Den richtigen Notebook-Akku kaufen – ein Ratgeber

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Den richtigen Notebook-Akku kaufen – ein Ratgeber

Ein Notebook ist nur dann wirklich von Vorteil, wenn es mobil ist. Als mobile Möglichkeit, online zu korrespondieren oder Präsentationen sowie Texte zu erstellen, ist das Notebook dem normalen Computer um einiges überlegen. Diese Möglichkeit besteht nur dann uneingeschränkt, wenn der Laptop auch von der Steckdose unabhängig benutzbar ist. Diese Unabhängigkeit ist durch den Notebook-Akku gegeben. Der Akku ist somit das wichtigste Teil an einem Laptop. Funktioniert er nicht mehr so, wie er soll, ist auch die Funktionalität eines Notebooks insgesamt eingeschränkt. Was ist beim Kauf eines Notebook-Akkus zu beachten? Was ist wichtig bei einem Akku, der Ihnen noch lange die Funktionalität Ihres Laptops erhält?

Notebook-Akkus: Nickel-Cadmium- (NiCD), Nickel-Metallhydrid- (NiMH) und Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion)

Li-Ion-Akkus sind die gebräuchliche Form des Notebook-Akkus, da sie eine größere Energiedichte aufweisen. Sie bringen damit die besten Voraussetzungen für die Mobilität eines Notebooks mit, da sie kleiner und leichter sind. Im Vergleich zu NiCD-Akkus sind Li-Ion-Akkus dem Memory-Effekt nicht ausgesetzt. Der Memory-Effekt bezeichnet das Problem, dass ein NiCD-Akku sich den Energieverbrauch des Nutzers merkt. Der Notebook-Akku lädt sich dann nur um die bisher entladene Teilmenge auf. Die Akkuspannung fällt ab und signalisiert dem Laptop, dass der Akku nicht gänzlich aufgefüllt ist.

Ein ähnlicher Effekt, der Batterieträgheitseffekt betrifft die NiMH-Akkus. Das bedeutet, dass der Akku sich nicht vollständig entlädt und dadurch die Entladespannung abfällt. Die geringe Spannung lässt das Notebook den Akku zu früh als "entladen" identifizieren. Beide Effekte betreffen die Li-Ion-Akkus nicht, jedoch sind diese wie alle Formen der Energiespeicherung einem Alterungsprozess unterworfen.

Li-Ion-Akkus – so behandeln Sie sie richtig

Die Lebensdauer eines Li-Ion-Akkus hängt nur marginal von der tatsächlichen Benutzung ab. Die Notebook-Akkus altern, ob Sie sie täglich benutzen oder gesondert lagern. Bei der Lagerung entscheiden Temperatur und Beladung des Akkus, ob die Kapazität sich durch die Lagerung verringert oder nicht. Hohe Temperatur und volle Ladung sind in der Kombination für einen Notebook-Akku eher schädlich. Benutzen Sie den Notebook-Akku für längere Zeit nicht, laden Sie diesen am besten nur zu 50 Prozent voll und lagern ihn bei gemäßigten Temperaturen. Hitze als auch Kälte sind dem Notebook-Akku nicht zuträglich.

Am besten ist es für einen Li-Ion-Akku, wenn Sie ihn regelmäßig nutzen. Stöpseln Sie öfter den Laptop von dem Netzteil und der damit einhergehenden Verbindung zum Stromnetz ab und nutzen Sie die Energieversorgung durch den Notebook-Akku. Die Lebensdauer eines Li-Ion-Akkus berechnet sich nach den Ladezyklen. Ein Ladezyklus ist eine vollständige Entladung und Aufladung. Das bedeutet allerdings nicht, dass es sich anbietet, den Notebook-Akku bis auf das letzte Prozent Energie zu entladen. Für einen Li-Ion-Akku ist das eher schädlich. Die sogenannte Flachentladung ist empfehlenswert. Nach dieser entladen Sie den Notebook-Akku nur auf 30 Prozent, wonach Sie ihn wieder aufladen. Das hat zur Folge, dass sich ein vollständiger Ladezyklus verlängert und der Notebook-Akku länger lebt. Eine Tiefentladung, wobei die Spannung deutlich sinkt, ist nicht auszuschließen, sodass das Notebook sich automatisch abschaltet und der Akku danach nicht mehr zu gebrauchen ist.

Zellen und Kapazität eines Notebook-Akkus – wie viele und wie hoch?

