Hightech auf den Ohren – Headsets für ein brillantes Hörerlebnis

Mag ich anklicken, wenn dieser Ratgeber hilfreich war
Hightech auf den Ohren – Headsets für ein brillantes Hörerlebnis

Mit Headsets, einer Kombination aus Kopfhörer und Mikrofon, können Sie hören und sprechen und haben trotzdem beide Hände frei. Während man für das Telefonieren bereits mit einfachen und günstigen Headsets gut bedient ist, sollte die Qualität für die Verwendung im Multimedia-Bereich deutlich steigen. Musikgenuss oder realistischen Spiele-Sound erreichen Sie nur, wenn Sie bei Headsets auf Hightech achten.

Die verschiedenen Ausführungen von Headsets

Headsets gibt es in unterschiedlichen Ausführungen, zum Beispiel mit

  • zwei Ohrmuscheln,
  • einer Ohrmuschel oder
  • als Stöpsel im Ohr.

Headset mit zwei Ohrmuscheln

Wer Umgebungsgeräusche komplett ausblenden möchte, ist sicher gut beraten, ein Headset mit zwei Ohrmuscheln und einem Mikrofon am Bügel anzuschaffen. Solche Headsets funktionieren im Grunde wie ganz normale Kopfhörer. Der Mikrofonbügel sollte sich schwenken lassen. Dann kann das Headset auch zum Musikhören oder Videoschauen gut verwendet werden.

Dadurch, dass beide Ohrmuscheln bedeckt sind, lenken Geräusche in der näheren Umgebung nicht vom Hörgenuss ab. Das ist auch für PC-Spiele sehr hilfreich.

Tipp: Achten Sie darauf, dass das Headset über eine Rauschunterdrückung für Nebengeräusche verfügt, die entweder auf Dauer aktiv ist oder sich bei Bedarf zuschalten lässt.

Headsets mit nur einer Hörmuschel

Headsets mit nur einer Hörmuschel sind eine abgespeckte Modellvariation der Kopfhörer-Headsets. Normalerweise wird ein solches Headset mit einem Klemmbügel befestigt. Hier erfolgt die Wiedergabe allerdings mono, und deshalb sollten Sie solche Headsets ausschließlich zum Telefonieren verwenden. Für alle anderen Anwendungen ist ein Stereo-Headset die bessere Wahl.

Achtung: Das Tragen von Headsets mit einer Hörmuschel ist gewöhnungsbedürftig, weil durch den Klemmbügel ein leichter Druck auf dem Kopf entstehen kann. Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Enden des Bügels weich gepolstert sind, um das unangenehme Gefühl zu mindern.

Kauftipp: Gute Headsets mit einer Ohrmuschel erlauben es, dass man die Ohrmuschel tauscht und sie somit wahlweise sowohl auf dem rechten als auch auf dem linken Ohr tragen kann.

Stöpsel im Ohr

Die Lösung mit einem Stöpsel im Ohr ist man häufig bereits von MP3-Playern oder Handys gewohnt. Für PC-Chats oder das Telefonieren im Internet kann man sie aber auch problemlos verwenden. Auch diese Modelle sind in der Regel nur in Mono erhältlich. Für absoluten Hörgenuss in Stereo und eine perfekte Soundübertragung sind sie meist nicht geeignet.

Mit oder ohne Kabel – das unterscheidet Headsets voneinander

Es gibt Headsets sowohl mit als auch ohne Kabel. Bei der kabelgebundenen Lösung sollten Sie darauf achten, dass die Kabel ausreichend lang sind. Ansonsten tauschen Sie den Vorteil freier Hände gegen den Nachteil mangelnder Flexibilität ein. Zu lang sollten Headset-Kabel allerdings auch nicht sein, weil sie sich sonst rasch verdrehen oder in anderen Gegenständen auf dem Schreibtisch verfangen.

Eine in jedem Fall elegantere Lösung sind kabellose Headsets. Hier werden die Audio-Daten per Funk übertragen. Solche Headsets können Sie entweder für den PC oder auch mit dem Handy oder Ihrem Festnetztelefon verwenden. Es gibt sogar Hersteller, die die Nutzung von ein und demselben Headset für mehrere Geräte zulassen.

Während PC und Handy hier überwiegend mit Bluetooth-Technologie arbeiten, wird bei der Festnetztelefonie das digitale DECT-Verfahren verwendet. Inzwischen gibt es aber auch moderne Festnetztelefone, die mit Bluetooth funktionieren. DECT-Headsets erlauben eine Distanz zwischen Sender und Empfänger von theoretisch bis zu 300 Metern. In Gebäuden oder wenn massive Hindernisse vorhanden sind, sinkt die Sendeleistung jedoch auf 50 Meter oder sogar darunter.

