Badeöle für sinnliche Momente bestellen

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Badeöle für sinnliche Momente bestellen

Baden als Anregung für Sinne und Sinnlichkeit

Ein ausgiebiges Bad dient nicht nur der Körperpflege, sondern stimuliert durch Wärme, die Wasserberührung und nicht zuletzt den Duft des Badezusatzes auch die Sinne. Kein Wunder also, dass es die Intimität und Zärtlichkeit mit dem Partner fördern kann, zusammen zu baden. Eine Vielzahl von Badeölen verspricht entspannende oder sogar aphrodisierende Wirkung für sinnliche Momente. Einige der Inhaltsstoffe sind seit Jahrhunderten bekannt und in ihrer Wirkung bestätigt, andere an moderne Bedürfnisse angepasst. Denn auch bei sinnlichen Badeölen gilt, dass sie nicht nur anregen, sondern auch den Körper pflegen sollen. Entspannt und mit streichelzarter, gesunder Haut wirkt man schließlich auch attraktiver. Bei der Auswahl des richtigen Badeöls für ein sinnliches Vergnügen kommt es deshalb einerseits auf die pflegenden Eigenschaften an - und zum Beispiel auch auf eventuelle Unverträglichkeiten und Allergien. Andererseits hängt die Auswahl vor allem auch von persönlichen Vorlieben ab. Hier kann ein bisschen Experimentierfreude mit verschiedenen Produkten und Düften weiterhelfen.

Basisöle sorgen für die Pflege

Die Basis eines Badeöls bilden, wie der Name schon vermuten lässt, pflegende Öle. Hier kommen Paraffine (aus Erdöl gewonnen) und verschiedene pflanzliche Öle in Frage. Badeöle weisen stärker rückfettende Eigenschaften für die Haut auf als beispielsweise Badesalze oder Seifen und sind häufig auch für Menschen mit Hautproblemen wie Neurodermitis oder Psoriasis geeignet, da sie schnelles Austrocknen verhindern. Wer sich wohl in seiner Haut fühlt, kann auch Sinnlichkeit mehr genießen. Gerade hier empfiehlt es sich allerdings, Inhaltsstoffe auszutesten und bei Irritationen sofort abzusetzen.

Paraffine als Basis sind umstritten

Die Meinung zur Verwendung von Paraffinen in Kosmetika ist geteilt. Während die Stiftung Warentest sie für unbedenklich hält, wird von Öko-Test vor einer Verwendung von mehr als 10% Paraffinen in Kosmetika gewarnt mit dem Argument, dass Paraffine natürliche Regulationsmechanismen der Haut behindern und sich Bestandteile im Körper ablagern könnten.

Pflanzenöle als natürliche Alternative werden immer beliebter

Wer Paraffine als Zusatzstoffe von vornherein ausschließen will, findet im Naturkosmetik-Bereich, aber auch bei konventionellen Marken Badeöle auf Pflanzenöl-Basis. Die pflanzlichen Wirkstoffe sind teilweise schon seit geraumer Zeit in der Kräuterheilkunde und naturkundlicher Medizin bekannt und werden immer häufiger in der Kosmetikherstellung verwendet. Sie werden je nach Pflanzenart aus Samen, Kernen oder Furchtfleisch gewonnen. Je nach Hersteller sind diese Öle unter Umständen auch in Bio-Qualität zu finden.

Jojobaöl

Jojobaöl stammt vom Jojobastrauch, der in den Wüsten und Halbwüsten Mittel- und Nordamerikas beheimatet ist. Das Öl wird aus dem Wachs der Samen gewonnen. Da das Jojobaöl im Gegensatz zu den meisten anderen Pflanzenölen kein Fett, sondern ein Wachs ist, schützt es die Haut vor dem Austrocknen, ohne einen Film zu hinterlassen. Es ist für alle Hauttypen geeignet, geruchsarm und leicht entzündungshemmend. Außerdem enthält es Provitamin A und Vitamin E. Badeöle auf Jojobaöl-Basis können je nach weiteren Inhaltsstoffen auch von sehr trockener und empfindlicher Haut gut vertragen werden.

Mandelöl

Badeöle mit Mandelöl sind ebenfalls gut hautverträglich. Mandelöl hat einen hohen Gehalt an Vitamin E und ungesättigten Fettsäuren und ist geruchsfrei. Es kann, anders als das ätherische Bittermandelöl, auch aus süßen Mandeln gewonnen werden. Manche Badeöle enthalten als Duftstoff zusätzlich Mandelblüten.

