20 fiese Ebay Tricks - Tipps wie Sie sich schützen !!!

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Liebe Ebayer :-) Ich habe mir die Mühe gemacht, diesen Ratgeber zu schreiben, um Euch, liebe Leser, einige Tipps zu geben. Falls Euch das Lesen dieses Ratgebers etwas bringt, würde ich mich freuen, wenn Ihr den Ratgeber kurz unten mit einem Kommentar bewertet und oben rechts auf "Mag ich" klickt. Es kostet euch nur wenige Sekunden ;-) Vielen Dank dafür :-)

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Teile der Informationen sind u.a. (c) Computerbild sowie (c) Landeshauptstadt München (Autor: Karlheinz Neubig-Scherf). Vielen Dank für diese interssanten und sehr hilfreichen Informationen!

20 fiese Ebay Tricks - Tipps wie Sie sich schützen !!!


1. Identitätsklau
2. Ebay-Kontoübernahme
3. Täuschungstrick
4. Vorgetäuschte Markenware
5. Dreiecksbetrug
6. Lieferverzögerungstrick
7. Abmahnfalle
8. Versandkostenwucher
9. Vorkasse-Betrug Variante 1
10. Vorkasse-Betrug Variante 2
11. Anzahlungsbetrug
12. Jobfalle
13. Bewertungsfälschungen
14. Preistreiberei
15. Scheckbetrug
16. Nachnahmefalle
17. Austauschtrick
18. Markenpiraterie
19. Spaßbieter
20. Werbebanner-Auktionen


1. Identitätsklau
Das Internet ist eine wahre Fundgrube. Schon mit einer einfachen Online-Suche – etwa bei "Dasoertliche" lassen sich Angaben wie Postanschrift und Geburtsdatum oft spielend leicht herausfinden. Mit den geklauten Daten eröffnen Gauner problemlos und anonym ein Ebay-Mitgliedskonto! Zwar prüft die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (Schufa) bei jedem Anmeldeprozess die Daten, doch dabei wird lediglich geklärt, ob es eine Person mit diesen Daten tatsächlich gibt. Dieser Online-Check dauert nur wenige Sekunden.

Sind die Registrierungsangaben bestätigt, schickt Ebay dem Anmelder eine E-Mail. Mit einem Mausklick schaltet der Betrüger nun das neu eröffnete Ebay-Konto frei. Sofort kann der Ganove das Mitgliedskonto mit der geklauten Identität in vollem Umfang nutzen – etwa für Maschen wie Preistreiberei oder Bewertungsfälschungen. Fatal sind Einkaufstouren, bei denen der Täter innerhalb kurzer Zeit teure Güter wie Autos oder Notebooks ersteigert. Die Person, deren Daten geklaut wurden, ahnt davon nichts.

Ein Fall für den Anwalt
Mit den Auktionen ist ein rechtsgültiger Vertrag zwischen Käufer und Verkäufer zustande gekommen. Die Verkäufer wollen das Geld vom Opfer. Der Geschädigte muss nun beweisen, dass er weder das Ebay-Konto eröffnet noch die Waren ersteigert hat. Ein Gang zur Polizei ist unvermeidlich. Aber auch wer schon Ebay-Mitglied ist, kann nicht sicher sein: Ebay erlaubt die Anmeldung mehrerer Konten auf den Namen ein und derselben Person.


2. Ebay-Kontoübernahme
Nach jeder Auktion erhalten die Partner Daten und E-Mail-Adresse des Gegenübers. Oft gelingt es Gaunern, mit spezieller Software das private E-Mail-Konto des anderen zu knacken (Brute-Force-Attacke) und das Passwort zu ändern. Nun wählt der Ganove auf der Ebay-Anmeldeseite die Option „Passwort vergessen“. Per E-Mail bekommt er nun die Möglichkeit, ein neues Ebay-Passwort festzulegen. Die Kontoübernahme ist perfekt! Das Opfer ist noch ahnungslos oder reklamiert bei seinem E-Mail-Anbieter, dass es keine Nachrichten mehr abrufen kann. Derweil wird das Konto etwa für Scheinverkäufe missbraucht.