Aussagekräftig bei einem Notebook-Akku ist nicht die Größe, sondern die Menge der Zellen, die darin enthalten sind. Der Notebook-Akku ist eine Kombination aus mehreren kleineren Batterieeinheiten, den sogenannten Zellen. Die kleinsten Notebook-Akkus enthalten drei Zellen, die größten und leistungsfähigsten zwölf. Dazwischen liegen vier, sechs, acht und neun Zellen. Ungefähr lässt sich die Leistungsfähigkeit eines Akkus an der Menge seiner Zellen bemessen. Eigentlicher Ausdruck der Akku-Kapazität ist jedoch die Ampere- beziehungsweise Watt-Zahl.

Die Akku-Kapazität ist häufig als Milli-Ampere-Stunden (mAh) auf Notebook-Akkus angegeben. Die Zahl gibt einen Anhalt darüber, wie lange der Akku die maximale Leistung erbringen kann. Bei einem Notebook ist jeder Akku unter 2.200 Milli-Ampere-Stunden nicht sinnvoll. Daneben gibt es noch leistungsfähigere mit 4.400, 4.800 und 6.000 Milli-Ampere-Stunden. Manche Hersteller geben statt des gebräuchlichen Ampere-Wertes die Leistungsfähigkeit in Watt-Stunden (Wh) an. Um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben, bedienen Sie sich der Formel mAH = Wh / Volt x 1.000. So erhalten Sie einen vergleichbaren Ampere-Wert. Je höher die Ampere-Zahl ist, desto schwerer und größer wird der Notebook-Akku allerdings. Daher ist es ratsam, darauf zu achten, welchen Ampere-Wert Ihr bisheriger Notebook-Akku hatte und ob Sie mit der Leistungsfähigkeit zufrieden waren. Ein schweres Notebook schränkt die Mobilität ebenso ein wie eines, bei dem der Akku nicht lange genug hält.

Wann lohnt sich ein zusätzlicher Notebook-Akku?

Da bei den Li-Ion-Akkus die tatsächliche Lebensdauer eine Rolle spielt, ist die Anschaffung eines Zweit-Akkus nur im Fall der häufigen Benutzung effektiv. Das liegt daran, dass bei längerer Lebensdauer eines Notebook-Akkus die Kapazität nachlässt. Selbst bei einer sporadischen Nutzung wird der Leistungsabfall ähnlich aussehen wie bei einer sehr häufigen Nutzung. Überlegen Sie daher beim Kauf eines zweiten, zusätzlichen Notebook-Akkus, ob Sie ihn wirklich benutzen werden. Ein Zweit-Akku kommt sinnvoll zum Einsatz, wenn Sie beispielsweise viel ohne konstante Stromversorgung aus der Steckdose mit dem Notebook arbeiten. In diesem Fall reicht ein einziger Notebook-Akku möglicherweise nicht aus. Schaffen Sie sich zu früh einen neuen Notebook-Akku an, kommt es dazu, dass der Akku ungenutzt täglich Leistung abbaut. Im Fall der Benutzung speichert beziehungsweise gibt er deutlich weniger Energie ab als direkt nach seiner Herstellung.

Empfehlenswert ist, dass Sie den Notebook-Akku erst kaufen, wenn sich ein deutlicher Leistungsabfall des alten Akkus bemerkbar macht. Ist eine Dauerbenutzung fernab jeder Steckdose nicht erforderlich, genügt es, den neuen Akku als Ablösung des alten zu kaufen. Im Normalfall verlieren Notebook-Akkus in drei bis fünf Jahren etwa 50 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit und sind spätestens dann auszutauschen. Mit nur der Hälfte an Zeit, die der Laptop ohne externe Stromversorgung auskommt, lässt sich häufig nur wenig machen.

Original, No Name oder gebraucht – welcher Notebook-Akku ist der richtige?

Beim Kauf eines Notebook-Akkus stehen Sie vor der Entscheidung, einen Akku aus originaler Markenherstellung oder ein No-Name-Produkt zu wählen. Das No-Name-Produkt verspricht gleiche Leistung bei kleinerem Preis. Das Risiko besteht jedoch, dass der No-Name-Akku abweichende Werte vorweist, die Zahl der möglichen Ladezyklen geringer ist oder das Notebook den Akku ablehnt. Das Notebook überprüft den eingesetzten Akku-Typ. Handelt es sich nicht um das Originalprodukt, nimmt es den Betrieb gar nicht erst auf.

