Kartuschkasten aus feinem Leder nach traditioneller Art gefertigt

Der Kartuschkasten, auch bekannt als Kartusche, hat beim Militär eine lange Tradition. In der Regel wurde die Kartusche ergänzend zur Handfeuerwaffe angeboten. Und so wurde dieser kleine Behälter als fester Bestandteil der Uniform getragen und fiel in Abhängigkeit von der Armee, für die der Soldat kämpfte, sehr unterschiedlich aus. Aufgrund seiner Größe und Ausstattung diente der Kartuschkasten in erster Linie der Aufbewahrung von Patronen. Und um diese stets griffbereit zu haben, wurde er im 17. und 18. Jahrhundert immer über der Schulter des Soldaten getragen. Meist waren die Vorderseiten aufwendig verziert, wodurch die Kästchen kleinen Kunstwerken ähnelten. Außerdem entwickelte sich die Kartusche im Laufe der Zeit weiter und wurde nach und nach – vor allem für die Offiziere, die sie benutzten – zum Ziergegenstand.

Welche Materialien wurden für die Kartuschen verwendet?

Traditionell gibt es zwei grundlegende Formen vom Kartuschkasten, die Sie in sonstige Militaria finden. Zum einen handelt es sich um die Ausführung aus reinem Leder. Diese ist angenehm weich und darüber hinaus besonders robust. Zum anderen haben sich Kartuschen durchgesetzt, die eigentlich aus Holz hergestellt wurden und einen Lederbezug haben. Auch diesen Modellen mangelt es keineswegs an robusten Eigenschaften. Allerdings sind sie etwas weniger hochwertig.

Was wurde im Kartuschkasten verstaut?

Anfangs wurden im Kartuschkasten vor allem Patronen verstaut, die für die Handfeuerwaffen gebraucht wurden. Diese Funktion ging im Laufe der Zeit allerdings verloren. Die Offiziere, von denen die Kartuschen als Ziergegenstand genutzt wurden, verstauten in erster Linie ihren Tabak oder andere Produkte dieser Art darin. Die Taschen ließen sich mit Knöpfen oder Schnallen sicher verschließen. Markantes Merkmal der Kartuschen war zudem ein großer Riemen, an dem sich oftmals kleine Hülsen aus Metall befanden. Diese boten weiteren Stauraum und wurden beispielsweise genutzt, um die Ziernadel sicher verstauen zu können. Selbst eine Signalpfeife ließ sich direkt an dem Riemen montieren. Damit Riemen und Kartusche nicht verloren gingen, wurden sie zusätzlich an einer kleinen Kette befestigt.

Welche Verwendung finden die Kartuschen heute?

Heute gibt es beispielsweise die Kavallerie, die diese Kästen noch immer bei sich trägt. Dazu gehört unter anderem die britische Gardekavallerie sowie die königliche Garde aus Schweden. Allerdings ist bei dieser anstelle der Kartusche von Bandelier die Rede. Bei eBay wird dieser Teil der Militärausstattung in verschiedenen Designs und mit unterschiedlichem Zustand angeboten. Häufig finden sich auf den Vorderseiten die Embleme der jeweiligen Königshäuser oder Armeen. Die Gestaltungen sind daher sehr verschieden. Außerdem werden Kartuschkasten auch in "Militaria aus Österreich" angeboten, wobei es sich bei diesen meist um Sammlerstücke handelt.