eingetrockneter Druckkopf C1806A C1807A C1808A C1809A

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Kauf v. alten Plottertinten/Druckköpfen c1806a, c1807a, c1808a, c1809a, c1892a, c1893a, c1894a, c1895a !

Im folgenden erläutere ich die Druckkopfproblematik (eingetrocknete/verklebte Druckköpfe) bei den Angeboten von Plottertinte für die HewlettPackard-DesignJets 2000/2500/3000/3500cp, die bei vielen eBayern zu Unsicherheiten beim Kauf und Bietpreis führen können (-> abgelaufenes Haltbarkeitsdatum). Gleichzeitig biete ich nachher eine gaaaaanz einfache Lösung an, die sich bei mir in den letzten Jahren als durchaus hilfreich herausgestellt hat, was die (verlängerte) Lebensdauer der Druckköpfe anbelangt. Alle folgenden Angaben ohne Gewähr/Garantie und deren Umsetzung auf eigenes Risiko!

Problem: Sie haben in eBay Tinte/druckköpfe für obige Plotter gekauft, in Ihrem Plotter eingesetzt und dieser reagiert mit den bekannten Fehlermeldungen "Druckkopftestfehler/Druckkopfkontaktfehler", "Tintensystem verbraucht" oder "Tintensystem wechseln" etc. Das ist nervig, und wenn sich die Meldungen häufen und wiederholen, dann kommt langsam Ärger auf über die verklebten Austrittsdüsen. Wenn man etwas Geduld und Zeit mitbringt, dann gibt es (ohne Gewähr) folgende

Lösungsvorschlag No. 1: Sie haben etwas (70%iges) Äthanol (warmes Wasser tut's wahrscheinlich auch) und ein fusselfreies Tuch zur Hand und reinigen (abwischen) erst mal vorsichtig den Druckkopf von der angetrockneten Farbe, sodass dieser wieder sauber dasteht. Dann klopfen Sie behutsam auf einem (relativ) harten Stück Holz oder Plastik den Druckkopf nach unten aus und zwar natürlich so, dass die Kontaktfläche des Druckkopfs das Holzstück NICHT berührt und eventuell beschädigt wird (also mit der unteren Fläche/Flanke, an der nicht der Kupferkontakt befestigt ist; siehe Abbildung weiter unten). Ab und zu am Druckkopf kontrollieren, ob sich Tröpfchen bilden. Wenn sich dann vereinzelt am Druckkopf unten Tröpfchen bilden, dann sieht man schon die ersten positiven Resultate. Wenn sich bei mehrmaliger Prozedur an der Fläche unten gleichmäßig Tröpfchen bilden, dann hat man sein Ziel praktisch erreicht und der Druckkopf kann schließlich im Plotter eingesetzt werden. Diese Tests (Druckkopftests usw) macht man selbstverständlich auf einem billigen 80 g Inkjetpapier!

Zu beachten: Mit Gewalt erreicht man nix und wenn zuviel Druck beim Klopfen ausgeübt wird, dann platzt im Druckkopf das Alugebinde und die Farbe läuft seitlich raus und nicht da, wo sie rauskommen soll, nämlich an der Unterseite des Druckkopfs. Wenn es zu Beginn nicht funktioniert, nicht aufgeben und die Prozedur mehrmals durchziehen! Sie können auch, wenn Sie unsicher sind, alles zunächst mal mit einem alten Druckkopf durchtesten, der schön längere Zeit rumliegt und mit dem Sie schon mal Probleme hatten.

Lösungsvorschlag No.2 (die sanfte Methode): Diese Lösung kommt von einem Techniker, der meint, dass sich so etwas (wird im folgenden beschrieben) auch schon bewährt hat. Also: wenn ein Druckkopf eingetrocknet ist, diesen über Nacht an der Unterseite (also da wo die Tinte rauskommt) oder zumindest 5-6 Stunden auf ein mit (70%igem) Äthanol getränktes Tuch legen (in einem Gefäß); danach die Fläche säubern und wieder im Plotter einsetzen. Ich selbst habe das noch nicht getestet, da bei uns immer alles ganz schnell funktionieren muss. Bei dieser Art wird zumindest kein Druck ausgeübt und es ist recht unwahrscheinlich, dass da etwas kaputt geht (dauert halt).

