Opel Rekord C: Ein Klassiker unter den jüngeren Oldtimern

Über fünf Jahre lang war der Opel Rekord C das Fahrzeug der oberen Mittelklasse bei dem Rüsselsheimer Autohersteller. Von August 1966 bis Januar 1972 wurde dieser Wagen hergestellt, bevor ihn der Rekord D ablöste. Vom Opel Rekord C gab es sogar eine Rennsportversion. Weil sie schwarz lackiert war, wurde sie Schwarze Witwe genannt. Taxi war ein anderer Spitzname, denn damals waren Taxis in Deutschland schwarz. Von allen Modellen des Opel Rekord C hatte der 1700 den größten Marktanteil. Er wog über 1000 Kilogramm und kostete 7.800 DM. Sein 60-PS-Motor beschleunigte von null auf 100 Kilometer pro Stunde in 20,2 Minuten. Für 95 DM mehr gab es die 1700S-Version mit 75 PS. Er brauchte für die gleiche Beschleunigung fünf Sekunden weniger. Ersatzteile für den Opel Rekord C erhalten Sie bei eBay unter anderem in folgenden Kategorien: Opel Rekord C in Oldtimer-Karosserieteile und Opel Rekord C in Oldtimer-Motoren, -Getriebe & -Achsen.

Was geschah mit der Schwarzen Witwe?

Die Geschichte der Schwarzen Witwe beginnt 1967. General Motors schickte den Letten Anatole Carl Lapine von Detroit nach Rüsselsheim. Er sollte das Forschungsstudio leiten. Bevor er als Designchef zu Porsche überging, gestaltete Lapine unter anderem den Opel GT. Obwohl GM mit Rennen nichts zu tun haben will, rüstete Lapine den Opel Rekord C zu einem Renntourenwagen auf. Der frisierte Motor der Schwarzen Witwe lieferte 200 PS. Verstärkte Viergangbox und Kupplung sowie eine Zusatzführung für die Hinterachse stabilisieren das Fahrwerk. Erich Bitter und Niki Lauda fuhren den Wagen, errangen aber keine nennenswerten Erfolge mit ihm. Anfang der 70er Jahre beschloss die Konzernleitung, die Schwarze Witwe zu verkaufen. Seitdem ist das Fahrzeug verschollen. Im Jahr 2012 wurde der Rennwagen nachgebaut. Der Werkzeugmacher Jens Cooper und sein Freund Michael Splieth nehmen das Projekt in Angriff. Da es keine Pläne mehr gab, half Anatole Lapine bei der Gestaltung mit. 2012 starb Lapine, kurz bevor der Wagen fertiggestellt wurde.

Welche Versionen gab es vom Opel Rekord C?

Der Opel Rekord C wurde als zwei- und viertürige Limousine hergestellt. Außerdem gab es den Kombi Caravan mit drei oder fünf Türen und den dreitürigen Lieferwagen ohne Seitenfenster im Heck. Im Januar 1967 kam das Coupé heraus. Das Coupé gilt als die eleganteste Version. Die Motoren hatten zwischen 58 und 106 PS im Sondermodell Rekord Sprint. Daneben gab es das Sondermodell Spar-Rekord mit grauer Lackierung und einfacher Ausstattung, den es später auch in Siriusblau gab. Darüber hinaus gab es 1971 für kurze Zeit den Rekord Holiday mit Schiebedach, Zusatzscheinwerfern und heizbarer Heckscheibe.