Tipp:
Teilen Sie Ihren Auktionspartnern auch auf Nachfrage keine weiteren Daten wie etwa Ihr Geburtsdatum mit. Wählen Sie für Ihr Ebay- und E-Mail-Konto sichere und unterschiedliche Passwörter. Den Ebay-Zugang kann zusätzlich ein elektronischer Schlüssel schützen.


3. Täuschungstrick
Vorgetäuscht wird der Verkauf eines hochwertigen Produkts, etwa ein MP3-Player. Die Auktionsüberschrift und die Angabe der technischen Daten in der Beschreibung wecken beim flüchtigen Lesen keinen Verdacht. Ein Hinweis findet sich erst am Ende des Auktionstextes – oft in winziger Schrift. Beginnt die Formulierung zum Beispiel mit „Sie bieten lediglich auf“ oder „Versteigert wird hier nur“ kommt bei dieser Auktion meist ein „Foto von“ oder eine nutzlose Verpackung unter den Hammer. Im letztgenannten Fall ersteigert der Kunde also zu einem recht hohen Preis nicht das Produkt in der Originalpackung (OVP), sondern nur die leere Originalverpackung.

Tipp:
Lesen Sie aufmerksam den kompletten Auktionstext. Achten Sie auf folgende Begriffe: „wie“, „ähnlich“, „besser als“, „Nachbau“, „Dummy“, „bieten nur“ und „versteigert wird lediglich“.


4. Vorgetäuschte Markenware
Verkäufer nennen mehrere Markennamen, die mit dem Produkt nichts zu tun haben, um einen größeren Käuferkreis zu erreichen. Sie bringen die zusätzlichen Begriffe in der Überschrift oder der Beschreibung der Auktion unter. Einige Abzocker verwenden auch falsche Schreibweisen wie „Addidas“ statt „Adidas“ oder „i-pot“ statt „iPod“.

Tipp:
Für treffgenaue Ergebnisse nutzen Sie die Ebay-Funktion „Erweiterte Suche“. Wer glaubt, ein Schnäppchen zu machen, wenn er nach Begriffen wie „iPot“ fahndet, ist falsch beraten. Oft wird in solchen Fällen statt Markenware eine billige Fälschung versteigert.


5. Dreiecksbetrug
Der Betrüger verkauft zum Beispiel einen Camcorder zum Festpreis („Sofort kaufen“-Option) von 280 Euro an das Ebay-Mitglied „B“. Danach ersteigert er das gleiche Gerät, das in einer anderen Auktion preisgleich angeboten wird, von Ebay-Mitglied „C“. Nun gibt der Betrüger dem Käufer „B“ die Bankverbindung des Vekäufers „C“. „B“ zahlt. „C“ erhält das Geld und schickt den Camcorder dem Betrüger, der daraufhin untertaucht. Das Ebay-Mitglied „B“ wartet vergeblich auf die Ware. Und: Das Geld ist futsch – Verkäufer „C“ hat den Camcorder vertragsgemäß verschickt und kann nicht zur Rückzahlung verpflichtet werden.

Tipp:
Achten Sie auf die Bankverbindungsdaten des Verkäufers. Überweisen Sie nur auf das Konto, das den Verkäufer als Inhaber ausweist. Achten Sie bei Paypal entsprechend darauf, ausschließlich die registrierte E-Mail-Adresse des Verkäufers für den Geldtransfer zu verwenden.


6. Lieferverzögerungstrick
Schon im Auktionstext weist der gewerbliche „Powerseller“ auf eine Lieferzeit von beispielsweise drei Wochen hin. Der Höchstbietende zahlt gewöhnlich direkt nach Auktionsende. Während er auf den ersteigerten Artikel wartet, eröffnet der Verkäufer regelmäßig neue Auktionen mit Waren, die er häufig noch gar nicht besitzt. So werden die Lieferzeiten immer länger und die Zahl der aufgebrachten Käufer wächst. Schließlich meldet der Händler Konkurs an. In der Regel verlieren die geprellten Käufer den gesamten Auktionspreis. Denn nach derart langen Wartezeiten können sie nicht einmal mehr den Ebay-Käuferschutz in Anspruch nehmen.

