Messer, Gabel und Löffel – Tipps zum Kauf von Kinderbestecken

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Messer, Gabel, Schere, Licht... - darauf sollten Sie beim Kauf von Kinderbestecken achten.

Die ersten Monate werden Babys durch das Stillen oder das Fläschchen gefüttert. Frühestens nach dem 4. Monat und meist mit einem halben Jahr beginnt eine aufregende Zeit für Eltern und Babys. Der erste Brei darf gefüttert werden. Für das Baby ist die Umstellung auf feste Kost anfangs schwierig. Nicht jedes Kind begrüßt diese Art der Nahrung oder den Umgang mit dem Löffel. Eltern benötigen jetzt eine passende Breischale, einen Warmhalteteller und natürlich den richtigen Löffel. Hat sich das Baby erst einmal an die neue Nahrung gewöhnt, greift es selbst nach dem Löffel. Das Interesse ist groß, mit dem neuartigen Ding umzugehen und sich selbst die Nahrung zum Mund zu führen. Dieses Verhalten ist ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit von den eigenen Eltern.

Allerdings ist das Selberessen deutlich schwieriger, als es für die Kleinen aussieht. Die Eltern können mit dem richtigen Besteck und kleinen Hilfen Unterstützung leisten. Wichtig hierbei: Besteck und Geschirr sollten auf die Größe und Entwicklungsschritte der Kinder zugeschnitten sein. Ebenso kommt es auf Beschaffenheit und Materialien an. Der folgende Ratgeber bietet Ihnen einen umfassenden Einblick zum Thema Kinderbesteck und Kindergeschirr. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kauf des ersten Löffels bis hin zum ersten eigenen Besteck-Set achten sollten.

Der erste Brei mit dem richtigen Breilöffel

Babys dürfen frühestens nach dem vierten Monat mit der ersten Breikost beginnen. Vorher ist der Körper noch nicht in der Lage, den Brei zu verwerten und überhaupt zu schlucken. Ein Reflex in der Zunge schiebt zu feste Nahrung aus dem Mund wieder heraus. Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn sich das Baby für die Nahrung und Mahlzeiten der Eltern interessiert. Jetzt darf wild probiert werden, welche Geschmacksrichtungen es sein dürfen und was sofort wieder auf dem Lätzchen landet. Doch bevor der erste Brei überhaupt angerührt oder das Gläschen geöffnet wird, sollten Sie einen passenden Breilöffel parat haben. Babys haben anfänglich noch große Probleme, den Löffel im Mund zu akzeptieren und die Nahrung hinter Richtung Gaumen zu schieben.

Sie beißen gern auf dem Löffel herum, saugen daran oder spielen mit Löffel und Zunge. Spezielle Babylöffel sind deshalb aus weichem Kunststoff gefertigt und besitzen abgerundete Kanten. Das Baby kann sich mit dem Löffel im Mund nicht wehtun und getrost drauf herumkauen. Manche Löffel besitzen ein Mundstück aus Silikon, das sich noch weicher anfühlt und der weichen Brust oder dem Fläschchen-Sauger nachempfunden ist. Sträubt sich Ihr Kind akut gegen einen Löffel aus Kunststoff, scheint die Silikon-Variante eine gute Wahl. Viele Kinder können sich deutlich besser an das weiche Material gewöhnen und schieben es mit der Zunge nicht sofort heraus. Hat sich das Baby erst einmal an den Löffel als Besteck gewöhnt, dürfen Sie auch zu einem Kunststoff-Breilöffel übergehen.

Darauf müssen Sie bei einem Breilöffel achten

Ein anderer Vorteil der Breilöffel ist die kleinere Form. Babys Mund ist ebenso sehr klein, weswegen sich der Löffel anpassen sollte. Spezielle Fütterlöffel haben außerdem einen längeren Stil. Dies ist deutlich bequemer für die Eltern, da sie sich nicht zu nah zum Baby beugen müssen. Am besten liegen Löffel in der Hand, die einen gummierten Stil besitzen oder einen speziell geformten Griff. Mit einem guten Halt in der elterlichen Hand können Babys deutlich besser den Brei vom Löffeln nehmen und nichts geht daneben. Ebenso erleichtert eine gebogene Form des Löffels das Füttern.

