Motorräder aus China: Dirtbikes, Dax, Monkey und andere

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Bei einer Reihe von Ratgebern ist die Rede von Problemen und Schwieirgkeiten mit chinesischen Fahrzeugen aller Art: Quads, ATVs, Dax Monkey, Dirtbikes und auch große Motorräder. Dabei werden unter Generalverdacht diese Produkte in Mißkredit gebracht, der Ihnen nicht zusteht. In der Regel ist nämlich nicht das Fahrzeug das Problem, sondern der Besitzer.

Da kauft jemand ein Motorrad, bezahlt dafür etwa 800€, also soviel wie für einen Satz Winterreifen oder eine große Inspektion am PKW, gibt sich keine Mühe bei der Montage, weil das Ding je am Samstag nachmittag schon laufen muß und beklagt sich dann, wenn etwas nicht so funktioniert, wie er es erhofft. Ein technisches Gerät, gleich welcher Art, muß mit Sachverstand und Konzentration zusammengebaut werden. Wenn dies geschieht, dann sind die meisten chinesischen Fahrzeug völlig unproblematisch. Das zweite Problem ist, dass die Chinesen bei der Herrstellung auch nur mit Wasser kochen. Wenn also der gemeine Billigheimer nur 150€ für ein Dirtbike ausgeben will, der Verkäufer aber auch noch etwas verdienen muß, dann muß das Ding eben ganz billig zusammengeflickt werden. Das ein Motorrad mit 110ccm für 150€ nichts taugen kann, sagt einem schon der gesunde Menschenverstand. Leider ist der eben bei der Zielgruppe in der Regel nicht allzu ausgeprägt. Es liegt also wieder nicht am Fahrzeug, sondern am Käuferverhalten. Das dritte Problem ist, dass es immer wieder Händler gibt, die Holzspielwaren, Gartengeräte, Textilien o.ä. im Hauptberuf verkaufen, mal einen Container Motorräder oder Quads mitbestellen. Dass der Sachverstand händlerseits nicht so groß ist, wie er vielleicht sein sollte, ist leicht nach zu vollziehen. Aber auch dies ist wieder eine Frage des Käuferverhaltens. Wenn die Preise dieselben sind, sollte man doch besser da kaufen, wo es auch eine Werkstatt oder Händlernetz gibt. Also wieder ein Appell ans Käuferverhalten.

Die chinesischen Fahrzeuge werden für den chinesischen Binnenmarkt in solch großen Stückzahlen gefertigt, dass ein Unternehmen mit schlechter Qualität kaum eine Chance auf Bestand hat. Der chinesische Markt besteht aus etwa 200 Fabriken, die sich einen Pool von etwa 60 Modellen teilen. Der Binnenmarkt fasst etwa 10 Millionen Fahrrzeuge jährlich. Da ist es kaum wahrscheinlich dass sich die Chinesen die Mühe machen einen Container (etwa 40St.) in schlechter Qualtität zu bauen, nur damit die Ebay Kunden was zu maulen haben. Natürlich entsprechen die Fahrzeuge nicht in allen Belangen den deutschen Anforderungen, aber bei dem gebotenen Preis-Leistungsverhältnis spricht gerade im kleinen Hubraumbereich vieles für ein Fahrzeug chinesischer Fertigung.

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