Netzumschalter – Kuppelschalter für freie Stromkreiswahl

Ohne Strom nix los. Dieses Motto gilt in vielen Lebenslagen. Fällt der Strom aus, sitzen wir oftmals im Dunkeln. Das kann ärgerlich sein oder auch eine Katastrophe, je nach Situation. Grundsätzlich ist es eine gute Idee, einen Plan B zu haben. Ein Netzumschalter erlaubt es Ihnen, diesen Plan B auch auszuführen. Ob Sie auf einen anderen Stromkreis ausweichen wollen oder eine alternative Energiequelle anzapfen wollen, ist Ihnen dabei selbst überlassen.

Was macht ein Netzumschalter?

Strom fließt immer im Kreis und was rein geht, muss auch wieder herauskommen. Alle Geräte, die mit Strom betrieben werden, müssen an diesem Kreislauf angeschlossen sein. Um einen anderen Kreislauf zu nutzen, müsste man jedes einzelne Gerät abkoppeln und an den anderen Kreislauf anschließen. Ein Netzumschalter nimmt Ihnen die Arbeit ab und schließt den kompletten Stromkreis einfach an eine andere Spannungsquelle an. Kein Löten und kein Schrauben sind notwendig. Wenn der Umschalter einmal installiert ist, genügt ein Tastendruck – und schon läuft alles mit Saft aus einer anderen Quelle, bis Sie das Kommando zurückgeben. Dies geschieht dadurch, dass die Verbindung zur einen Spannungsquelle geschlossen wird, während die zur anderen Spannungsquelle geöffnet wird.

Welche Anwendungsgebiete gibt es für einen Netzumschalter?

Sie können mit einem Netzumschalter kritische Geräte an eine alternative Spannungsquelle anschließen. Bei einem Stromausfall können Sie so zum Beispiel einen Generator in Betrieb nehmen und weiterhin ihre Geräte mit Strom versorgen. Intelligente Wechselschalter erledigen dies bei einem Ausfall ganz von alleine und lassen so beispielsweise Sicherheitsanlagen auch bei einem Ausfall weiterhin laufen. Auch für medizinische Geräte ist dies eine sinnvolle Anwendung. Ganz banal können Sie aber auch, beispielsweise bei einem Wohnmobil, zwischen mehreren Batterien umschalten und so einen zusätzlichen Vorrat an elektrischem Strom mit sich führen.

Welche Varianten an Netzumschaltern gibt es?

Die zwei wichtigsten Varianten sind „make before break“ und „break before make“. Hierbei geht es darum, ob der neue Stromkreis hergestellt werden soll, bevor der alte unterbrochen wird, oder ob zuerst die Unterbrechung stattfinden soll, bevor der neue angeschlossen wird. Bei zweiter Methode kann es zu einer minimalen Stromunterbrechung kommen, wodurch eventuell Geräte ausfallen können oder Fehlfunktionen stattfinden. Bei erster Methode hingegen kann es zu einer Überspannung kommen, der mit entsprechenden Schaltungen entgegengewirkt werden muss, um die angeschlossenen Geräte nicht zu überlasten und zu beschädigen. Beide Methoden haben ihre Daseinsberechtigung und sollten gegeneinander abgewogen werden, bevor man sich für eine der beiden Arten entscheidet. Der Anwendungszweck und die technischen Möglichkeiten bestimmen hierbei, welche sinnvoller ist.