Tipp:
Meiden Sie Auktionen mit angekündigten Lieferverzögerungen. Sind diese üblich (etwa bei Neumöbel-Auktionen eines gewerblichen Verkäufers), nutzen Sie die Treuhandabwicklung (zum Beispiel über „Illox“).


7. Abmahnfalle
Ganz gleich, was sie unter den Hammer bringen, viele Ebay-Verkäufer machen es sich sehr leicht: Mit wenigen Mausklicks kopieren sie das benötigte Produktfoto von der Hersteller-Internetseite und bebildern damit ihre Auktion. Damit verletzen sie allerdings Urheberrechte. Zwar untersagt Ebay das in seinen allgemeinen Geschäftsverbindungen, unterbindet es in der Praxis aber nicht konsequent. Diese Grauzone zwischen Verbot und eher laxer Verfolgung nutzen Betrüger.

Unter dem Deckmantel einer Behörde oder eines Vereins verschicken sie ohne Berechtigung in großem Stil Mahnbescheide an Ebay-Verkäufer. Inhalt: Eine Zahlungsaufforderung wegen Urheberrechtsverstößen. So hat ein Betrüger im Namen eines Vereins „Ehrlich währt am längsten“ (!) Abmahnungen über jeweils rund 146 Euro an 5.000 Ebay-Mitglieder verschickt. Viele Ebayer zahlten – insgesamt 54.000 Euro. Tröstlich: Der „Abmahner“ kassierte eine Anklage wegen gewerbsmäßigem Betrugs.

Tipp:
Um sich vor berechtigten Abmahnungen zu schützen: Kopieren Sie keine Fotos und Texte von Herstellerseiten. Die Rechteinhaber, mit denen Ebay kooperiert („verifiziertes Rechteinhaber-Programm“) könnten Sie belangen. Eigene Fotos, die Ihre Verkaufschancen steigern, sind schnell geknipst.


8. Versandkostenwucher
Hierbei versuchen unseriöse Ebay-Verkäufer, den erzielten Auktionspreis mit überhöhten Versandkosten „aufzubessern“. Ebay-Verkäufer, die keinen oder nur einen versteckten Hinweis im Auktionstext geben, verlangen nach Auktionsende nicht selten Wucherpreise für den Versand. Selbst wenn die Versandkosten offen angegeben werden, merken es viele Käufer erst nach dem Kauf. Grund: Gegen Auktionsende werden Bieter nachlässig. Sie achten im Auktionsrausch nur auf den Artikelpreis, nicht aber auf die Versandkostenregelung.

Tipp:
Ziehen Sie von Ihrem persönlichen Maximalpreis vor dem Gebot die Versandkosten ab. Sind die nicht angegeben, haken Sie über die Option „Frage an den Verkäufer“ nach.


9. Vorkasse-Betrug Variante 1
Der Betrüger ersteigert ein teures Produkt, etwa ein Notebook. Er bittet jedoch den Verkäufer, das Gerät nicht an die bei Ebay registrierte Käufer-Adresse zu schicken, sondern ins Ausland – meist nach Nigeria. Begründung: Man sei gerade dienstlich dort oder es soll ein Geschenk für einen dort lebenden Verwandten sein. Zudem werde das Gerät dringend benötigt, etwa für Prüfungsvorbereitungen.

Der Betrüger schlägt zur raschen, sicheren Abwicklung einen Treuhandservice vor. Stimmt der Verkäufer zu, erhält er kurz darauf eine E-Mail-Bestätigung über den Zahlungseingang und versendet die Ware. Doch der „Treuhandservice“ existiert nur auf dem Papier. Das Geld bleibt aus, das Notebook ist weg.