Im Grunde ist auch die Bezeichnung als DECT-Headset nicht ganz korrekt. Es handelt sich dabei von der Technologie her eigentlich um ein komplettes kleines Telefon, das auch einzeln an der Basisstation angemeldet werden muss. Im Umkehrschluss bedeutet das, Sie müssen bereits über ein DECT-Telefon samt Basisstation verfügen, um ein solches Headset überhaupt nutzen zu können.

Bluetooth-Headsets sind sehr praktisch

Während die ersten Bluetooth-Headsets noch mono gearbeitet haben, gibt es inzwischen auch eine ganze Reihe von Stereo-Modellen, die sich auch zum Musikhören oder für PC-Spiele verwenden lassen. Einen Nachteil haben sie allerdings: Bluetooth-Headsets benötigen Strom. Sie verfügen über integrierte Akkus, die von Zeit zu Zeit aufgeladen werden müssen. Bedingt durch diese Akkus ist das Gewicht der Headsets meist auch etwas höher als das von Modellen, die per Funk arbeiten.

Beim Handy hat sich diese Technologie inzwischen durchgesetzt. Wer aber auch zu Hause mit Bluetooth-Headsets arbeiten möchte, sollte darauf achten, die richtige Klasse zu wählen. Hier gibt es Unterschiede zwischen

  • Klasse 1 – Entfernung zwischen Sender und Empfänger maximal zehn Meter,
  • Klasse 2 – Entfernung zwischen Sender und Empfänger maximal fünfzig Meter und
  • Klasse 3 – Entfernung zwischen Sender und Empfänger maximal 100 Meter.

Achtung: Je höher die Sendeleistung ist, umso größer ist der Akku und umso schwerer ist das Headset. Für die meisten Anwendungen genügt eine niedrige Klasse. Die Übertragungsqualität wird übrigens durch die Klassenwahl nicht beeinflusst.

Headsets für Computerspiele – Hightech auf den Ohren

Ein sehr großer Anteil an Menschen, die Headsets zu Hause benutzen, sind Computerspieler. Hier hat ein Headset ganz unbestreitbar sehr große Vorteile. Bei vielen Browser- oder Multiplayer-Games ist es zwingend notwendig, mit anderen Spielern zu kommunizieren, um beispielsweise Spielstrategien abzusprechen.

Trotzdem ist es für den Spielverlauf sehr wichtig, beide Hände für die jeweils eingesetzten Controller freizuhaben. Außerdem blenden gute Headsets alle Nebengeräusche aus, sodass es dem Spieler möglich ist, vollkommen in die Spielwelt einzutauchen und sich auf sein Spiel zu konzentrieren.

Surround-Headsets

Besonders bei aufwendigen Spielen ist es hilfreich, wenn es eine Raumklangunterstützung gibt. Dafür sind bei sogenannten Surround-Headsets mehrere Membranen in einer Hörmuschel angeordnet.

Achtung: Es ist wichtig, dass Ihre Soundkarte die Verwendung von Surround-Headsets unterstützt. Nur so können Sie von den Möglichkeiten, die dieses Headset Ihnen bietet, auch tatsächlich profitieren. Alternativ können Sie ein Headset mit USB-Anschluss verwenden, das über eine eigene Raumklangunterstützung verfügt.

Surround-Lösungen

Raumklang ist auch möglich, wenn Sie eine sogenannte virtuelle Surround-Lösung einsetzen. Dazu verwenden Sie ein Stereoheadset und verbinden es mit dem Stereoanschluss am PC. Diese Lösung ist unter Umständen praktischer, weil Stereoheadsets leichter sind als Surround-Headsets und nur zwei anstelle von vier Steckern zur Verbindung gebraucht werden.

Kauftipp: Achten Sie darauf, dass das Stereo-Headset den Vermerk „Dolby Headphone“ trägt. Mithilfe einer entsprechenden Technik wird hier der Mehrkanal- in einen Zweikanalton umgerechnet. Sie finden solche Angaben entweder in den detaillierten Produktbeschreibungen oder in den Technischen Datenblättern der jeweiligen Hersteller.

Virtueller Surround-Sound und Hi-Fi-Töne über das Headset

Die Raumklangtechnik, die die Spielqualität vieler PC-Games genauso erhöht wie zum Beispiel den Genuss beim Hören von Musik oder Anschauen von Videofilmen, kann auch virtuell erzeugt werden. Das funktioniert mit einem Headset übrigens deutlich besser als mit Lautsprechern. Der Grund liegt darin, dass die Membranen beim Headset direkt vor den Ohren wirksam sind. Schallwellen können also nicht von Gegenständen im Raum quasi verschluckt werden.