Eine besondere Form ist der Löffel mit Wärmesensor. Anhand seiner Verfärbung erkennen Sie, ob der Brei bereits die optimale Temperatur besitzt oder noch zu heiß ist. Meist verfärbt sich bei diesen Löffeln nur die Spitze. Das ständige Kosten und Probieren der Babynahrung fällt für die Eltern dann weg. Der Löffel ändert seine Farbe immer dann, wenn die Nahrung noch zu heiß ist. Die meisten Löffel reagieren bei etwa 37 °C. Sobald der Brei wärmer als die eigene Körpertemperatur ist, empfinden Kinder dies als zu heiß. Der optimale Brei besitzt eine Temperatur von etwa 35 °C.

Das sollten Breilöffel in jedem Fall sein:

  • Spülmaschinengeeignet
  • Mikrowellenfest
  • Ergonomisch geformt
  • Die Front recht schmal
  • Griffig und weich
  • Länglich zum besseren Umrühren

Weiteres Zubehör für die ersten Breiversuche

Neben dem Löffel sollte auch das richtige Geschirr nicht fehlen. Eine kleine Kinderschale hält sich gut in der Hand oder hat durch einen gummierten Fuß perfekten Halt auf dem Tisch. Die Schale kann nicht so schnell umkippen. Außerdem gibt es kleine Teller, die sich besonders leicht in der Hand halten lassen. Dauert es am Anfang noch länger, eignet sich bei Teller mit Warmhaltefunktion. Er kann entweder in der Mikrowelle erwärmt oder mit heißem Wasser befüllt werden. Der Brei auf dem Teller kühlt nur sehr langsam aus und passt sich damit den Essgewohnheiten von Babys an. Verweigert das Baby nach einer gewissen Fütterungszeit den Brei, dann kann es an der zu geringen Temperatur liegen. Kinderbesteck und -geschirr gibt es beispielsweise von Tupperware.

Esslernbesteck als Vorstufe zum Kinderbesteck

Ist der Brei akzeptiert und das Essen verinnerlicht, kommt der Wunsch nach dem eigenen Besteck. Viele Babys lassen sich nur die ersten Wochen oder Monate füttern. Danach wollen Sie selbst an den Teller und sich schon selbst versorgen. Auch hier stehen sie wieder vor einer großen Aufgabe, die nur in seltenen Fällen von Anfang an klappt. Kinder müssen zum Steigern ihrer motorischen Fähigkeiten selbst Erfahrungen mit dem Löffel machen. Manche Eltern mögen genau an diesem Punkt verzweifeln, da die Küche eher einem Schlachtfeld gleicht, als einem sauberen Essplatz. Halten Sie sich jedoch vor Augen, dass die Lernphase sehr wichtig ist und früh zur Selbstständigkeit erzieht. Relativ junge und sehr wissbegierige Kinder können als nächsten Schritt auf Esslernbesteck zurückgreifen. Die Löffel und Gabeln sind besonders gebogen und geformt und lassen sich dadurch besser zum Mund führen. Teilweise besitzen sie eine geriffelte Oberfläche.

Viele Babys haben noch Probleme den Brei auf dem Löffel zu lassen. Die besondere Oberfläche unterstützt sie dabei, den Brei besser zum Mund zu führen. Er kann nicht so schnell herunterrutschen. Achten Sie auch hier auf eine angenehme und samtige Griffoberfläche, für einen besseren Halt in der kleinen Hand. Das Esslernbesteck besteht meist aus Kunststoff, da es somit ein geringes Gewicht besitzt und dem Baby nicht zu schwer wird. Manche Löffel sind mit einem speziellen Schutzschild vor dem Griff ausgestattet. Damit schieben sich die Kinder den Löffel nicht zu weit in den Mund und können sich damit auch nicht verletzen. Später haben sie deutlich besser ein Gefühl dafür, wie weit der Löffel in den Mund geschoben werden sollte.