10. Vorkasse-Betrug Variante 2
Auch hier geht der Betrüger nach einem ähnlichen Muster vor. Doch wartet er das Auktionsende nicht ab, sondern kontaktiert den Verkäufer über die Ebay-Funktion „Frage an den Verkäufer“. Sein Ziel: Der Ebayer soll seine Auktion beenden, die Ware „ohne Ebay“ an ihn verkaufen und umgehend verschicken. Dabei verspricht er eine Summe, die deutlich über dem zu erwartenden Auktionspreis liegt. Der Betrug nimmt seinen Lauf wie in Variante 1.

Tipp:
Schenken Sie unbekannten Treuhanddiensten keinen Glauben. Lassen Sie solche E-Mails unbeantwortet. Melden Sie Ebay den Vorfall, bevor Sie Ihren Artikel neu anbieten. Hilfreiche vorbeugende Maßnahmen: Grenzen Sie den Käuferkreis ein.


11. Anzahlungsbetrug
Der Ebayer ersteigert ein teures Produkt, zum Beispiel ein Auto. Der Verkäufer lehnt einen Treuhanddienst ab mit der Begründung: „Zu hohe Gebühren!“ Stattdessen soll der Käufer „nur“ eine Anzahlung von beispielsweise zehn Prozent plus Frachtkosten leisten – den Rest nach Eintreffen des Wagens. Der Pkw kommt jedoch nie an, die Anzahlung ist futsch.

Tipp:
Nehmen Sie bei einem hohen Kaufpreis – beispielsweise ab 200 Euro – immer einen von Ebay empfohlenen Treundhandservice in Anspruch. Für Auktionen in Deutschland und Österreich ist das Iloxx Safetrade. Der Treuhanddienst kostet extra (ab fünf Euro), sichert Sie aber ab.


12. Jobfalle
Verkaufsagent: Das Ebay-Mitglied soll für den Auftraggeber Ware versteigern. Geliefert werden Fotos sowie technische Daten des Produkts. Und eine (ausländische) Bankverbindung, die das Opfer den Käufern als Zahlungsadresse mitteilen soll. Gelockt wird mit Provisionen. Das Ebay-Mitglied stellt zahlreiche Produkte ein und versteigert sie. Nur: die Ware trifft nie ein. Die geprellten Käufer wenden sich an Ihren „Verkaufsagenten“. Die Folgen sind häufig Strafanzeigen und gerichtliche Auseinandersetzungen.

Finanzdienstleister: Das Ebay-Mitglied soll sein Bankkonto für Auktionszahlungen zur Verfügung stellen. Das Geld der Käufer müsse der Kontobesitzer nur – abzüglich einer Entschädigung – ins Ausland überweisen. Falle: Die Ware wird nicht geliefert. Die Geschädigten wollen nun ihr Geld vom Kontobesitzer eintreiben, der hat es aber schon längst weitergeleitet. Und der wahre Täter ist längst abgetaucht.

Tipp:
Ein Nebenverdienst, mit dem sich mit geringem Aufwand viel Geld verdienen lässt? Finger weg! Derartige Angebote sind immer unseriös. Und: Stellen Sie nie Ihr Bankkonto für Geldtransfers zur Verfügung. Sie machen sich damit sogar strafbar!


13. Bewertungsfälschungen
Betrüger wollen mit einem positiven Bewertungsprofil Ebay-Nutzer täuschen. Dafür eröffnen die Ganoven zahlreiche neue Ebay-Konten und starten Auktionen zu Niedrigstpreisen für Waren, die es in Wahrheit gar nicht gibt. Der Betrüger ersteigert auf einem seiner Konten die eigene fiktive Ware und bewertet anschließend den „Verkäufer“ positiv. Das erfordert allerdings einigen Aufwand und kostet zudem Ebay-Gebühren.

Tipp:
Prüfen Sie das Bewertungsprofil. Verdächtig: Der Verkäufer ist erst seit Kurzem bei Ebay angemeldet und hat trotzdem viele positive Bewertungen. Prüfen Sie seine abgeschlossenen Auktionen: Hat er da ähnliche Waren wie in der aktuellen Auktion versteigert oder nur billigen Plunder?


