Onlinebanking / Überweisung und Versandzeit

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Mit diesem Ratgeber möchte ich versuchen ein wenig Aufklärung in Sachen Onlinebanking / Banküberweisung und dem damit zusammenhängenden Versandzeiten zu geben. Im zweiten Abschnitt möchte ich gerne kurz auf Versandzeiten eingehen.

Online Banking/Überweisung:

Immer wieder taucht die Frage auf " Wo bleibt meine bereits bezahlte Ware?"

Schaut man dann als Verkäufer in die Abwicklungsdaten fallen oft Kunden auf, die vielleicht Donnerstags oder sogar erst Freitag nachmittags Ware gekauft haben und bereits Montags oder Dienstags ungeduldig nach dem Verbleib der Ware fragen.

 

Dabei sind offensichtlich viele der Ansicht, dass eine Onlinebanking Transaktion wie "Echtzeitbanking" läuft.

Also: Überweisen, Geld ist weg und der Verkäufer hat es dann ja!

Das ist -aus gutem Grund - natürlich nicht so.

Abgesehen von den technischen Abläufen der tatsächlichen Übergabe durchläuft die Transaktion die Prüfung im Rechenzentrum der Bank.

Erfahrungsgemäß arbeitet man dort ab Freitags nachmittag bis Montag morgen nicht mehr.

Wenn das nicht so wäre und Onlinebanking wäre tatsächlich "Echtzeitbanking", würde folgendes passieren:

Man könnte sich schnell mit jemanden einigen und eben mal 1 Millionen überweisen - der Empfänger hebt das Geld ab und macht sich aus dem Staub, zusammen mit dem Anweiser :-)

Was jedoch zur Täuschung beiträgt:

LEIDER - muß man dazu erwähnen- taucht die Anweisung beim Anweisenden in der Übersicht des Kontos direkt nach Ausführung als gebucht auf ...

Insgesamt:

Bankanweisungen sind schneller geworden, Szenarien wie von manchen Verkäufern beschrieben (1 Woche oder mehr) gibt es kaum noch.

Aber: Es dauert halt -trotz Online - noch immer 1-3 Werktage (!!!).

Was macht die Überweisung langsamer?

1. Natürlich langsamer sind Überweisungen, die Sie im schlechtesten Fall in den Briefkasten der Bank einwerfen.

Ganz simpel: Es dauert bis

a) der Briefkasten entleert wird

b) ein Mensch Ihre Anweisung auf den Tisch bekommt und irgendwann in den PC eingibt (ein Mensch der vielleicht gerade frei hat, Urlaub, krank, etc.)

2. Sie überschreiten Ihr Limit

Die Anweisung geht erst mal auf Eis und wird von Ihrem zuständigen Bankangestellten geprüft, ob dennoch freigegeben werden kann.

3. Bankintern-Extern

Anweisungen innerhalb der gleichen Bank sind natürlich schneller, als Anweisungen von fremden Banken.

Das Geheimnis Bank zu Bank und warum manchen schneller als andere sind ist hier kaum zu lüften.

Oft geht es sogar um interne Kostenfragen der Meldungen, manche Banken sind schneller und melden öfter, andere langsamer ...

 

4. Auslandsüberweisung

Sowieso klar, oder?

 

Versandzeiten:

 

Das Thema ist recht komplex, da es inzwischen ja viele verschiedene Dienstleister gibt und dabei auch noch verschiedene Versandarten.

Ich kann daher nur verschiedene Anregungen zu typischen Verzögerungen geben:

Als Klassiker nahezu alle Versanddienstleister betreffend: Wochenende und Feiertage. Bedenken Sie dabei auch, dass gerade Feiertage zu "Anstauungen" im üblichen Zustellbetrieb führen.

Folgendes Phänomen ist u.a. bei DHL/Post vielen Versendern und Empfängern unklar:

Briefe gehen einen anderen Weg als Pakete. Während man einen Brief noch bis klassisch 16:00 Uhr mit hoher Erfolgsquote der Ankunft am nächsten Tag in den Briefkasten werfen kann, ist die Situation beim Paket völlig anders.

Gerade ländliche Gebiete verzeichnen hier oft ein seltsames Problem:

Pakete kommen zu den zuständigen Frachtzentren. Dabei werden von den Frachtfahrern i.d.R. die Pakete bereits bis Mittag an den Abholstellen eingesammelt.

Hat man es nun mit einer sehr kleinen Poststelle zu tun, kann es im schlimmsten Fall vorkommen, dass dort gar keine Fracht abgefahren wird. Die Pakete werden meist von Zustellern in die Zustellzentren gebracht und erst dort dem Frachtfahrer für die Fahrt zum Frachtzentrum übergeben.

 

Ein Beispiel für eine sehr schlechte Konstellation:

Sie geben ein Paket am Tag 1 in der kleinen Poststelle mittags um 14:00 Uhr auf. Der Zusteller ist bereits durch.

Ihr Paket liegt dort bis Tag 2. Am Tag 2 nimmt es der Zusteller mit zum Zustellzentrum, dort verpaßt er aber den Frachtfahrer.

Das Paket liegt also dort bis Tag 3. Am Tag 3 wird es vom Frachtfahrer mit ins Frachtzentrum mitgenommen und beginnt demnach erst dann seine Reise.

Erst ab diesem Tag 3 können Sie mit der Laufzeit 1-2 Tage rechnen.

Sooo und nun haben Sie auch noch Pech, ein Wocheende oder ein Feiertag kommt dazwischen ....

Wie man gut sieht, kann also trotz Schnelligkeit des Versenders eine ungünstige Konstellation zu unerwünschten Verzögerungen führen.

Was man bei all den Betrachtungen auch nicht vergessen sollte: Die Sendungen sind auf der "Straße" unterwegs. Denkt man dabei an unser so toll überaltertes Straßennetz mit all seinen Staus und Katastrophen bei Wintereinbruch, so sollte man in der Winterzeit erwägen, dass sich dadurch nochmal Verzögerungen ergeben. 

 

Fazit:

Beachten Sie bitte vor Anfragen die o.g. Umstände und berücksichtigen Sie Ihre Versandzeitbewertung dabei. Denken Sie auch daran, dass je nach Verkäufer natürlich Bereitstellungszeiten gerechnet werden müssen, das Paket muß ja auch gepackt werden.

Es ist daher schon erstaunlich und eine tolle Leistung, dass überhaupt so viele Sendungen oft mit nur 1-2 Werktagen Laufzeit ans Ziel kommen.

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