Hitzebeständige Lacke für die besonders heißen Stellen

Ein hitzebeständiger Lack kommt überall dort zum Einsatz, wo normale Farben aufgrund von Wärmeeinwirkung nicht halten. Vor allem im Bereich der Kraftfahrzeuge hat der hitzeresistente Lack einen festen Platz. Auch in der Industrie und in den eigenen vier Wänden besteht regelmäßig der Bedarf nach einem hitzebeständigen Anstrich.

Was ist das Besondere an diesem Lack?

Herkömmliche Farben und Lacke reagieren im Normalfall empfindlich auf größere Temperaturschwankungen. Besonders bei Hitze entstehen Blasen und Risse, die Farbschicht löst sich vom Untergrund und blättert ab. Bei größerer Hitze besteht die Gefahr, dass sich die Lackschicht entzündet und in Flammen aufgeht.

Bei hitzebeständigem Lack wird in der Regel ein Silikonharz als Bindemittel verwendet. Dieser Grundstoff verleiht den wärmeunempfindlichen Lacken die Fähigkeit, hohen Temperaturen zu widerstehen. Wie bei anderen Farben, basiert dieser Lack zusätzlich auf Inhaltsstoffen wie Pigmenten, Füllstoffen, Additiven und Lösungsmitteln. Der Unterschied besteht darin, dass die organischen Restbestandteile immer an Silicium-Atome gebunden sind, was für eine hohe Temperaturstabilität sorgt.

Wo wird der hitzeresistente Lack angewendet?

Der Lack ist vielseitig einsetzbar. Vor allem in der Automobilbranche und beim Tuning von Fahrzeugen findet er häufig Verwendung. Dort werden mit diesem Lack einzelne Teile mit den verschiedensten Farben versehen, um einen besseren optischen Effekt zu erzielen. Besonders bei den Bremsbacken, die durch die Alu-Felgen zu sehen sind und bei einzelnen Motorteilen wird er gerne verwendet. Auch für das Bearbeiten einer Auspuffanlage ist dieser Lack geeignet, als Farbeffekt und als zusätzlicher Schutz gegen Rost.

Außerdem findet sich der hitzebeständige Lack in diversen anderen Bereichen des täglichen Lebens. Zum Beseitigen von Lackschäden am Küchenherd oder Backofen, zum Verschönern von Öfen und Abluftrohren oder als Warnfarbe auf Teilen einer Maschine, die besonders heiß werden. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig.

Was ist bei diesem Lack zu beachten?

In erster Linie ist es wichtig, wie der Lack aufgebracht wird. Hier bietet sich das klassische Streichen mit dem Pinsel oder die Sprühdose an. Vor dem Verwenden des Lacks ist die zu behandelnde Fläche gründlich vorzubereiten. Wie bei jedem Lackieren muss die Fläche absolut frei von Verschmutzungen und Fetten sein.

Im Idealfall handelt es sich um blankes Metall, das zuvor mit einem feinen Schleifpapier bearbeitet wurde. Für ein langlebiges Anhaften des Lacks empfiehlt es sich, alle Flächen vor dem eigentlichen Lackieren mit einer passenden Grundierung vorzubehandeln. Der hitzeresistente Lack wird dann in mehreren dünnen Schichten aufgetragen. Dabei darf die zuvor aufgetragene Schicht nicht vollkommen ausgehärtet sein. Vor der ersten Hitzebelastung ist unbedingt eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden einzuhalten.