teuer in der Anschaffung ist die passive Bassbox PSE 218 aus dem Hause Dynacord. Allerdings erhalten Sie für Ihr Geld guten Gegenwert, denn die Box erreicht eine Leistung von 500 Watt bei einem Peak von satten 2000 Watt. Damit ist die Dynacord PSE 218 bestens für den passenden PSD 218 Subwoofer geeignet. Für den mobilen Einsatz verfügt die Box über ein robustes Gehäuse, das auch die wildesten Veranstaltungen ohne Beschädigungen übersteht. Allerdings fällt die Box mit ihren Abmessungen von 759 x 575 x 694 mm und einem Gewicht von 41,4 Kilogramm nicht nur groß, sondern auch schwer aus.

Last but not least – der One Systems 212 Sub-W

Wenn Sie auf der Suche nach einer passiven Bassbox sind, die auch härtesten Belastungen standhält, dann sollten Sie einen Blick auf den One Systems 212 Sub-W werfen. Das Gerät ist wetterfest gemäß IP45 und trotz damit auch Wind und Wetter. Mit einer Impedanz von 4 Ohm und einem Frequenzbereich von 50 bis 150 Hz sorgt dieses Bassbox für einen satten Sound. Mit einem Gewicht von 54 Kilogramm ist das Gerät zwar nicht ganz einfach zu transportieren, dank der integrierten 12-Zoll-Woofer ist die passive Bassbox dennoch einen näheren Blick wert.

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