Immendorff – Meister der Extreme im Nachkriegsdeutschland

Jörg Immendorff war eine schillernde Figur in der deutschen Kunstlandschaft. Seine Werke waren vielfach geprägt von geschichtlichen Ereignissen seiner Zeit. Persönlich bewegte er sich jahrelang in der Party- und Society-Szene, eröffnete Kneipen und wurde in einem Rauschgift-Prozess zu einer Bewährungsstrafe und Geldstrafe verurteilt. Erfahren Sie hier mehr über den Künstler Jörg Immendorff, der auch internationales Ansehen erlangte und den damaligen Bundeskanzler Schröder nicht nur porträtierte, sondern sogar bei Auslandsreisen begleitete ...

Wer war Jörg Immendorff?

Geboren wurde Immendorff 1945 in Bleckede (Niedersachsen). Nach der Scheidung seiner Eltern besuchte er ab seinem elften Lebensjahr ein Internat und entwickelte früh ein Interesse an bildender Kunst. Seine erste Ausstellung hatte er 1961 in Bonn. Im Jahr 1963 nahm er sein Studium an der Kunstakademie Düsseldorf auf. Zunächst belegte er das Fach Bühnenbild bei Theo Otto, später studierte er Kunst bei Joseph Beuys. Immendorffs letzte Lebensjahre waren geprägt von einer unheilbaren Erkrankung des Nervensystems (ALS). Diese zog nach sich, dass er seine Arme und Beine nicht mehr bewegen konnte, und führte zu seinem Tod im Alter von 61 Jahren. Für weitere Informationen zum Leben von Jörg Immendorff finden Sie bei eBay zahlreiche Sachbücher und antiquarische Bücher zu Jörg Immendorff

Welche Werke machten Jörg Immendorff bekannt?

Ein bedeutendes Thema der Arbeiten von Immendorff war die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, dem 2. Weltkrieg sowie mit der Teilung bzw. mit seinen Visionen der Wiedervereinigung Deutschlands. Berühmt wurde er insbesondere durch den Bilderzyklus „Café Deutschland“, der in den 1970er-Jahren entstand. Ein wiederkehrendes Motiv war der „Maleraffe“, mit dem der Künstler ironisch seine Zunft darstellte. Zum Ende seiner Schaffenszeit tendierte Immendorff auf der Suche nach „Magie“ zum Surrealismus. Viel beachtet war seine Eisen-Plastik aus dem Jahr 1999, die Jörg Immendorff für die Stadt Riesa schuf. Neben Siebdrucken und Lithographien finden Sie bei eBay auch Plastiken und Skulpturen aus dem bildhauerischen Werk des Künstlers. Sogar die begehrten Autogramme können Sie hier entdecken. Jörg Immendorff war als Maler Mitbegründer der Gruppe der „Jungen Wilden�� und nahm in den Achtzigerjahren an der Documenta in Kassel teil. Darüber hinaus gestaltete er auch Bühnenbilder für die Salzburger Festspiele.

Wann gab es wichtige Ausstellungen und Auszeichnungen für Immendorff?

Das Kunstmuseum Wolfsburg veranstaltete im Jahr 1996 eine große Retrospektive für Jörg Immendorff. International bedeutsam war eine Ausstellung, mit der das Nationalmuseum Warschau erstmals nach dem 2. Weltkrieg im Jahr 1998 einen deutschen Künstler ehrte. In der Neuen Nationalgalerie Berlin fand 2005 eine weitere Retrospektive statt. Immendorff erhielt den hochdotierten mexikanischen Marco-Kunstpreis sowie den renommierten Kaiserring der Stadt Goslar.