14. Preistreiberei
Der Verkäufer treibt das Höchstgebot der Auktion nach oben, indem Freunde oder er selbst mithilfe eines weiteren Ebay-Kontos mitbieten. Der Käufer zahlt letztlich einen betrügerisch hochgepuschten Preis. Ebay untersagt dieses sogenannte „Shill Bidding“. Jedoch: Je höher der Auktionspreis, desto mehr Verkaufsprovision kassiert Ebay.

Tipp:
Das Bewertungsprofil des Verkäufers gibt häufig Aufschluss, ob diese Masche zum Repertoire des Verkäufers gehört. Hilfreich ist auch eine einfache Regel: Korrigieren Sie nie Ihr festgelegtes Maximalgebot im Auktionseifer nach oben.


15. Scheckbetrug
Nach der Ersteigerung einer teuren, sperrigen Ware (Beispiel: Motorrad) schickt der ausländische Höchstbieter dem Verkäufer einen Scheck. Ausgestellt ist dieser um einige Hundert Euro höher als der Auktionspreis. Der Aufpreis soll noch offene Frachtkosten decken und einen schnellen Transport garantieren. Der Scheck wird von der Bank verbucht. Der Käufer drängt auf den Versand an eine andere Adresse und auf Erstattung des zu viel gezahlten Geldes per Bargeldtransport. Erst Tage später platzt der Scheck. Die Ware ist weg und das Opfer hat noch draufgezahlt.

Tipp:
Akzeptieren Sie bei weltweitem Handel keine Schecks. Sicher sind Auslandsüberweisungen auf Ihr Konto. Teilen Sie dem Käufer Ihre internationale Kontonummer (IBAN) und Bankleitzahl (BIC) mit. Die Alternative: Über Paypal geht es schneller und Sie können sogar Kreditkartenzahlungen empfangen.


16. Nachnahmefalle
Der Verkäufer besteht auf Zahlung per Nachnahme. Begründung: Das sei sehr sicher – man bezahle ja erst, wenn das Paket eintreffe. Doch die Sicherheit trügt: Zwar zahlt der Käufer erst an der Haustür den Auktionspreis (meist plus Nachnahmegebühren!). Aber der Paketbote wartet nicht, bis der Käufer den Karton geöffnet hat. Beim Öffnen stellt sich heraus: Im Paket steckt statt der Ware nur Elektroschrott. Übrigens: Für ehrliche Verkäufer ist der Nachnahmeversand ebenfalls nicht empfehlenswert, denn der Empfänger kann die Annahme verweigern. Zwar bekommen Sie Ihre Ware zurück, nicht aber die Zustellgebühren.

Tipp:
Meiden Sie Auktionen, bei denen „Nachnahme“ als einzige Zahlungsmöglichkeit angegeben wird. Sie ist teurer und sogar noch riskanter als Vorauszahlung per Überweisung. Denn: Im Betrugsfall gibt es keine Möglichkeit, den Verkäufer anhand seiner Bankverbindung zu identifizieren.


17. Austauschtrick
Diese Masche kann vor allem Verkäufer von teuren, elektronischen Geräten treffen. Sie versteigern zum Beispiel ein Handy. Alles klappt problemlos: Der Käufer zahlt; der Verkäufer versendet die Ware nach Geldeingang. Der betrügerische Käufer tauscht nun das intakte Gerät gegen ein gleiches, aber defektes Exemplar aus und reklamiert es. Verweigert der Verkäufer die Rücknahme, droht der Betrüger mit einer Strafanzeige. Der eingeschüchterte Verkäufer akzeptiert zähneknirschend die „Rücksendung“ des defekten Geräts und erstattet den Auktionspreis.

Tipp:
Notieren Sie sich immer die Gerätekennziffer, um einen möglichen Betrugsversuch entlarven zu können. Bei einem Mobiltelefon rufen Sie diese Nummer zum Beispiel durch die Eingabe von *#06# auf. Und: Erstatten Sie im Betrugsfall Anzeige bei der Polizei!