In seltenen Fällen ist ein gebrauchtes Produkt zu empfehlen. Selbst bei geringer Nutzung durch den Verkäufer gilt, dass der Notebook-Akku seit seinem Herstellungsdatum an Kapazität verliert. Das Alter gibt ebenso sehr den Ausschlag bei der Wahl eines Notebook-Akkus wie die bisherige Nutzung und Lagerung. Meist wissen Sie beim Kauf eines gebrauchten Modells nicht die Details der Lagerbedingungen und Lagerdauer oder die Menge der verbrauchten Ladezyklen. Daher ist der Rückschluss auf die verbleibende Kapazität nicht möglich. Bei einem gebrauchten Produkt schleicht sich möglicherweise auch ein Notebook-Akku ein, der einer Rückrufaktion unterlag und nicht mehr in Umlauf sein sollte. Dieser Notebook-Akku ist dann unter Umständen schädlich für Ihr Notebook. Empfehlenswert ist stattdessen, sich an die Herstellervorgaben Ihres Notebooks zu halten und sich für ein Originalprodukt zu entscheiden.

Kühlen und richtig laden – so hält der neue Notebook-Akku länger

Li-Ion-Akkus reagieren empfindlich auf Hitze. Gut aufgehoben sind sie im Notebook, wenn das Notebook sich nicht zu stark erhitzt. Wird Ihr Notebook beim Aufladen regelmäßig heiß, ist ein Kühlpad empfehlenswert. Über einen externen oder einen USB-Anschluss sorgt das Kühlpad für gemäßigte Betriebstemperaturen eines Notebooks. Die gemäßigten Temperaturen kommen vor allem dem Akku zugute. Eine Ladetemperatur von 20 Grad Celsius ist für einen Li-Ion-Akku optimal. Nutzen Sie den Notebook-Akku längere Zeit nicht, da das Notebook Strom aus der Steckdose bezieht, lagern Sie den Notebook-Akku besser außerhalb des Notebooks. Geschützt vor warmen Temperaturen und Kondenswasser lagern Sie den Notebook-Akku bei vier bis zehn Grad Celsius im Kühlschrank.

Auch, wenn Sie den Notebook-Akku nicht brauchen, ist es ratsam, einen vollen Ladezyklus monatlich durchzuführen. Das bedeutet, ihn so zu entladen und aufzuladen, dass Sie insgesamt 100 Prozent Kapazität nutzen. Entladen Sie den Notebook-Akku aber nicht vollständig, denn das schadet ihm eher, sondern nur bis zu der kritischen Fünfprozentgrenze. Diesen Vorgang nennen Experten Kalibration. Dabei kommt es zur Feinjustierung der Messgeräte für die Akkuladung. Ein schonender Umgang mit dem Akku ist nicht nur für Notebooks bedeutsam. Er ist besonders bei den technischen Geräten zu beachten, bei denen der Akku nicht einfach zu entfernen ist. Dies gilt für einen Tablet PC und für ein Smartphone.

Notebook-Akku und Netzteil – eine wichtige Verbindung

Inzwischen sind Laptops mit einer Software ausgestattet, die auf einen Akku schonenden Umgang achtet. Dabei verhindert der Computer die gefährliche Tiefentladung und sorgt mit energiesparenden Einstellungen für eine lange Lebensdauer des Notebook-Akkus. Die wichtigste Verbindung im Bezug auf den Notebook-Akku ist die zum Netzteil. Das Netzteil sorgt für die Stromversorgung des Notebooks in Abwesenheit des Akkus. Es versorgt den Notebook-Akku allerdings auch mit Energie und bewirkt auf diese Weise die Aufladung. Beim Kauf eines neuen Akkus ist darauf zu achten, dass die Spannung des Netzteils der Spannung entspricht, die der Notebook-Akku braucht. Zu niedrige oder zu hohe Spannung macht den Notebook-Akku möglicherweise unbrauchbar. Achten Sie daher auf die Herstellerangaben auf Notebook-Akku und Netzteil.

Ein Notebook-Akku ist das empfindlichste Teil eines Notebooks. Durchschnittlich lebt ein Notebook-Akku 500 bis 1.000 Ladezyklen lang. Achten Sie beim Kauf darauf, dass es sich um ein Qualitätsprodukt handelt. Günstig heißt nicht immer qualitativ hochwertig. Schonen Sie Ihren Notebook-Akku, wenn Sie ihn nicht benutzen, und lagern Sie ihn kühl. Beachtenswert ist die Tatsache, dass der Notebook-Akku altern wird, ob Sie ihn benutzen oder nicht. Ein bewährtes Mittel gegen die Alterung ist die effektive Nutzung Ihres Notebook-Akkus.

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