Fazit: auf diese Art und Weise kann man einen einzigen Druckkopf über mehrere Jahre (ist kein Witz) am Laufen halten und sich in eBay immer wieder problemlos Tinte (auch ohne Druckkopf) besorgen. Die ganze Chose funktioniert natürlich auch mit nagelneuen Druckköpfen, die man frisch einsetzt und deren Düsen nur halbherzig funktionieren (passiert wie gesagt auch bei neuen Druckköpfen!).

Noch was: falls jemand der Meinung ist, dass ich die Sache missverständlich oder ungenau beschrieben habe, dann bitte unbedingt Bescheid geben!

Tipp No. 2: den Keilriemen im DesignJet 2500/3000/3500cp etc schont man, indem die automatische Schneidevorrichtung abgeschaltet wird. Der Plot wird durch "Eingabe", Pfeil nach unten-Taste betätigen und "Medientransport" ("Medium vorwärts") nach vorne transportiert und kann dann mit einem Skalpell oder Schneidemesser abgeschnitten werden. Der Keilriemen hält auf diese Art und Weise viele Jahre und nutzt sich nicht mehr so stark ab (-> weniger Abrieb).

Tipp No. 3: Es wird immer wieder in Ebay rumkolportiert, dass die Tinten für DesignJet 2500/3000/3500CP um die 130 Euro kosten. Das mag bei dem einen oder anderen Lieferanten schon sein. Diejenigen, die es um fast 40 Euro billiger inclusive "neu"-Ware haben wollen, die googeln mal mit der Froogleoption (Preise von niedrig nach hoch) und dann wird man fündig und richtig angenehme Preise sehen!

Tipp No. 4: Sie haben so wie ich auch oft das gleiche Problem beim Laden der Papierrollen im Designjet 3000CP? Es kommt immer wieder die Meldung (Ladefehler: bitte Papierrolle neu laden!), wenn die Rolle einen Schluck zu weit links oder rechts steht. Ich löse das Problem auf folgende Art und Weise: die Rolle ganz normal laden und wie immer korrekt an der (Lade-)Marke positionieren. Es folgt vom Gerät die Supercheckung, ob das Papier korrekt positioniert ist und genau hier mache ich einen "Reset" am Bedienpanel (circa 3 Sekunden gedrückt halten). Alles ist in bester Ordnung und es kommt nach der Initialisierung KEINE Fehlermeldung mehr und ich kann wieder 50 Meter bedrucken: funktioniert 200%ig!

Tipp No. 5: Jetzt komme ich zum leidigen Thema Keilriemen! Dieser sollte natürlich immer topmäßig (mit wenigen Abnutzungserscheinungen) dastehen (ist immens wichtig beim Kauf eines DesignJets). In der Regel tut er das aber nicht und er unterliegt wegen des Abriebs einem langsam sich verstärkenden Alterungsprozess; härter wird er natürlich auch mit der Zeit. Im folgenden möchte ich schildern, wie man mit einem wirklich total abgenutzten, urururalten Keilriemen trotzdem noch problemlos seine Plots rauslässt (ohne dass der Plot dubliert). Man nimmt (Plotter ist im Standby) ein sauberes Tuch und wischt die metallenen Laufschienen sauber und zwar richtig sauber; d.h. wenn auf dem Tuch das alte verschmutzte Fett zu sehen ist, dann ein neues wieder sauberes Tuch nehmen und richtig über die Schienen drübergehen, bis sich nix mehr darauf abbildet, was nach Schmutz etc aussieht. Danach werden die Schienen wieder normal eingefettet. Falsch ist es zum Beispiel, wenn man in guter Absicht Z U V I E L Fett draufgibt: damit erreicht man das Gegenteil und der Wagen mit den Druckköpfen wird gebremst. Wichtig ist auch die ordentliche Verteilung des Schmierfetts auf der Schiene! Ich habe hier einen DesignJet 3000CP stehen, den ich immer so behandelt habe und dessen Keilriemen granatenmäßig schlecht dasteht (an manchen Stellen am Keilriemen sieht man schon das hell schimmernde Basisgewebe).
Abbildung kommt jetzt (Riemen wurde zwischenzeitlich ausgetauscht):


