Tibetlamm für feinste Mode

Modische Kleidung aus Tibetlamm erfreut sich immer größerer Beliebtheit und doch ist es sehr stark der jeweiligen Mode unterworfen. Aus dem Naturprodukt werden wärmende Decken und Kleidung gefertigt, wobei es bei letzterer auch gern nur als Accessoire oder Besatz eingearbeitet wird.

Was ist das Tibetlamm eigentlich und woher stammt es?

Auch, wenn der Name Tibetlamm es vermuten lässt, aber das Tier stammt nicht aus dem Tibet, sondern aus Nordchina. Genauer gesagt: vom Fell junger Lämmer des Shanghai-Mufflons. Diesen wird im Alter von 6 Wochen und 2 Monaten das Fell geschoren und dann weiterverarbeitet. Wurde dieses Fell einst nur vom chinesischen Mittelstand bei der Winterbekleidung genutzt, kam es Anfang des 20. Jahrhunderts auch in den internationalen Handel. Aufgrund seiner natürlichen Färbung wurde das seidige Fell immer in die entsprechenden Modefarben der Zeit eingefärbt. Erhältlich ist es heutzutage häufig als schickes Accessoire in Form von einem besonders weichen Schal oder auch als kuschelweicher Kissenbezug für das Sofa, welches passend zur wärmenden Wohndecke gefertigt wurde. Aber auch Capes oder Bettvorleger aus diesem Fell werden immer wieder gern gekauft.

Warum ist das Tibetlamm so besonders?

Im Gegensatz zu anderen Fellen ist das des Shanghai-Mufflons sehr lockig und lang. In kleinen Korkenzieherlocken kann es durchaus eine Länge von 80 bis 110 Zentimeter erreichen. Seidig weich, hat es eine weiß bis gelbliche Färbung. Es ist bei Weitem nicht so dick wie anderes Fell oder Pelze. Besonders die dünne Oberhaut, die bei diesem Fell manchmal dazu neigt, sich in Schuppen abzulösen, macht es dem Kürschner oder Pelzzurichter schwer, diese dann zu entfernen. Für die Weiterverarbeitung aber eignet sich das gelockte lange Fell des Tibetlamms sehr gut.

Was wird aus Tibetlammfell gefertigt und wie erfolgt eine Pflege?

Bevorzugt werden heute modische Accessoires wie Schals und Tücher oder auch Mützen und Taschen daraus gefertigt. Aber auch als Besatz auf dem Mantelkragen oder den Schuhen sieht man es recht häufig. Falls Sie sich für ein Kleidungsstück, ein Wohnaccessoire oder einen Schal entscheiden sollten, so achten Sie darauf, die Fellprodukte nicht zu waschen. Besser ist eine spezielle Trockenreinigung, da andernfalls das langhaarige Fell an Pracht verliert und verfilzen kann. Doch vor allem das sehr dünne Leder des Fells kann Schaden nehmen und beim Waschen zerreißen. Mit einem feuchten Tuch lässt sich die Fellseite etwas behandeln, sollte doch einmal etwas verschmutzt sein. Zudem sollten Sie Kleider und Accessoires, die mit diesem Fell besetzt sind, nicht zu lange intensiver Sonneneinstrahlung aussetzen. Das kann zu schadhaften Stellen und einem Ausbleichen eventuell gefärbter Bestandteile führen.