Die typischen Konstruktionsmerkmale der Simson-Schwalbe

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Die typischen Konstruktionsmerkmale der Simson-Schwalbe

Legende und Kult zugleich: die Schwalbe von Simson. Der kleine kompakte Motorroller, das "Mokick unter der Blechhaube", hat Fans in aller Welt.

 

Simson und Schwalbe gehören als Kult der DDR untrennbar zusammen

Kein Vogel fliegt so schnell über den Asphalt wie die Schwalbe aus dem Simsonwerk Suhl. Den legendären Kleinroller bauten die Thüringer von 1955 bis 1986. In drei verschiedenen Baureihen mit neun Modellen verließ die Schwalbe das Werk. Die erste Baureihe trägt die Bezeichnung Schwalbe KR51. Ab 1968 mit verbessertem Motor ausgestattet, vertrieb der volkseigene Betrieb das Kleinkraftrad als Schwalbe K51/1. Die Schwalbe punktet durch ihre eigenwillige Karosse. Über dem Motor sitzt eine kompakte Blechverkleidung. Sie bietet dem Fahrer optimalen Beinschutz. Die Füße stehen locker auf einem Trittbrett.

 

Die Baureihe KR 51/1 überzeugt durch einfache Konstruktion

Einfach und schlicht, in den Farben Blau, Tundragrau oder Orange verließ die Baureihe KR51/1 das Werk. Unter der Verkleidung befindet sich ein Zweizylinder-Motor mit einem Hubraum von 49,3 Kubikzentimetern mit 3,4 PS. Er erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h. Bei optimalen Witterungsverhältnissen fährt die Schwalbe deutlich schneller. Die Kühlung des Motors übernimmt ein Radialgebläse. Das Vorderrad sitzt an einer Langschiene mit Federbein. Hinten verfügt die Schwalbe lediglich als Radhalterung über eine kurze Schwinge. Im Gegensatz zu älteren Baureihen schaltet der Fahrer das 3-Gang-Getriebe mit dem Fuß. Die Schaltung löste das Gangeinlegen per Hand ab. Die Art der Schaltung kam bereits im Modell KR 51/1 F in Mode. Auf der minimal verlängerten Sitzbank fand ein Sozius Platz.

 

Die Baureihe mit der Bezeichnung KR 51/2 war die letzte Schwalbe des Sommers 1986

Das bis 1986 gebaute Modell KR51/2 verfügt über einen 3,7 PS Motor. Der neu konzipierte Antrieb machte eine Änderung des bis dato eingebauten Doppelrahmens notwendig. Bisher nur als 3-Gang-Maschine gebaut, war die Schwalbe wahlweise mit 4 Gängen lieferbar. Vibrierte der Roller bei den Vorgängermodellen bei hoher Geschwindigkeit, veränderte der neue Motor das Fahrgefühl. Leiser, vibrationsärmer und schneller profitierte die Schwalbe neuerer Bauart von der Fußschaltung mit Schaltwippe. Bei eBay sind noch längst vergriffene Teile für das perfekte Schwalbe-Tuning zu finden.

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