Wichtig beim Esslernbesteck:

  • Die Griffe müssen rutschfest und leicht zu halten sein.
  • Alle Teile für Rechts- oder Linkshänder gleichermaßen geeignet. Babys wechseln beim Essen gern die Hand.
  • Die Gabel besitzt nur leicht angespitzte Zinken.
  • Das Messer verfügt über eine sichere Schneide und kann keine Verletzungen hervorrufen.

Das dazu passende Esslerngeschirr besitzt ebenso eine rutschfeste Unterseite. Bestenfalls lassen sich Schüssel und Teller ineinander stellen, um größere Verunreinigungen zu vermeiden. Später ist der Teller dann auch als separater Teller verwendbar. Zu Beginn sollten Babys von einem tieferen Teller oder aus einer Schale essen. Das erleichtert das Aufschaufeln der Beikost und ist deutlich öfter mit Erfolgserlebnissen für die Kleinen gekrönt. Ab etwa einem Jahr bieten sich auch flachere Teller an. Jetzt sind die Speisen deutlich fester und nicht mehr breiartig. Kleine Stücke Fleisch spießt ihr Kind mit der Gabel auf oder versucht sich schon beim Vorgang des Zerschneidens.

Das erste eigene Kinderbesteck aus Edelstahl

Nach dem ersten Lebensjahr fordern die meisten Kinder ein eigenes Besteck aus Edelstahl. Sie wollen nicht mehr vom Kunststoff-Löffeln essen und ein ähnliches Besteck besitzen, wie Mama und Papa. Kinderbesteck ist dabei deutlich kleiner und lässt sich für den kleinen Mund besser handhaben. Es gibt Modelle, die komplett aus Edelstahl bestehen und an den Enden der Griffe kleinen Figuren eingraviert haben. Damit ist das Kinderbesteck leichter zu erkennen und macht auch den Kleinsten Spaß beim Essen. Andere Varianten besitzen einen Griff aus Kunststoff. Der Vorteil hierbei ist, dass die Besteck-Teile etwas leichter sind und damit besser von den zarten Händen gehalten werden können.

Außerdem können rutschfeste Griffe vorhanden sein, mit denen das Essen deutlich leichter fällt. Edelstahl-Besteck ist manchmal recht schwer und rutschiger in den Händen. Hier bietet sich ein Griff an, der am Ende wieder etwas auseinandergeht. Damit liegen auch diese Teile besser in der Hand. Edelstahl ist dafür deutlich robuster und resistent. Es kann problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden oder vom Tisch herabfallen. Das Besteck ist oft so langlebig, dass es sich noch für den nächsten Nachwuchs verwenden lässt.

Was gibt es noch zu beachten:

  • Auch hier muss das Messer über eine sichere Schneide verfügen. Andernfalls verletzen sich die Kinder beim Schneiden.
  • Die Kindergabel besitzt meist vier Zinken, die an der Front besonders abgerundet sind. Somit reduziert sich die Verletzungsgefahr.
  • Beim Löffel gibt es jetzt schon Unterschiede zwischen einem Suppenlöffel und einem Dessertlöffel. Damit ist Ihr Kind bestens ausgestattet.

Ein schönes Geschenk: personalisiertes Kinderbesteck mit Gravur

Der erste Geburtstag bietet Anlass für ein ganz besonderes Geschenk. Wie wäre es mit einem personalisierten und gravierten Kinderbesteck. Dies funktioniert am besten mit reinen Edelstahl-Sets. Auf jedem Besteck-Teil steht dann der Name oder Spitzname des Kindes. Auch Initialen lassen sich problemlos eingravieren. Damit bekommt ihr Kind ein sehr langlebiges Geschenk und eine schöne Erinnerung an den ersten Geburtstag.

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