POLLENFLUG: SO SCHÜTZEN SIE SICH!

Aufrufe 8 Mal bewertet mit „Gefällt mir” Kommentare Kommentar
Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war

DURCH MILDE WINTER FLIEGT DER BLÜTENSTAUB IMMER FRÜHER. ETWA 15 MILLIONEN DEUTSCHE REAGIEREN ALLERGISCH DARAUF, TENDENZ STEIGEND

Tränende, brennende, juckende Augen, Niesanfälle, die schmerzhaft sein können, belegte Atemwege, juckende Haut: Rund 15 Millionen Deutsche haben Heuschnupfen. Ihr Immunsystem reagiert heftig auf Eiweißstoffe im Blütenstaub von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Kräutern. Das Klima wird wärmer, deshalb beginnt die Heuschnupfen-Saison immer früher, und viele Baumarten bilden auch mehr Pollen (z.B. Esche ab März). Im Frühjahr schweben 1000 bis 2000 Pollen pro Kubikmeter in der Luft, aber schon 50 können Beschwerden auslösen. Experten erwarten, dass diese Frühjahr besonders schlimm wird: 2008 ist ein "Mastjahr" für Birken. Weil sie zur Pollenbildung viel Kraft Brauchen produzieren sie nur alle zwei Jahre sehr viel Blütenstaub. Jetzt, ab März, ist es wieder so weit. Birkenpollen sind besonders aggressiv, etwa 20 Prozent der Pollen-Allergiker reagieren darauf. WICHTIG: Die Allergie muss man behandeln. Sonst kann aus Heuschnupfen in Nase, Rachen und Hals Asthma in den Bronchien werden (rund 40 Prozent Betroffene)

URSACHE BEHANDELN

Der Hautarzt findet durch Hauttests heraus, auf welche Pollen man reagiert. Die beste Behandlung ist die Hyposensibilisierung (auch Desensibilisierung oder Spezifische Immung-Therapie, SIT, genannt). Sie hilft über 80 Prozent der Betroffen, wird von der Kassse bezahlt.                                                                 

- Bei der klassischen Variante spritz der Arzt das Allergen (z.B. Birkenpollen) 10- bis 16-mal (meist einmal pro Woche) in steigender Dosis unter die Haut (Aufsättigung), danach meist einmal pro Monat. Diese Gewöhnungs-Kur dauert in der Regel drei Jahre.

-Ohne Spritzen get es mit Sublingualen Immunterherapie (SLIT): Eine Allergen-Lösung wird unter die Zunge geträufelt.

- Für Gräserpollen- Allergiker gibt es spezielle Tabletten. Man muss täglich eine nehmen. Wichtig ist auch, dass man etwas gegen dei akuten Heuschnupfen-Beschwerden tut, damit sie nicht chronisch werden.

SYMTOME LINDERN

Die Probleme entstehen, durch das Gewebehormon Histamin, das derKörper als Reaktion auf Pollen-Eiweiße verstärkt bildet.

-Anti-Histaminka (Z.B. Tabletten, Nasenspray, Augentropfen) blocken den Stoff.

-Bei heftigeren Entzündungen (z.B. Bindehaut kann der Arzt Mittel mit Cortison verschreiben.

-Nasenspülungen mit isotonischer Salzlösung  schwemmen den Blütenstaub aus.

 

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden