Die Multiformat Beamer-Leinwand

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Mit einer Multiformat Beamer-Leinwand sind Sie bei jedem Film auf der sicheren Seite

Für ein perfektes Heimkino-Erlebnis wird ein Beamer in Verbindung mit einer hochwertigen Leinwand und einer Dolby-Surround-Anlage eingesetzt. Um jeden Film in optimaler Qualität zu genießen, ist eine Multiformat Beamer-Leinwand ideal geeignet. Der folgende Ratgeber informiert Sie über die unterschiedlichen Beamer, die Anzeige-Formate und Leinwände für die Videoprojektion.

Der Beamer

Mit einem Beamer ist umgangssprachlich ein Videoprojektor gemeint. Dieser ist der digitale Nachfolger des analogen Projektors. Die einzelnen Beamer-Arten werden bezüglich des verwendeten Projektionsverfahrens unterschieden, die im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Das Eidophor-System

Bis in die späten 1980er Jahre war das Eidophor-System weit verbreitet, um Bilder lichtstark und hochauflösend zu präsentieren.

Der Röhrenprojektor

Röhrenprojektoren waren die ersten Videoprojektoren, die weit verbreitet waren. Diese sind speziell auf eine sehr hohe Helligkeit getrimmt. Die Geräte werden unterschieden in elektrostatisch (ES) und elektromagnetisch (EM) fokussierende Geräte. In High-End-Heimkinos und hochauflösenden Flugsimulatoren werden diese auch heute noch verwendet. In der Auflösung sind Röhrenprojektoren sehr variabel und können das NTSC-Signal bis 1080p, wie auch 3D-Material darstellen. Das Bild ist natürlicher und etwas unschärfer als bei konkurrierenden Verfahren mit Pixeln. Die Röhren haben eine typische Lebensdauer von mehr als 10.000 Stunden.
Spezielle Lampen sind nicht notwendig, da die Röhren das nötige Licht selbst erzeugen. Sehr gute Schwarz- und Kontrastwerte werden mit diesen Beamern erreicht. Für eine hochwertige Darstellung ist ein abgedunkelter Raum in der Regel notwendig, da die Gesamthelligkeit der Röhrenprojektoren verhältnismäßig gering ist. Aufgrund der Röhren sind die Geräte sehr schwer und für den mobilen Einsatz wegen der aufwendigen Einrichtungsprozedur nur begrenzt geeignet. Gebrauchte und neue Röhrenprojektoren sind bei eBay erhältlich. Das Unternehmen Barco stellt auch heute noch hochwertige Röhrenprojektoren her.

Der LCD-Beamer

Im Prinzip funktioniert ein LCD-Beamer (Flüssigkristall-Projektor) wie ein Dia-Projektor. Statt des Dias werden jedoch eine oder mehrere Aktivmatrix-Flüssigkristallanzeigen verwendet, die transparent sind. Für jede Grundfarbe werden heute meist drei unabhängige LCD-Matrizen eingesetzt (3LCD-Technologie). Auf diese Weise ist es möglich, in jedem Bildpunkt jede Farbe darzustellen. In sehr hochwertigen Geräten kommen sogar vier LC-Matritzen zum Einsatz.

Im Vergleich zu anderen Technologien sind die LCD-Beamer recht preiswert. Grafiken und Texte lassen sich durch die scharfe Abgrenzung der einzelnen Bildpunkte gut lesen. Aufgrund der kleinen Baugröße und des geringen Gewichts ist der LCD-Beamer für den mobilen Einsatz geeignet. Nachteilig kann bei den XGA-LCD-Beamern der Fliegengitter-Effekt sein (eine scharf abgezeichnete Pixelstruktur). HD-LCD-Beamer leiden nicht mehr unter diesem Problem. Die Geräuschentwicklung der Lüfter kann recht hoch sein, da sowohl Lampe als auch LCDs ständig gekühlt werden müssen. Dadurch sind die Geräte recht empfindlich gegen Rauch und Staub.

Der DLP-Beamer

Jeder einzelne Bildpunkt wird bei einem DLP-Beamer (Digital Light Processing) durch einen winzigen kippbaren Spiegel gesteuert. Diese Spiegel kennen nur den Zustand an oder aus und schalten bis zu 5000-mal pro Sekunde, wodurch sämtliche Helligkeitsabstufungen erreicht werden. Die Projektoren sind besonders gut für die 3D-Projektion geeignet. Höhere Kontrastwerte als bei Verwendung eines LCD-Projektors sind gegeben. Auch die Pixelstruktur ist weniger stark ausgeprägt. Da die Optik abgekapselt ist, sind diese Beamer weniger empfindlich für Staub. Dafür ist jedoch die Pixelauflösung fix, sodass die maximale Wiedergabequalität nur bei einer bestimmten Auflösung des Eingangssignals gegeben ist. Bei günstigen Geräten dreht das eingesetzte Farbrad teilweise nicht schnell genug, sodass Regenbogeneffekte auftreten.