Sojaöl

Das Öl der Sojabohne hat einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, was es für die kosmetische Anwendung sehr geeignet macht. Aufgrund seiner pflegenden Eigenschaften gibt es viele Badeöle mit Sojaöl-Anteil.

Sheabutter

Sheabutter stammt aus den Samenkernen der Früchte des in Afrika beheimateten Sheanussbaums. Sie enthalten 50% Fette, davon sind hohe Anteile unverseifbar, was bedeutet, dass sie die Haut weich machen und Feuchtigkeit in der Oberhaut binden. Daher ist Sheabutter gerade bei trockener Haut besonders geeignet.

Traubenkernöl

Das aus den Kernen von Weintrauben gewonnene Öl hat einen besonders hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Es hat daher äußerst pflegende und regenerierende Eigenschaften.

Olivenöl und Co.

Gerade dem Olivenöl werden schon seit der Antike eine Vielzahl heilender Eigenschaften zugeschrieben, die mittlerweile wissenschaftlich untersucht und nachgewiesen werden. So besitzt es neben seiner vorbeugenden Wirkung gegen Herzerkrankungen auch leicht entzündungshemmende Wirkung, da es einen dem Ibuprofen ähnlichen Wirkstoff enthält. Kein Wunder also, dass viele Badeöle mit einem Anteil Olivenöl auf dem Markt sind und es verschiedene Naturosmetiklinien auf Ölivenöl-Basis gibt. Auch Ricinusöl, Avocadoöl, Sonnenblumenöl oder Hanföl können entweder einzeln oder als Mischung als Basisöle dienen.

Duftstoffe für die Sinne

Dass ein Ölbad zum sinnlichen Vergnügen werden kann, dafür sorgen die Duftstoffe, die im Badeöl gelöst sind. Gerade die Kombination von verschiedenen Aromen verleiht dem Bad - wie beim Parfum - die unverwechselbare Note. Wer ein Lieblingsparfum besitzt, kann vielleicht von derselben Marke auch ein Badeöl finden. Viele bekannte Designer führen als Ergänzung auch Körperlotionen oder Badeöle zum Parfum in ihrem Sortiment. Es lohnt sich nachzusehen, ob der eigene Duft dabei ist. Außer dass sie gut duften, können die im Badeöl enthaltenen ätherischen Öle auch gesundheitsfördernde Wirkung haben. Manche wirken anregend, andere wärmend oder beruhigend und entspannend. Für sinnliche Badefreuden empfehlen sich klassische Duftstoffe ebenso wie einige exotischere Aromen. Wer gerne ausprobiert, kann sich auch mit Hilfe von Basisölen und ätherischen Ölen seine eigenen Mischungen zusammenstellen. Ratgeber zur eigenen Herstellung von Badeölen gibt es ebenfalls im Handel.

Romantische Blütendüfte

Nicht von ungefähr kommt der Ruf der Rose als Blume der Liebe. Das aus ihren Blütenblättern durch Wasserdampf-Destillation gewonnene Öl wird seit Jahrtausenden für teure Parfums und zur Aromatherapie genutzt. Rosenöl ist eines der teuersten ätherischen Öle der Welt. Zum Glück genügt schon ein Hauch des süßen, manchmal recht schweren Duftes um Badeölen mit Rosenduft ihre betörende Wirkung zu verleihen. Gerade exotischere, schwere Düfte verwenden Rose, oft in Kombination mit anderen beliebten Blumendüften. Rosenöl hilft gegen erweiterte Äderchen und fördert die Zellerneuerung. Das aus den Blüten des Jasminstrauchs gewonnene Öl ist ebenfalls seit Jahrtausenden z.B. in China, Indien und im gesamten Orient so beliebt, dass sogar der Name der Pflanze darauf hinweist: „Jasmin“ kommt aus dem Arabischen und steht für „wohlriechendes Öl“. Badeöle mit Jasminöl wirken entspannend und erotisierend zugleich. Frischer ist der Duft einer weiteren exotischen Blüte: des Lotus. In Asien gilt der Lotus als heilig, sein zarter Duft und die hübschen Blüten der Wasserpflanze werden gerne zusammen mit anderen exotischen Düften wie Ylang Ylang und Lilien eingesetzt. Ylang Ylang stammt von einem auf den Philippinen und in Indonesien beheimateten Baum, dessen gelbe Blüten Frischvermählten um das Hochzeitsbett gewunden werden. Der Duft gilt als betörend-sinnlich. Für entspannte Momente zu zweit empfiehlt sich auch der Duft von Lavendel, der stresslindernd und beruhigend wirkt. Wildrosenöl wirkt verfeinernd auf das Hautbild und in der Kombination mit Lavendel besonders entspannend.

