James Rizzi als Künstler, der den Betrachter zum Lächeln bringt

Bei James Rizzi handelt es sich um einen Künstler aus New York, dessen Werke man der Stilrichtung Pop Art zuordnet. Ähnlich wie Keith Harding, benutzte der 2011 verstorbene Rizzi leuchtende Farben und eine unverkennbare Formensprache. Oftmals stellte er in seinen Bildern und anderen Kunstwerken seine Heimatstadt dar. Seine Kunst strahlt Fröhlichkeit aus und bringt den Betrachter zum Lächeln. Die Farbenpracht drückt pure Lebensfreude und Optimismus aus. Charakteristisch für Rizzi sind dreidimensional konstruierte Bilder. Neben James Rizzi in 3D finden sie bei eBay die Rubrik James Rizzi in modernen Original-Drucktechniken (1950-1999).

Wie entstand der 3D-Effekt in Rizzis Bildern?

Bei den 3D-Bildern von James Rizzi spielt Schaumstoff eine wichtige Rolle. Hierfür kopierte er den Hintergrund eines Bildes und schnitt bestimmte Elemente aus. Aus Schaumstoff fertigte er Brücken zur Befestigung dieser Ausschnitte an. Auf diese Weise schweben manche Elemente wenige Zentimeter vor dem eigentlichen Bild. Durch diese einfache Methode beleben Schatten das Bild. Um sich an Rizzis 3D-Bildern zu erfreuen, benötigen Sie keine spezielle Brille.

Wie hat sich die Laufbahn Rizzis entwickelt?

Der 1950 geborene Künstler mit irisch-italienischer Abstammung wuchs gemeinsam mit zwei Geschwistern in Brooklyn auf. An der University of Florida in Gainesville studierte er Kunst. Während des Studiums entwickelte er seine 3D-Methode. 1974 hatte er erstmalig eine Ausstellung im Brooklyn Museum. Seine fröhlich-unbekümmerte Kunst machte ihn schnell weltbekannt. Neben den Werken für Galerien und Museen schuf der populäre Pop Art-Künstler zahlreiche Gebrauchsgegenstände, unter anderem Porzellan, Plattenumschläge und Telefonkarten. Zu seinen Markenzeichen gehören ein Hut, eine Brille und bunte Turnschuhe. 2011 verstarb er in seinem Atelier in SoHo in Manhattan an Herzversagen.

Warum ist James Rizzi in Deutschland allgemein beliebt?

Obwohl James Rizzi sein Leben in Manhattan verbrachte, war er vor allem in Deutschland außerordentlich beliebt. Er hatte zu keiner Zeit die Absicht, seine Heimatstadt zu verlassen. Die New York Times und andere Zeitungen ehrten ihn aber nicht mit einem Nachruf. In seiner Heimatstadt begeisterten ihn hauptsächlich die Menschen, die er beobachtete und die ihn inspirierten. Seine Arbeit in Deutschland begann 1996, als er zum 40. Jubiläum von Condor eine Boeing 757 mit bunten Farben in einen sogenannten Rizzi-Bird verwandelte. Drei Jahre später gestaltete er die 15 Bände des Brockhaus-Lexikons in einer speziellen Auflage. Im gleichen Jahr erhielten drei neue Käfer eine Rizzi-Behandlung. Neben dem Happy Rizzi House in Braunschweig gehörte eine Serie von vier Sonderbriefmarken für die Deutsche Post zu den weiteren Meilensteinen seines Schaffens in der Bundesrepublik. Eine bedeutende Retrospektive seines Lebenswerkes fand 2008 in der Mainzer Rheingoldhalle statt.