Der LED-Beamer

LEDs sind die Lichtquelle dieser Beamer, anfangs war ein DLP-Element bildgebend, bei neueren LED-Projektoren wird ebenso die LCD-Technik verwendet. Die Energieeffizienz der LEDs ist wesentlich besser als die der Projektorlampen. Da diese weniger heiß werden und somit weniger stark gekühlt werden müssen, sind die LED-Beamer häufig recht leise im Betrieb (sogar mit Passivkühlung erhältlich). Auch der Betrieb mit einem Akku ist aufgrund des geringen Energiebedarfs möglich. Die Lebensdauer einer durchschnittlichen Projektorlampe liegt bei rund 4.000 Stunden, LEDs hingegen halt in der Regel mehr als 20.000 Stunden durch. Wie auch bei den zuvor beschriebenen Projektoren bzw. Beamern wird die beste Bildqualität nur bei einer bestimmten Auflösung des eingehenden Signals erreicht. Die andernfalls notwendige Skalierung des Bilds führt zu einer Qualitätsminderung. Besonders bei günstigen LED-Beamern ist die Lichtleistung sehr gering, sodass diese nur in abgedunkelten Räumen betrieben werden können.

Achten Sie bei der Auswahl eines LED-Beamers auf die Helligkeit, die günstigsten Geräte liefern unter Umständen nur ausreichende Helligkeitswerte, wodurch die Bildqualität leidet.

Der richtige Beamer für jeden Einsatzzweck

Je nach Einsatzzweck und Umgebungsbedingungen sind manche Beamer geeigneter als andere.

Die Breitbildformate für Filme

Für die Wiedergabe von Filmen ist der Einsatz von Projektoren sinnvoll, die das Breitbildformat unterstützen (16:9, 16:10, 21:9). Auf diese Weise werden die schwarzen Balken am unteren und oberen Bildrand minimiert. Moderne Beamer unterstützen diese Formate in der Regel.

Das 4:3-Format für Präsentationen

Seit geraumer Zeit und auch heute noch wird im Rahmen einer Präsentation häufig das 4:3-Format verwendet. Zunehmend setzt sich jedoch auch im Büroumfeld das 16:9- und 16:10-Format durch, da die PC-und Notebook-Displays meist ebenso in diesem Format ausgeliefert werden.

Der Heimkino-Projektor

Projektoren, die für die eigenen vier Wände erhältlich sind, werden in der Regel in einem abgedunkelten Raum eingesetzt. Diese sind daher nicht speziell auf besonders hohe Helligkeitswerte, sondern mehr auf die natürliche Darstellung des Farbraums ausgelegt. Um möglichst wenig Lärm zu verursachen, sind große, langsam drehende Lüfter verbaut.

Der Präsentations-Projektor

Ein Beamer, der in einem Konferenzraum eingesetzt wird, muss ganz andere Ansprüche erfüllen als der Heimkino-Beamer. Der Raum soll nicht extra abgedunkelt werden, weshalb die Projektoren besonders auf eine große Projektionshelligkeit ausgelegt sind. Die Genauigkeit der Farbtreue leidet häufig unter der großen Helligkeit, was jedoch im Büroumfeld vernachlässigt werden kann.

Die Multiformat Beamer-Leinwand

Für eine optimale Bildqualität ist die verwendete Leinwand fast genauso wichtig, wie der Beamer. Für den anspruchsvollen Heimkino-Enthusiasten ist die Multiformat Beamer-Leinwand die ideale Lösung. Die Multiformat Leinwand kann an unterschiedliche Formate (z. B. 16:9 und 21:9) angepasst werden. Das beste Bild liefert ein Beamer, wenn die Auflösung des Eingangssignals der des Beamers entspricht. Eine Skalierung des Bildes ist dann nicht nötig. Die Multiformat Leinwand wird bequem an das gewünschte Format angepasst und garantiert so optimalen Filmgenuss. Die Leinwand ist vollständig ausgeleuchtet, wodurch sich der subjektiv wahrgenommene Kontrast zusätzlich erhöht.