Kauftipp: Achten Sie darauf, dass das ausgewählte Headset über mehrere Einzelmembranen verfügt. Diese Headsets sind nicht nur preislich günstiger, sie sind auch leichter und benötigen wesentlich weniger Strom. Wenn Sie hingegen Headsets kaufen, die rein auf den Raumklang spezialisiert sind, verfügen diese häufig über eine externe Stromversorgung, sodass dafür auch eine zusätzliche freie Steckdose vonnöten ist.

Außerdem sollte das Headset über einen linearen Frequenzgang verfügen. Damit ist sichergestellt, dass es die Raumklangtechnik beherrscht, gleichzeitig aber auch einen exzellenten Hi-Fi-Klang ermöglicht. Im Gegensatz zum reinen Spiele-Headset werden hier die Töne nicht künstlich „aufgebläht“. Das wirkt bei Hi-Fi-Klängen nämlich eher störend.

Ganz wichtig ist aber in jedem Fall, dass Sie über eine sehr gute Soundkarte verfügen. Liefert das Headset nicht die gewünschte Tonqualität, kann es an der eingeschränkten Leistungsfähigkeit der Soundkarte liegen. Informieren Sie sich also anhand des Bedienungshandbuches beziehungsweise auf der Herstellerwebseite, welche Klangleistung Ihre Soundkarte erzeugen kann. Genügt das nicht für ein hochwertiges Headset, sollten Sie über einen Austausch nachdenken.

Die verschiedenen Anschlussarten für Headsets

An einem PC können Sie ein Headset entweder über die Soundkarte oder über einen freien USB-Port anschließen. Für die Soundkarte werden zwei Klinkenstecker benötigt. Der eine Stecker ist für das Mikrofon gedacht, der Zweite wird für Kopfhörer oder Lautsprecher als Ausgang verwendet. Der Anschluss ist relativ einfach, solange der Rechner gut zugänglich ist und man an die Soundkartenanschlüsse herankommt.

Werden zusätzlich externe Lautsprecher für den PC verwendet, kann es kompliziert werden. In diesem Fall muss jedes Mal, wenn von Lautsprecher zu Headset oder umgekehrt gewechselt wird, auch die Steckverbindung entsprechend ausgetauscht werden.

USB-Headsets

Einfacher ist der Anschluss über einen freien USB-Port. Ist kein USB-Anschluss verfügbar, kann man mithilfe eines USB-Hubs als Verteiler weitere Steckplätze einrichten. Der große Vorteil liegt aber ganz woanders. USB-Headsets verfügen über einen integrierten Wandler (entweder im Headset selbst oder im USB-Adapter), der Töne in digitale Dateien umwandeln kann. Deshalb wird für solche Headsets auch gar keine Soundkarte benötigt.

Allerdings gibt es auch ein paar Nachteile. Wenn Sie zum Beispiel über eine sehr hochwertige Soundkarte verfügen, wird sie vom USB-Headset gar nicht verwendet. Außerdem muss Ihr Betriebssystem mit dem USB-Headset eine weitere Hardware verwalten und mit einem eigenen Treiber ausstatten. Daraus können sich unter Umständen Konflikte ergeben. Preislich liegen USB-Headsets etwas höher als solche, die an einer Soundkarte angeschlossen werden.

Bluetooth-Headsets

Komplett ohne Kabelanschlüsse kommen hingegen Bluetooth-Headsets aus. Wenn Ihr PC bluetoothfähig ist, können Sie diese Headsets sofort verwenden.

Achtung: Nicht jeder PC ist bluetoothfähig. Mithilfe eines entsprechenden Empfängers, der zum Lieferumfang des Headsets gehören sollte, können diese kabellosen Kopfhörer mit Mikrofon aber trotzdem verwendet werden.

Damit Sender und Empfänger problemlos miteinander kommunizieren, müssen sie sich zunächst einmal finden. Diesen Vorgang nennt man Pairing und er kann – je nach Headsetmodell – durchaus etwas kompliziert sein.

Kauftipp: Kaufen Sie ein Bluetooth-Headset, bei dem ein Empfänger mit automatischer Pairing-Funktion zum Lieferumfang gehört. Ist das nicht der Fall, sollte es zumindest im Handbuch eine sehr exakte Anleitung für das Pairing geben.

Möchten Sie Ihr Wissen weitergeben? Erstellen Sie Ihren eigenen Ratgeber… Verfassen Sie einen Ratgeber
Weitere Ratgeber erkunden