Motorola Razr V3

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Das Razr V3 - Pro und Contra

Immer wieder angeboten und gerne gekauft : Das Motorola Razr V3. Sicherlich eines der attraktivsten Klapp-Handys des Jahres 2005,
wie man auch an der Zahl der Publikationen sieht. Jedoch sollte man vor der Kaufentscheidung kritisch prüfen, ob dieses Gerät wirklich
die persönlichen Ansprüche erfüllt :

1.) Design - In jedem Fall ein Knaller. Egal ob in Pink oder Schwarz - das Razr V3 ist ein Hingucker. Das Design ist gelungen, wenn auch
                     das relativ hohe Gewicht für ein so kompaktes Gerät überrascht. Wer braucht da noch Express-On-Covers..... ?

2.) Verarbeitung - Durchweg gut und solide. Ein Tastenfeld, das so schnell nichts übel nimmt ( außer vielleicht Aceton und andere
                               Lösungsmittel ), da die Tastenfelder durch eine hinterleuchtete Gummi-Trennmatte schön abgedichtet sind. Da macht
                               auch der ein oder andere Regentropfen so schnell nichts aus, wenngleich das V3 kein ausgesprochenes Outdoor-Handy
                               ist - dazu wäre ein anderes Gehäusematerial notwendig sowie eine entsprechende Batteriefach-Dichtung. Aber für den
                               allgemeinen Gebrauch - nicht nur im Haus - durchaus top-verarbeitet.

                               Dies gilt auch für die Gehäusefarbe : sie verzeiht auch ein herausfallen aus einer Hemdentasche, ohne schnell zu verkratzen
                               oder helle Schrammen zu zeigen. Erstaunlich : Die Abdeckung von Kamera und äußerem Display sind ebenfalls sehr
                               Widerstandsfähig und verzeihen ebenfalls die ein oder andere unsanfte Berührung mit dem Boden.

3.) Bedienung - durchwachsen. Zum einen reiht es sich mit der Grafischen Menuführung in die mittlerweile übliche Art der Bedienung ein,
                           jedoch sind einige Untermenus unübersichtlich und schlecht verständlich. Da hilft auch keine Mini-Bedienungsanleitung
                           weiter, in der leider vieles zu wenig oder garnicht erklärt ist.

                           Die außen angebrachten Tasten sollten besser ebenfalls mit dem Klappdeckel gesperrt werden - schnell hat man das V3
                           in den lautlosen Zustand versetzt und wundert sich, warum niemand mehr anruft - bis man mal das Display öffnet. Peinlich,
                           sowas sollte einem renomierten Hersteller wie Motorola nicht passieren. Ein deutlicher Minuspunkt !

                           Das Display ist im großen und ganzen gut ablesbar, bei direktem Sonnenlicht wird es allerdings auch mit hoher Kontrast-
                           Einstellung eng .

                           Die intergrierte Freisprecheinrichtung mit Vollduplexfunktion ist nur bedingt tauglich, da der Klang extrem blechern ist.
                           Dafür ist die "normale" Gesprächsverbindung von sehr guter Qualität.

                           Wer seine Termine mit Outlook synchronisieren will, wird enttäuscht sein : Adressen und Co. sind kein Thema, mehr ist
                           allerdings auf direktem Weg nicht möglich.

                           Wer das V3 mit einer Bluetooth-FSE im Auto betreiben will freut sich über die schnelle Handshake-Verbindung. Im
                           Vergleich zu anderen Herstellern geschieht der Verbindungsaufbau sehr schnell. Allerdings ist die Synchronisation des
                           Telefonspeichers mit der FSE eine langwierige Angelegenheit, die schon mal bis zu 2 Minuten dauern kann ( abhängig von
                            ( der Zahl der Einträge im Telefon ). Die Akku-Lebensdauer geht beim BT-Connect leider recht schnell in die Knie,
                           weshalb sich ein KFZ-Ladekabel empfiehlt, wenn man oft länger im Auto unterwegs ist. Dafür wird aber auch die BT-
                           Verbindung sauber getrennt, was nicht bei jedem Handyhersteller selbstverständlich ist.

                           Leider ist die Konfiguration von Funktionen wie EMail alles andere als einfach - hier wird man auf eine harte Probe gestellt.
                           Wer diese Funktion unbedingt benötigt sollte am besten seinen Händler die Einstellungen vornehmen lassen - und sich daran
                           erfreuen wie ihm die Schweißperlen von der Stirn kullern.

4.) Akku :         Bei dem mitgelieferten Akku handelt es sich um einen LiPo-Akku ( Lithium-Polymer ). Dieser besitzt viele positive, aber auch
                          negative Eigenschaften. So besitzt ein LiPo-Akku keinen Memoryeffekt und hat bei kleiner Bauform eine sehr hohe Kapazität,
                          die mobilen Geräten zu einer langen Laufzeit verhilft. Allerdings mögen diese Akkus keine Tiefst-Entladung, und hier setzt ein
                          Schwachpunkt des Razr V3 an : Man sollte tunlichst vermeiden den Akku soweit zu entladen, bis sich das Gerät selber ab-
                          schaltet - denn die Akkuüberwachung schaltet viel zu spät ab !! Dieses Spiel machen Sie ein paar mal, spätestens dann werden
                          Sie sich wundern, warum der Akku nach 24 Stunden Standby, 2 Telefonaten und einer SMS schon wieder nach dem Lade-
                          Gerät verlangt !

                          Sie sehen, auch moderne Geräte verdienen ein wenig Aufmerksamkeit, damit Sie lange Freude daran haben   : )

 

Mein persönliches Fazit : Wer ein schickes Telefon mit guter Qualität sucht, der ist mit dem V3 gut beraten. Wer Wert auf HiClass-
                                            und Business-Funktionen wie z.B. EMail sucht sollte aber eher zu einem PDA oder Smartphone greifen.

 

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