18. Markenpiraterie
Schon lange nutzen Abzocker Ebay, um Produktfälschungen zu verkaufen: Ob Uhren, Autoteile, Markenkleidung oder Parfüm – Produktpiraten fälschen alles, was einen guten Namen hat. Oft hat man es mit kriminellen Banden zu tun, die in großem Stil Fälschungen über Ebay verkaufen wollen. Aber auch Privatleute schummeln: Sie versteigern angebliche Luxus-Taschen, die sie im Tunesienurlaub bei einem fliegenden Händler gekauft haben. Auch wenn diese Ebay-Verkäufer nicht immer einen bewussten Betrug begehen – der Käufer gefälschter Originalware ist der Dumme.

Tipp:
Fordern Sie über „Frage an den Verkäufer“ einen Fotobeweis, etwa eine Kopie der Kaufquittung. Bei gewerblichen Verkäufern müssen Sie darauf achten, dass Ihnen eine Rechnung mit genauen Produktdaten ausgestellt wird. Bei Powerseller-Auktionen können Sie übrigens Ihr Rückgaberecht nutzen.


19. Spaßbieter
Kriminelle „Scherzbolde“ gehen auf „Einkaufstour“. Dafür nutzen Sie nicht nur das eigene, sondern auch das Ebay-Konto einer anderen Person. Die Verkäufer bleiben auf ihren versteigerten Waren sitzen und erhalten allenfalls von Ebay die Verkaufsprovisionen erstattet.

Tipp:
Unter „Eingeschränkter Käuferkreis“ können Sie vorab Bieter mit bestimmten Merkmalen (etwa negatives Bewertungsprofil) ausschließen. Auch können Sie während einer laufenden Auktion Gebote unliebsamer Bieter streichen lassen, müssen dies aber gegenüber Ebay begründen. Tipp: Gerade bei teuren Artikeln kann eine sogenannte Strafklausel in den Vertragstext aufgenommen werden. Wer als Verkäufer vom Spaßbieter geprellt wurde, kann diesen auf 30 Prozent des Kaufpreises verklagen.


20. Werbebanner-Auktionen
Bei Ebay versprechen merkwürdig klingende Auktionen für eine Handvoll Cent etwa Werbebanner im Internet, die sich bei genauem Hinsehen oft genug als Mogelpackung entpuppen. Ein ähnliches Kaliber wie die Bannerwerbung haben Auktionen nach dem Muster „Ihre Werbung an unsere Abonennten“. Nach Auktionsende kann der Höchstbieter einen Werbetext verfassen. Der Anbieter verspricht, diese Reklamebotschaft in einen E-Mail-Newsletter zu integrieren, der an bis zu 100.000 angebliche Abonennten geht. Wie viele Empfänger den Newsletter tatsächlich erhalten, bleibt offen, denn einen prüfbaren Nachweis erhält der Käufer nicht. Die Gefahr besteht, dass die Werbung in einem unerwünschten Massenversand-Newsletter (Spam) landet.

Tipp:
Lassen Sie solche Auktionen links liegen. Die Gefahr eines Betrugs ist bei derart dubiosen Angeboten hoch. Und: Bei einer Auktionsabwicklung über Paypal würde Ihnen selbst der erhöhte Käuferschutz nichts nutzen. Grund: Nichtmaterielle Artikel sind vom Käuferschutz ausgenommen!

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Liebe Ebayer :-) Ich habe mir die Mühe gemacht, diesen Ratgeber zu schreiben, um Euch, liebe Leser, einige Tipps zu geben. Falls Euch das Lesen dieses Ratgebers etwas bringt, würde ich mich freuen, wenn Ihr den Ratgeber kurz unten mit einem Kommentar bewertet und oben rechts auf "Mag ich" klickt. Es kostet euch nur wenige Sekunden ;-) Vielen Dank dafür :-)