Umkehrgetriebe

Umkehrgetriebe für Traktoren, Motorboote und andere Fahrzeuge

Umkehrgetriebe oder auch Wendegetriebe genannt, sind Getriebe, mit denen die Fahrtrichtung eines Fahrzeugs geändert werden kann. Sie ermöglichen es also, ein Fahrzeug vorwärts oder rückwärts zu lenken. Außerdem können sie in den Leerlaufmodus gestellt werden. Sie finden vor allem in Motorbooten, Traktoren und anderen größeren Maschinen in der Landwirtschaft Verwendung. Auch in Zügen werden sie benutzt. Hier bietet es sich jedoch nicht an, sie selbstständig auszuwechseln. Auch bei Traktoren und kleineren Motorbooten sollten Sie dies nur tun, wenn Sie über die dafür notwendigen Kenntnisse der Mechanik verfügen. Dann ist es jedoch möglich, ein altes Getriebe auszuwechseln oder mit einem Zapfwellengetriebe aufzurüsten.

Wie funktioniert das Umkehrgetriebe mit Zapfwelle?

Gerne wird gerade bei landwirtschaftlichen Maschinen auch mit einem Umkehrgetriebe in Form eines Zapfwellengetriebes nachgerüstet. Bei diesen Getrieben & -Kupplungen für Traktoren handelt es sich um einen Nebenantrieb, der zusätzlich zum eigentlichen Getriebe des Geräts genutzt wird. Das ist zum Beispiel praktisch, wenn an dem Gerät noch eine Wasserpumpe, ein Ladewagen, ein Mähgerät oder ein weiteres landwirtschaftliches Anbaugerät angebracht wird. Es ermöglicht außerdem das Umschalten auf eine andere Drehzahl, typischerweise von 540 U/min zu 1000 U/min. Der Nebenantrieb kann immer dann genutzt werden, wenn der Hauptmotor angeschaltet ist. Meistens kann er über den Gashebel des Fahrzeugs mit bedient werden. Die drei bekanntesten Anwendungsgebiete sind Agrar, Forst & Kommune. Zapfwellen finden daher auch Anwendung in der Forstwirtschaft, zum Beispiel bei Holzspaltgeräten und bei kommunalen Fahrzeugen, die zum Beispiel zum Schneeräumen oder Salzstreuen eingesetzt werden.

Welche unterschiedlichen Arten von Umkehrgetrieben gibt es?

Egal ob es sich bei dem Wendegetriebe um das Hauptgetriebe oder um einen Nebenantrieb handelt, gibt es in jedem Fall unterschiedliche Typen von Getrieben. Ein Unterschied liegt zum Beispiel darin, ob das Getriebe noch zwischen mehreren Gängen unterscheiden kann oder nur zwischen Fahrten vorwärts und rückwärts gewählt werden kann. Die Modelle mit Gangschaltung nennen sich Gruppenwendegetriebe. Sie haben entweder acht verschiedene Vorwärts- und Rückwärtsgänge oder die Anzahl der Vorwärtsgänge beträgt ein Vielfaches der Rückwärtsgänge. Außerdem wird zwischen hydraulischen und mechanischen Getrieben unterschieden. Erstere sind der moderne Standard. Bei ihnen hilft eine Hydraulikpumpe die Bedienung enorm zu erleichtern. Ab einer Kraft von 50 PS sollten sie der absolute Standard sein, da die Bedienung eines mechanischen Getriebes hier sonst sehr schwerfällt. Gerade in der Landtechnik, in der hohe PS Zahlen standard sind, sollten Sie also besonders darauf achten, dass Sie sich für ein hydraulisches Getriebe entscheiden. Anders sieht es bei Motorbooten mit geringer PS Zahl aus.