Früchte der Liebe

Nicht nur Blüten, sondern auch Früchte und Beeren liefern erotisierende Aromastoffe. Stimulierend und zugleich sinnlich sind die Aromen von Orangenöl, Limone, Mandarine und Sanddornöl. Orangenöl duftet frisch und wirkt belebend. Mandarinenöl wirkt erheiternd bei Schlaflosigkeit, und Ruhelosigkeit. Das Öl aus den Früchten der aus Tibet und Nordchina stammenden Sanddornpflanze enthält zudem viel Vitamin C, B12, Mineralstoffe und Spurenelemente und wirkt darum heilungsfördernd. Gerade im Winter ist ein Bad mit Sanddorn wohlig erwärmend. Feigenduft ist süßlich und entspannt. Die Frucht gilt seit biblischen Zeiten als Aphrodisiakum. Sie ist zudem sehr nährstoffreich und enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente. Himbeere und Brombeere regen durch ihren süßen, frischen Duft an.

Würzige Wohlgerüche

Zimt regt die Fantasie an, Ingwer wärmt und stärkt das Immunsystem, Thymian wirkt krampflösend, antibakteriell und durchblutungsfördernd, Rosmarin erfrischt und belebt, Kardamom regt an und erinnert an die sinnlichen Gerüche des indischen Chai-Tees, Vanille verheißt Wohlbehagen und Wärme - was dem Essen eine besondere Note verleiht, wirkt auch im Badeöl stimulierend. In Kombination mit Blüten- oder Fruchtdüften lassen sich diese Aromen zu sinnlichen Kreationen kombinieren, die ähnliche Wirkung wie gutes Essen haben sollen: sie sind dazu da, Appetit auf mehr zu machen.

Bäder zum Vernaschen

Manche Badeöle setzen so sehr auf Nahrungsmittel als Zutaten, dass man sich fast als Lieblingsgericht dem oder Liebsten präsentieren kann. Ein Kakaobutter-Bad ist ein Beispiel dafür. Auch Honig und Milch werden in sinnlichen Badeölen verwendet. Honig verfeinert die Poren und sorgt für samtweiche Haut. Milch Pflegt und glättet ebenfalls. Ein bis vor kurzem in Deutschland verbotener, inzwischen auch zum Verzehr zugelassener und in einigen sinnlich-schweren Parfums zu findender Inhaltsstoff ist die Tonkabohne. Sie stammt aus Südamerika und ihr süßlicher Duft soll besonders erotisierend wirken.

Experimentierfreude hilft bei der Kaufentscheidung

Ob man sich seine sinnliche Badekreation selbst erstellt oder unter der Vielzahl der Inhaltsstoffe und Hersteller auswählt, es hilft auf jeden Fall, sich Zeit und Gelegenheit zum Ausprobieren zu nehmen. Wichtig ist, eventuelle Abneigungen oder gar Unverträglichkeiten zu beachten und solche Inhaltsstoffe von vornherein zu vermeiden. Dann kann man testen, welche Produkte einem am besten gefallen. Da gerade der Duft eines Produktes nur sehr schwer in Worten zu beschreiben ist und je nach Person auch unterschiedliche Assoziationen auslösen kann, empfiehlt sich eine „Schnupperprobe“. Zu diesem Zweck bieten manche Hersteller Probier-Sets an mit jeweils mehreren kleinen Portionen Badeöl. Dabei legt man sich nicht gleich auf ein Produkt fest, das einem vielleicht gar nicht gefällt, sondern kann mehrere testen und sich dann für einen Favoriten entscheiden. Wer nach dem Ölbad auf den Geschmack gekommen ist, möchte dann vielleicht das sinnliche Vergnügen mit einer zärtlichen Massage und passendem Massageöl fortsetzen.

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