Goldbestimmung durch Probier-Säure und Nadel

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Goldbestimmung durch Probier-Säure und Nadel

Für die Stirchprobe braucht man:

1. eine Strichtafel (Probierstein)
2. Probiersäuren von verschiedener Stärke und Zusammensetzung
3. Probiernadeln mit bekanntem Gold- und Silbergehalt

Eine Legierung von Gold, Silber und Kupfer wird um so leichter und schneller von Säuren angegriffen,
je weniger sie Gold enthält und je stärker die Säure ist. Wir wenden Säuren von 3 verschiedenen
Stärkegraden an und machen dabei ein Vorprüfung, indem wir einen genügend langen und breiten
Strich von der zu prüfenden Legierung auf den Probierstein setzen und ihn an drei Stellen mit den drei
Säuren betupfen. Nr. 1 greift Legierungen bis 8 Karat (333/1000) in der Kälte und solche bis
(400/1000) noch an, wenn man den Stein erwärmt. Nr. 2 ist von 10 Karat an zu benützen und beim
Erwärmen bis 14 Karat. Nr. 3 dient für 15, 16, 17 und 18 Karat, wo dann die Möglichkeit der
Unterscheidung aufhört.

Je höherhaltig eine Goldlegierung ist, desto heller und zusammenhängender ist der zurückbleibende
braune Feingoldstrich.

Hat man gefunden, in welche Gruppe die Legierung gehört, so macht man einen neuen kleineren
Strich auf die Tafel und setzt daneben Striche von Probiernadeln ähnlichen Gehaltes. Bei einiger
Übung wird man dann, wenn man die entsprechende Säure verwendet, die Nadel herausfinden, die
dem Probierstrich am ähnlichsten ist. Vergoldete oder gefärbte Sachen müssen natürlich an der
Probierstelle von dem Feingoldüberzug befreit werden. Je vollständiger die Auswahl an Nadeln ist,
desto sicherer sind die Beobachtungen, nur müssen die Nadeln die Farbe der untersuchten Legierung
haben. Man kann also rot legiertes Gold nicht mit gelben nadeln, noch umgekehrt, prüfen.

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