eBay-Ratgeber: Workshop Creative DJing

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eBay-Ratgeber: Workshop Creative DJing

DJing ist grundsätzlich eine ziemlich kreative Angelegenheit. Mit Hilfe von zwei Plattentellern und einem Mischpult werden im Tempo angeglichene Schallplatten vor Publikum kunstvoll zusammengemischt. Über diese Grundtechnik sollten Sie bereits verfügen, denn das, was wir hier behandeln, ist nicht „Butter und Brot“ sondern der „Kaviar“ beim Mixen, die kleinen, aber feinen Tricks.

Das Mischpult

Zu Hause zu tricksen ist nicht wirklich schwer: Man hat seinen angestammten Mixer, vielleicht schon mit integrierter Effekteinheit, möglicherweise eine externe Effektbox und dazu einen dritten Plattenspieler oder sogar einen pitchbaren CD Player fein säuberlich vor sich stehen. Was aber, wenn man in einem Club spielt, der ein Mischpult ohne großartige Multieffekte und gerade mal zwei Technics sein eigen nennt. Langweiliges Standardprogramm? Keine Spielereien, um die DJ-Nerds vor Ort zu begeistern? Traurige Groupie-Augen und leere Tanzflächen? Mitnichten, auch in dieser Minimal-Konfiguration des DJ Set-Ups steckt eine ganze Menge an Spiel und Spaß.

Phasing

Der Phaser ist ein superalter Effekt, den man aus den Pioneer- oder Ecler-Pulten kennt, wenn man nicht alt genug ist, um zu wissen, dass schon Jimmy Hendrix mit Phasern (die immer noch ein Renner sind, Electro Harmonix ist das Stichwort) seinen Gitarrensound gefoltert hat. Der Phaser beruht auf einer Phasenverschiebung, einem ultrakurzen Delay, was dann zu einer Modulation führt. Hört sich schräg an, ist auch so. Um zu phasen braucht man nicht unbedingt eine Effektbox. Es reicht, wenn man zweimal die gleiche Platte dabei hat (was im übrigen die HipHop DJs bei nahezu jeder Maxi so machen, doppelt kaufen). Einfach die zweite Platte auf gleiches Tempo stellen, ein Blick auf den Pitch Control erleichtert das ungemein, und dann einfach die Platten im Takt synchron laufen lassen. Beide Kanäle auf „volle Pulle“ und schon verschieben sich die Phasen, der Zuhörer wundert sich und Sie haben einen tollen Trick gemacht.          Phasing nach dem Break, wenn die Bassdrum einsetzt, mischen Sie die gleiche Platte immer wieder rein und raus. Sie können dabei hören, wie sich die Phasen verschieben und ihr so einen Effekt improvisiert.  

Beats Doppeln

Techno und House bauen in 85% aller Fälle auf einem schnurgeraden Bassdrum-Muster auf. Bumm, bumm, bumm, bumm. Kennt man landläufig als den „4-to-the-floor“-Beat. Da die meisten Platten natürlich auch noch zum Gefallen der DJs gleich mit einem 4 bis 16-taktigen Instrumentalpart anfangen, hat man als geübter DJ eine schöne Spielmöglichkeit, Beats zu doppeln. Nehmen wir an, wir stehen in einer Disco, die Leute tanzen, Sie haben einen Track aufgelegt und wissen sofort, was als nächstes reinpasst. Die Platte findet sich sofort in der Plattentasche und innerhalb von Sekunden ist diese nicht nur aufgelegt, sondern läuft auch noch synchron zur laufenden Platte mit. Jetzt haben sie die Möglichkeit den Beat zu doppeln. Tunen Sie einfach die Platte regulär ein und verlangsamen oder beschleunigen sie per Hand, sodass die Bassdrums nicht übereinander liegen, sondern die „zweite“ Bassdrum im Offbeat zwischen den Bassdrum-Schlägen läuft. Der Effekt ist eine Doppelte Bassdrum. Jetzt können Sie entweder langsam einfaden oder durch die zweite Bassdrum Akzente setzen. Ganz Gewiefte können damit sogar Übergänge machen. Aber Vorsicht, die zweite Platte kommt ja etwas schräg rein, da sollte schon intensiv mit EQ und langer Überblendzeit gearbeitet werden. Eigentlich ist der Beat ein typischer „4-to-the-floor“. Durch zublenden des versetzten Beats und EQing entstehen lustige Variationen.

