Longjia: Preiswerter Chinaroller mit klangvollem Namen

Der Longjia gehört zu den preiswerten Chinarollern, die auch Baumarktroller genannt werden. Dabei handelt es sich um Motorroller mit Verbrennungsmotoren mit bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum oder Elektroantrieb. Sie erhalten die fast identischen Chinaroller von chinesischen Herstellern zu günstigen Preisen. Allerdings bieten die Hersteller kein Servicenetz an. Ersatzteile für den Longjja erhalten Sie bei eBay unter anderem in den Kategorien "Longjia in Motorroller-Vergaser & -Teile" und "Longjia in Sonstige Motorroller-Teile für Antriebsstränge & Getriebe".

Was zeichnet einen Chinaroller aus?

Ende der 1990er-Jahre entdeckten chinesische Geschäftsleute den Roller. Auf einmal konnten Sie die billigen Chinaroller bei Versandhäusern wie Neckermann, Quelle oder Otto bestellen. Auch in zahlreichen Baumärkten gab es die günstigen Roller unter klangvollen Namen wie Tokaido, Thunder Bike oder Longjia. Die ersten Chinaroller waren Modelle mit Zweitaktmotoren. Inspiration fanden die chinesischen Hersteller bei Yamaha. Oft enthielten die Chinaroller den normalen Vespamotor von Minarelli mit Luftkühlung. Ersatzteile für diese Chinaroller der ersten Stunde, zum Beispiel für die Zündung, finden Sie heute nur noch gebraucht. Mit der Zeit wandten sich die Chinesen den Rollern mit Viertaktmotoren zu. Dabei kopierten sie den Kymco Filly 50 aus Taiwan. Bei diesen Kopien und dem Original handelt es sich um den am meisten verkauften Chinaroller weltweit. Auch Longjia bietet einen Motorroller mit 50 Kubikzentimeter Hubraum an.

Warum werden Motorroller immer beliebter?

Innerhalb weniger Jahre hat sich in Deutschland der Verkauf von Motorrollern mit Motoren bis zu 125 Kubikzentimeter Hubraum verdreifacht. Vor allem Berufstätige in den Städten steigen verstärkt auf den Roller um. Der Grund dafür sind nicht nur die steigenden Benzinpreise, obwohl sie einen großen Beitrag zum Rollerboom leisten. Roller verschlingen keine Parkgebühren. Die zeitraubende Suche nach einem Parkplatz entfällt. Versicherung und Steuern lassen sich für einen Roller ebenfalls viel leichter bezahlen als für einen Pkw. Nicht zu vergessen die geringen Unterhaltskosten: Roller fahren mit einfacher Technologie, die viele Hobbyhandwerker problemlos selbst reparieren können.

Wer hat den Roller erfunden?

Der Name Vespa verkörpert gemeinhin den Motorroller. Das erste Fahrzeug dieses Typs entstand jedoch in New York, genau in Long Island. Die Autoped Company stellte 1915 einen Kinderroller mit Motor her. Ein Lizenznachbau entstand 1919 bei Krupp in Essen. DKW stellte zwei Jahre später ein Sesselrad her. Die Motorroller der heutigen Form stammen jedoch vom italienischen Unternehmen Piaggio, dessen Vespa ab 1946 einen weltweiten Siegeszug antrat. Die Innocenti von Lambretta war ein ähnlich erfolgreiches Modell. Die Form stammte von Motorrollern der alliierten Luftlandetruppen, den sogenannten Welbikes.