Der Bursche lief bis zum Schluss und die Techniker schütteln nur ungläubig den Kopf, wenn sie sowas sehen! Es gibt Anwender, die Siliconöl (aus dem Autozubehör) zum Schmieren benutzen. Habe ich auch gemacht, muss aber gestehen, dass hochwertiges, harzfreies Schmierfett (gibt es auch in eBay) sich im Laufe der Jahre als die bessere Version in punkto Gleitfähigkeit des Druckkopfwagens herausgestellt hat. Beim Kauf eines DesignJets unbedingt den Keilriemen inspizieren!

Tipp No. 6: zum Thema Nachfülltinte jetzt noch eine wichtige Info von einem eBayer (danke für das Feedback!): "die Nachfülltinte, die ich verwende stammt von InkTec, mit den Tintenbeuteln kann man die Original-Vorratsbehälter leicht befüllen. Die Tinte ist exakt farbgleich mit der Original HP-Tinte, sowohl Dye als auch UV. Mit Staedtler habe ich vor 2 Jahren nicht so gute Erfahrungen gemacht, das Gelb war zu rot und das Blau zu schmutzig. Ich konnte den Drucker nicht einwandfrei kalibrieren."
Die Firma Inktec findet man im Internet unter einer englischen WWW-Adresse. Ich habe mir mal die Preise angeschaut - rechnet sich eigentlich nur, wenn man literweise dort einkauft. Vielleicht sind die Preise mittlerweile wieder runtergekommen (wegen des Währungsverlustes vom englischen Pfund. Ursprünglich handelt es sich bei InkTec um eine koreanische Firma. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Man muss halt rumgoogeln. Ich selbst hatte auch schon mal Staedtler  Nachfüllbeutel über eBay gekauft für unsere DesignJet 2500/3000CP, die liegen auch immer noch hier rum, da ich keine Adapter dazu mitgeliefert bekommen habe: also Augen auf beim Kauf, ist schon alles ein bisschen tricky, wenn die Erfahrung hierfür fehlt!

Tipp No. 7: Wenn Sie schon seeeehr lange Zeit denselben Druckkopfreiniger verwenden und urplötzlich keine Farbe mehr aufs Papier kommt (kommt besonders häufig bei der "gelben" vor), dann empfiehlt es sich grundsätzlich, einfach mal im Ruhebetrieb den Reiniger auszubauen und mit lauwarmem Wasser auszuwaschen. Es folgt ein Bild von einem Druckkopfreiniger, der sich in einem zugegebenermaßen horrend schlechten Zustand befindet und ganz sicher nicht mehr ordentlich die überflüssige Farbe abstreift - der zerkratzt/zerbatzt eher den Druckkopf!



Tipp No. 8: Alte, verbrauchte Druckköpfe niemals wegwerfen. Einfach seitlich einen Hinweis/Papper aufbringen, dass sie kaputt sind. Ich hatte kürzlich den Fall, dass die "schwarze" partout nicht mehr drucken wollte. Mittels "Tintensystem austauschen" habe ich einen kaputten schwarzen Druckkopf eingesetzt und später wieder den anderen wieder eingesetzt - läuft nun wieder wie Harry. Ich kann mir vorstellen, dass der Wechsel von Tinte (Tintensystem austauchen) das interne Register wieder auf Null setzt - irgendwo muss der Plotter ja die Info herhaben, dass der Druckkopf nach einer gewissen Laufleistung leer sein müsste.

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