Phurba – Kunstwerk mit schamanistischem Bezug

Andere Länder, andere Sitten. Dieser geflügelte Ausspruch erinnert uns immer wieder daran, wie bizarr fremde Kulturen und deren Riten zuweilen auf uns wirken mögen. Was uns seltsam oder befremdlich vorkommen mag, ist in anderen Teilen der Erde seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden völlig normal. Nicht nur indigene Völker vertrauen bestimmten Ritualen, Symbolen und Hilfsmitteln. Derlei Sachen haben sich über sehr lange Zeit bewährt und deren Wirksamkeit wird nicht im Entferntesten in Zweifel gezogen. Mittlerweile kommt auch die westliche Welt immer mehr zu der Erkenntnis, dass jahrtausendelange Erfahrungswerte auf Wissen basieren, welches über viele Generationen weitergegeben und verfeinert worden ist. Ganz offensichtlich handelt es sich nämlich keineswegs um unglaubwürdigen Hokuspokus. Vielmehr haben Rituale und die Verwendung bestimmter Gegenstände mehr Substanz, als wir bisher angenommen haben. So erfreut sich beispielsweise der Phurba immer größerer Beliebtheit.

Was ist ein Phurba?

Bei einem sogenannten Phurba handelt es sich um ein Werkzeug mit drei Seiten, welches in seiner Bauart am ehesten an einen Dolch erinnert. Mit diesem Gegenstand wurden und werden im Schamanismus bestimmte Rituale durchgeführt. Er soll beispielsweise dazu dienen, Dämonen oder düstere Gedankenbilder zu verscheuchen, weshalb er oftmals auch in Exorzismen verwendet wird. Ein weiteres Einsatzgebiet des Phurba ist die Bindung negativer Energien zum Zwecke der rituellen Reinigung.

Wo kommt der Phurba her?

Der Phurba hat seinen Ursprung in der Region um den Himalaya. Im tibetischen Buddhismus kommt dem Phurba ebenfalls eines große Bedeutung zu. Die Gottheit, die mit dem dolchähnlichen Werkzeug in Verbindung gebracht wird, ist der sogenannte Dorje Phurba, der oftmals auch als Vajrakila(ya) bezeichnet wird. Die Völker in dieser Region, die über viele Generationen ein immenses Wissen angehäuft haben, schwören auf die Wirksamkeit solcher Gegenstände. Völker wie diese haben im Vergleich zu uns einen kulturell bedingt völlig anderen Bezug zur Natur und deren Geheimnissen.

Wie ist eigentlich der Aufbau eines Phurba?

Ein solcher Ritualdolch kann aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Zumeist jedoch kommen dabei Holz oder Ton zur Anwendung, doch auch Edelsteine, Horn, Kristalle und sogar Knochen können zum Herstellen eines Phurba benutzt werden. Varianten, die in Tibet hergestellt werden, bestehen häufig aus Eisen, Kupfer oder Messing. Auf dem Knauf eines Phurbas ist traditionell die damit verbundene Gottheit Dorje Phurba oft mit drei Gesichtern (friedlich, zornig, freudig) abgebildet. Die meist dreieckige Klinge wird vom Griff durch einen Ashtamangalaschirm oder eine Pilzmütze getrennt und ist ebenso kunstvoll gefertigt wie der dazugehörige Griff und verleiht dem Phurba seine besondere Optik. Entdecken Sie bei eBay das Modell, das Ihnen am besten gefällt!