Die Film-Formate

Viele Filme werden heute im 16:9-Format gedreht. Entsprechend sind 16:9-Leinwände erhältlich. Diese sind für mehr Komfort auch als Motorleinwand erhältlich. Einige Filme werden allerdings auch im Cinemascope Format (21:9) angeboten. Entsprechende 21:9-Leinwände werden von unterschiedlichen Herstellern bei eBay angeboten. Um beide Formate mit einer einzigen Leinwand optimal anzeigen zu können, ist die Multiformat Leinwand die ideale Lösung. Ein normaler Film, wie auch der aktuelle Blockbuster werden so im passenden Format erlebt. Ein projizierter und somit kontrastärmerer Rand ist damit nicht erkennbar. Das gewünschte Format wird durch eine herauf- oder herunterfahrbare Maskierung eingestellt. Bei einigen Multiformat-Leinwänden ist die Verwendung unterschiedlicher Tücher möglich, die in die folgenden drei Typen unterschieden werden.

Diffus (Typ D)

Die diffuse Leinwand ist die normale glatte, weiße und kostengünstige Variante.

Speculum (Typ S)

Bei der Typ-S-Variante handelt es sich um eine Leinwand mit metallischer Oberfläche. Spiegeln ähnlich wird das Bild reflektiert, was viele Nebeneffekte mit sich bringt.

Beaded (Typ B)

Das Tuch vom Typ B ist eine Glasperl-Leinwand. Das Licht wird in die Richtung reflektiert, aus der es kommt. Dieses Material ist für die Tischprojektion sehr gut geeignet, sonst jedoch nicht empfehlenswert.

Besonders anspruchsvolle Heimkino-Enthusiasten können akustisch transparente Tücher verwenden, die die THX-Norm erfüllen. Damit ist es möglich, den Center-Lautsprecher der Dolby Surround Anlage hinter der Leinwand zu positionieren.

Die unterschiedlichen Multiformat-Modelle

Multiformat-Leinwände wie auch normale Leinwände sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich.

Die Motor-Leinwand

Die Motor-Leinwand wird unter der Decke befestigt, das Tuch per Knopfdruck ein- und ausgefahren. So fällt die Leinwand bei Nichtbenutzung nicht störend auf. Besitzt der Projektor einen 12-Volt-Ausgang, kann die Leinwand direkt angeschlossen werden, sodass diese ausfährt, sobald der Beamer eingeschaltet wird.

Die Kurbel-Leinwand

Die Kurbel-Leinwand ist genauso praktisch wie die Motor-Leinwand, jedoch muss diese Leinwand manuell per Handkurbel ausgefahren werden. Dafür ist die Kurbel-Leinwand günstiger in der Anschaffung.

Die Rollo-Leinwand

Die Rollo-Leinwand ist zwar nicht ganz so praktisch wie die Motor-Leinwand, dafür aber wesentlich günstiger. Achten Sie auf die Qualität der Leinwand, diese darf nicht an den Rändern einrollen.

Die Stativ-Leinwand

Für den mobilen Einsatz ist die Stativ-Leinwand ideal geeignet. Für die regelmäßige Verwendung in den eigenen vier Wänden ist diese jedoch keine ideale Lösung, da die Leinwand regelmäßig auf- und abgebaut werden muss oder bei Nichtbenutzung unnötig Platz wegnimmt.

Tipps zur Größe der Leinwand

Der minimalste Abstand zur Leinwand sollte die Breite des Bildes mal zwei genommen sein. LCD Projektoren, die mit einer XGA-Auflösung oder weniger arbeiten, sind mit einer noch kleineren Leinwand zu betreiben. Die mögliche Größe der Leinwand ist ebenso von der Helligkeit (Ansi-Lumen) des Beamers abhängig. Je heller der Projektor, desto größer kann die Leinwand sein. 

Keine Kompromisse mit einer Multiformat Beamer-Leinwand

Warum auf ein Format beschränken, wenn keine Kompromisse nötig sind? Die Multiformat Beamer-Leinwand lässt sich perfekt an unterschiedliche Szenarien anpassen. Wird ein Fernsehfilm im 16:9-Format oder ein Kinofilm im 21:9-Format angeschaut, ist die Leinwand im Handumdrehen perfekt angepasst. Hässliche graue Rahmen, die das Kinoerlebnis trüben, werden so vollständig vermieden. Die gesamte Fläche der Leinwand wird vom Projektor vollständig ausgefüllt, sodass dem hochwertigen Heimkinoerlebnis nichts mehr im Weg steht.

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