Achtung - Käufer nutzt Verkäufer - Fehler aus

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Es soll Käufer geben, die sich an Fehlern von Verkäufern bereichern wollen. Sie suchen etwa gezielt nach Artikeln, die viel mehr wert sind als den einen Euro Sofortkauf-Preis, zu dem sie versehentlich eingestellt wurden. Nach dem Kauf bestehen die Kunden auf der Übergabe des Produkts zum Schnäppchenpreis. Verkäufer, denen so ein Missgeschick passiert, müssen aber nicht in Panik ausbrechen. In der Regel lässt sich der Vertrag anfechten, wenn ihm ein offensichtlicher Irrtum zugrunde liegt, wie kürzlich etwa das Amtsgericht Bremen entschied. Wichtig ist jedoch, dass man diesen "Erklärungsirrtum" (Versehen bei der Preisangabe) dem Käufer unverzüglich mitteilt. Allerdings sollten Verkäufer beachten, dass eBay-Verträge nur in Ausnahmefällen wie bei offensichtlichen Versehen anfechtbar sind. Selbst die Gründe, die eBay zur Löschung von Auktionen durch den Verkäufer anbietet, sind juristisch nicht immer wasserdicht. Wer eine Auktion mit der Begründung vorzeitig beendet, er finde den angebotenen Artikel nicht mehr, riskiert eine Schadenersatzforderung. "Das Verlieren der Ware führt nur dann zur Befreiung von der Leistungspflicht, wenn daraus die objektive Unmöglichkeit resultiert, die Ware zu liefern", also nur, wenn der Artikel auch von keinem anderen Händler geliefert werden kann." Ohnehin reiche es nicht, Gebote und Auktion zu löschen. "Der Vertrag muss wirksam angefochten werden, was aus Beweisgründen schriftlich erfolgen sollte."
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