Beatjuggling

Mal geschwind über den Techno/House-Tellerrand geschaut, die besten HipHop-DJs rühmen sich, timing-perfekte Beatjuggler zu sein. Beat jugglen? Der Technoschranzer ist verwirrt, der House-DJ weiß nicht weiter. Eigentlich nicht nötig, denn Beat-Juggling meint nichts anderes als das beatgenaue hintereinander Reihen von Beats. Sie haben zweimal die gleiche Platte und spielen die identischen Takte immer wieder hintereinander, in dem Sie während auf Plattenteller 1 der Beat läuft, Plattenteller 2 so zurückdrehen, dass Sie den Takt wieder von vorne starten können. Wenn dann der Takt auf Teller 1 ausläuft, machen Sie eine Kreuzblende (mit dem Kreuzblender, den man besser als Crossfader kennt) zu Teller 2 und weiter rollt der Beat. So entsteht etwas wie ein „Endlos Loop“. Im Endeffekt ist das die Grundtechnik des Rap-DJings der ersten Tage. Als es noch keine Sampler und „Beats, Breaks and Scratches“ Spezialplatten gab, wurden Disco oder Soul (James Brown) Platten-Breaks solange hin und her geblendet, bis ein gleichmäßiger Beat entstand, das Instrumental für den Rapper. Das funktioniert aber auch klasse mit Techno und House, weil man so Parts in die Länge ziehen, die Dramatik steigern oder Vocalphrasen vollkommen umstrukturieren kann. Vor allem, wenn man im Jugglen geübt ist, kann man mit Taktmaßen spielen und ganz schön Eindruck schinden. 

Ein paar Tipps zum Jugglen: Markieren Sie Ihre Platte, die Sie jugglen wollen, damit Sie genau wissen, wie weit Sie zurück zu drehen haben. Dabei hat sich ein Aufkleber auf der Höhe der Nadel bewährt. Wenn Sie sehr schnelle Beats jugglen oder noch nicht so geübt sind, dann nehmen Sie lieber zwei oder sogar vier Takte, bevor Sie unsauber arbeiten, denn unsaubere und hektische Cuts lassen den Tänzer stolpern. Wenn Sie keine Platte doppelt haben und ein wenig findig sind und Ihre Platten gut kennen, können Sie mit unterschiedlichen Platten jugglen und somit dem Publikum zum Beispiel schon mal einen Vorgeschmack auf die nächste Platte geben.

Endlosloops

Endlosloops sind natürlich Loops die unendlich sind. Ein findiger Tüftler hat mal herausgefunden, dass ein Takt im Tempo 133,33 BPM genau so lange als Plattenrille ist, dass Anfang auf Ende der Rille trifft. Dabei ist es egal, ob die Rille am Anfang oder Ende der Platte, also innen oder außen platziert ist. Wenn man jetzt die Rille genau am Ende wieder auf den Anfang führt, dreht sich die Platte, ähnlich wie auf der Auslaufrille, ständig im Kreis und nur dieser eine Takt/Loop ist zu hören. Anfänglich waren die ersten Endlosloops schwer gesucht, aber mittlerweile haben viele Veröffentlichungen, versteckt als „Tools“, Endlosloops als Zubehör im Programm. Es gibt sogar spezielle Schallplatten, die nur mit Endlosloops bestückt sind. Besonders nennenswert sind die über Wizoo/Kompakt vertriebenen Acid Loops (200 mehr oder weniger bekannte Acid Loops), Illegal Loops 1+2 (Loops aus bekannten Liedern wie z.B. New Order „Blue Monday“ etc.) und Cologne Cycles 1-3 (künstlerische Eigenkreationen) und das Label „Shot“ aus Köln. 

Was man mit eintaktigen Endlosschleifen so anfangen kann? Zum einen sind sie sehr brauchbar um Beats doppeln, weil sie sich nicht verändern, sondern sttetig laufen und laufen. Dann kann man natürlich Lieder mit neuem Beat unterlegen (bei geschickten EQ-Einstellungen, hat das schon was von Remixing) oder ein minimales, instrumentales Lied mit einen Illegal Loop hinterlegen. Auch sehr funky, da hört man das ewige minimal Geblubber und plötzlich grüßt Madonna oder New Order.

Cool ist natürlich auch, dass man innerhalb einer Endlos Cycle Platte hin und her hüpfen kann, wie man will, weil  jeder Loop die gleiche Geschwindigkeit hat. Und man kann, wenn man danach die nächste Platte nicht mehr rechtzeitig eintunen konnte, den Loop einfach mal, minimal macht’s möglich, weiterlaufen lassen, ohne gleich ausgebuht zu werden. Auch Kombinationen von Loops können lustig sein, allerdings macht das erst wirklich Spaß, wenn man so was an drei oder vier Plattentellern, mit einem zweiten DJ und mit Effekten macht.

Tipp: eine einfache Rille für eine Nadel ist natürlich nicht so leicht zu greifen, wie ein ganzes Lied. Deshalb empfiehlt es sich, den Druck auf die Nadel beim Einsatz von Endlosloops zu erhöhen. Aber bitte nicht übertreiben sonst ist wird die Rille beschädigt. Es gilt wie immer Fingerspitzengefühl wahren.

Schlusswort

Natürlich sind die Tipps hier nicht vollständig. Jeder DJ, der sich mit seinem Arbeitsmaterial auseinandersetzt wird Möglichkeiten finden, seine eigene Art und seinen eigenen Trick zu finden. Trotzdem sind die angeführten Tricks praktikabel und erprobt. Und man hört so was wirklich nicht oft. Wer also gerne aus der Masse der „schnöden Überblender“ herausstechen möchte, dem sei geraten, mal etwas zu wagen. Und wer nicht so viel wagen möchte, der sei auch beruhigt, die so genannten Crack’s der DJ-Szene machen in der Regel nichts anderes als Lieder vom letzten Gig, aneinander zu keilen und haben riesigen Erfolg damit.

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